Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Experte in Sorge – schärfere 2G-Regeln könnten SIE hart treffen

Corona-Varianten: Wie entstehen Mutationen und was macht sie gefährlich?

Ministerpräsident Weil will die Konferenz mit Bund und Ländern vorziehen. (Archivbild)

Was sind eigentlich Corona-Varianten und warum werden sie mit griechischen Buchstaben bezeichnet.

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Hannover. Das Corona-Virus ist auch in Niedersachsen weiter aktiv. Dennoch könnten jetzt weitere Lockerungen kommen. Am Dienstag hat die Regierung beschlossen, die Maskenpflicht unter bestimmten Umständen zu kippen.

Die aktuelle Corona-Entwicklung in Niedersachen und speziell in der Region38 kannst du hier nachlesen.

Corona in Niedersachsen: Alle News im Überblick

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Sonntag, 26. September

10.08 Uhr: Armutskonferenz – Schärfere 2G-Regeln treffen arme Menschen härter

Die Landesarmutskonferenz Niedersachsen hat vor „gesellschaftlichem Konfliktpotenzial“ angesichts verschärfter 2G-Regeln in der Corona-Pandemie gewarnt. Für Menschen mit wenig Geld oder geringer Bildung sei „zu erwarten, dass sich das negativ auswirken wird“, sagte der Geschäftsführer der Landesarmutskonferenz, Klaus-Dieter Gleitze, der Deutschen Presse-Agentur. Armen Menschen fehle ohnehin das Geld für gesellschaftliche Teilhabe, dies könne sich jetzt noch verschlimmern. Sie ließen sich weniger testen, und auch die Impfquote sei unter armen Menschen Schätzungen zufolge deutlich geringer, warnte er.

Das liege beispielsweise an Ressentiments gegen die Corona-Impfung und dürfte sich auf das Infektionsgeschehen auswirken, meinte Gleitze. Auch seien arme Menschen über die Impfung nicht ausreichend informiert, gleichzeitig hätten sie öfter Vorerkrankungen. Das gesundheitliche Risiko bei einer Corona-Infektion sei daher größer als bei Normal- oder Gutverdienern. Darüber hinaus könnten die Krankheitsverläufe schlimmer ausfallen.

Er gehe davon aus, dass die Impfquote in gut situierten Vierteln fast doppelt so hoch sei wie an sozialen Brennpunkten, sagte Gleitze. Valide Zahlen gebe es nicht, daher sprach er sich für eine „flächendeckende Impfquoten-Kartierung“ aus – an der Stelle seien die Gesundheitsämter gefordert. „Sonst kommen wir ganz schlecht in den Winter“, mahnte er.

Samstag, 25. September

13.47 Uhr: Weniger Covid-Patienten in Krankenhäusern

Die Zahl der Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in den niedersächsischen Krankenhäusern sinkt leicht. Der sogenannte Hospitalisierungswert, der als Leitindikator zur Bewertung der Corona-Lage im Land herangezogen wird, lag am Samstag bei 3,1 – einen Tag zuvor hatte die Landesregierung den Wert mit 3,2 angegeben. Die Maßzahl gibt die landesweiten Klinikeinweisungen von Covid-19-Erkrankten je 100.000 Einwohner im Verlauf der jeweils zurückliegenden sieben Tage an.

12.35 Uhr: Corona-Tests für Kitas verzögert an Kommunen ausgeliefert

Erhebliche Verzögerungen hat es einem Zeitungsbericht zufolge wiederholt bei der Versorgung von Kommunen mit Corona-Schnelltests für Kita-Kinder gegeben. „Die Verzögerungen bei der Belieferung betreffen nahezu alle Landkreise und kreisfreien Städte in Niedersachsen“, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums in Hannover nach dem Bericht der „Oldenburgischen Volkszeitung“ und der „Münsterländischen Tageszeitung“ (Samstag). Der Lieferant habe die vereinbarten Lieferzeitpunkte nicht eingehalten, die Lieferungen seien mehrfach kurzfristig verschoben worden und die Schnelltests „deutlich verspätet“ im Zentrallager des Landes eingetroffen.

Zusätzlich seien wegen veränderter Packmaße mehr Fahrzeuge zur Auslieferung nötig gewesen, sagte die Sprecherin. Die Auslieferungen erfolgten grundsätzlich mit Unterstützung von Fahrern der Hilfsorganisationen, die aber „im Auslieferungszeitraum nicht immer in ausreichender Zahl zur Verfügung standen“.

10.59 Uhr: Bändchen für Geimpfte und Genesene an der Uni

Der Wunsch der Studenten nach Präsenzunterricht ist groß – und er soll ab dem kommenden Semester auch wieder möglich sein. Allerdings nur unter Einhaltung der 3G-Regel. Doch wie soll man täglich die Nachweise aller Studenten kontrollieren?

Diese Frage hat sich auch die Universität in Hannover gestellt und eine „pragmatische Lösung“ gefunden – Bändchen für Geimpfte und Genese, das berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“. Angelehnt ist das Ganze an das Festivalprinzip. Schließlich sei das dort auch üblich.

Wer keins tragen wolle, müsse das aber auch nicht. Die Bändchen seien freiwillig.

9.22 Uhr: Die aktuelle Corona-Lage in Niedersachsen

Niedersachsen meldet im Vergleich zum Vortag 573 neue Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 47,5.

Die Inzidenzen in der Region:

  • Braunschweig: 35,8
  • Gifhorn: 63,2
  • Goslar: 24,5
  • Helmstedt: 37,2
  • Region Hannover: 74,2
  • Peine: 51,5
  • Salzgitter: 82,8
  • Wolfsburg: 50,9
  • Wolfenbüttel: 32,7

Freitag, 24. September

12.45 Uhr: Zahl der Aufnahmen von Covid-19-Patienten in Niedersachsen stagniert

Die Zahl der Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in den niedersächsischen Krankenhäusern bleibt auf einem relativ stabilen Niveau. Der sogenannte Hospitalisierungswert, der nun als Leitindikator zur Bewertung der Corona-Lage im Land herangezogen wird, lag am Freitagmorgen bei 3,2 - denselben Wert hatte die Landesregierung auch für Donnerstag genannt. Die Maßzahl gibt die landesweiten Klinikeinweisungen von Covid-19-Erkrankten je 100 000 Einwohner im Verlauf der jeweils zurückliegenden sieben Tage an.

Die registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus sanken hingegen. Laut Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen bei 49,3 - so viele Menschen pro 100 000 Einwohner steckten sich binnen einer Woche zusätzlich mit dem Erreger an. Am Vortag hatte der Wert noch bei 51,0 gelegen. Die landesweite Corona-Auslastung der Intensivstationen nahm den Angaben zufolge leicht ab: 5,2 (Donnerstag: 5,3) Prozent der Bettenkapazität auf Intensivstationen waren zuletzt mit Covid-19-Patienten belegt.

Eine Warnstufe wird laut der neuen Corona-Verordnung erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens einer der beiden anderen Indikatoren (Neuinfizierte und Intensivbetten) die definierten Schwellenwerte überschreiten. Bei Krankenhauseinweisungen sind das für die Warnstufen eins bis drei die Werte 6, 8 und 11. Bei den Neuinfizierten sind es die Werte 35, 100 und 200. Bei den Intensivbetten lauten die entsprechenden Werte 5, 10 und 20 Prozent.

Eine Warnstufe wird in manchen Fällen vom Land und in anderen vom Landkreis oder der kreisfreien Stadt ausgerufen, wenn die kritischen Schwellen für den Hospitalisierungswert und gleichzeitig für einen der anderen beiden Indikatoren fünf Tage hintereinander überschritten werden. Was dann im Einzelnen gilt, regelt die neue Verordnung.

Eine Besonderheit gibt es noch: Erreicht die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Neuinfizierten in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt den Wert von 50, so gilt dort die 3G-Regel - auch ohne dass der Hospitalisierungswert den Wertebereich der Warnstufe 1 erreicht. Das heißt: Der Zutritt zu vielen Lebensbereichen ist dann nur noch für gegen das Coronavirus Geimpfte, Genesene und Getestete möglich.

10.57 Uhr: Zahlen rückläufig

Die Corona-Zahlen in Niedersachsen gehen langsam zurück. Der Inzidenzwert liegt heute bei 49,3. Es kommen vier Verstorbene hinzu. In zwei Regionen sinkt der Wert deutlich. In Braunschweig von 52,7 auf 38,2 und in Wolfsburg von 73,5 auf 51,7.

Die Lage in der Region:

  • Braunschweig: 38,2
  • Gifhorn: 68,3
  • Goslar: 23,8
  • Helmstedt: 22,9
  • Region Hannover: 76,0
  • Peine: 59,6
  • Salzgitter: 92,4
  • Wolfenbüttel: 32,7
  • Wolfsburg: 51,7

Donnerstag, 23. September

16.30 Uhr: Impfzentren vor dem Aus – das bleibt von ihnen übrig

Nach Millionen von Corona-Impfungen haben die 50 Impfzentren in Niedersachsen ausgedient - sie werden bis Ende September geschlossen. Ab Oktober sind niedergelassene Ärztinnen und Ärzte fürs Impfen verantwortlich, außerdem bis zu 134 mobile Impfteams, wie das niedersächsische Gesundheitsministerium am Donnerstag ankündigte.

Das bedeute ein mobiles Team je 70 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Allein das landesweit größte Impfzentrum in Hannover kam bislang auf mehr als 800 000 Impfungen, mehr als 378 000 Menschen erhielten den vollen Impfschutz im gemeinsamen Impfzentrum von Stadt und Region Hannover auf dem Messegelände.

Im Ernstfall wäre das Impfzentrum „relativ schnell reaktivierbar“, erklärte Regionspräsident Hauke Jagau (SPD). Der organisatorische Leiter Andreas Henke ergänzte, das Land sehe sogenannte „schlafende“ Impfzentren vor. Die Möbel seien von der Messe gemietet, Inventar und Ausrüstung würden eingelagert oder verkauft.

Tatsächlich soll nach Angaben des Gesundheitsministeriums die Ausstattung für insgesamt acht Impfzentren eingelagert werden - im Bedarfsfall könnten diese dann rasch ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Mittwoch, 22. September

11.41 Uhr: Mehr als 70 Prozent der Menschen sind einmal geimpft

Mehr als 70 Prozent der Menschen in Niedersachsen sind einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Am Mittwoch lag diese Quote bei 70,1 Prozent, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch in Hannover sagte. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt dieser Wert bundesweit bei 67,4 Prozent. Vollständig geimpft sind in Niedersachsen laut RKI 65,5 Prozent der Bevölkerung, auch diese Quote ist höher als der Bundesschnitt (63,4 Prozent).

10.18 Uhr: Salzgitter weiter tiefrot

Das Infektionsgeschehen in Niedersachsen bleibt ein Flickenteppich. Auch in unserer Region unterscheiden sich die Ansteckungszahlen mit Covid-19 deutlich. Wolfenbüttel hat die niedrigste Inzidenz, Salzgitter die höchste. Landesweit liegt die Inzidenz bei 51,1, so die Datenlage des Robert-Koch-Instituts.

Die Lage in der Region:

  • Braunschweig: 52,7
  • Gifhorn: 79,0
  • Goslar: 36,4
  • Helmstedt: 35,0
  • Region Hannover: 71,2
  • Peine: 61,1
  • Salzgitter: 115,5
  • Wolfenbüttel: 32,7
  • Wolfsburg: 73,5

9.50 Uhr: Wulff prangert Ungleichbehandlung an

Der Altbundespräsident und niedersächsische Ex-Ministerpräsident Christian Wulff hat den Umgang mit Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie bemängelt. Er sehe eine „nicht mehr nachvollziehbare Ungleichbehandlung zwischen jungen Menschen und Erwachsenen“, sagte Wulff der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. „Die Schulen sind strenger geregelt als die Erwachsenenwelt – das ist empörend.“ Der Altbundespräsident sagte: „Gerade Niedersachsen geht da einen sehr, sehr harten Weg, den ich für überzogen halte.“

Kinder und Jugendliche hätten lange Zeit Einschränkungen in Kauf und Rücksicht auf die Älteren nehmen müssen, sagte Wulff der Zeitung. Sie bekämen allerdings wenig zurück: „Bei den Beschränkungen geht es doch im Kern mittlerweile um den Schutz von ungeimpften Erwachsenen, die ihre Verantwortung gegenüber der Jugend eben nicht so wahrnehmen, wie die Jugend die Älteren geschützt hat“, kritisierte er.

Dienstag, 21. September

19.25 Uhr: Corona-Ausbruch in Obdachlosenunterkunft in Hannover

In einer Notunterkunft für obdachlose Menschen in Hannover ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Elf Personen seien positiv mit einem PCR-Test auf das Virus getestet worden, teilte die Region Hannover am Dienstag mit. Der erste bestätigte PCR-Test habe bereits vor einer Woche vorgelegen. Alle Infizierten aus der Unterkunft am Alten Flughafen sowie sieben Kontaktpersonen befänden sich inzwischen in einem Quarantäne-Hotel, insgesamt 18 Personen.

Über die Ursache der Ansteckungen gebe es bisher keine Erkenntnisse, sagte ein Sprecher. Grundsätzlich würden alle, die mit erhöhter Temperatur und Symptomen eine Unterkunft für obdachlose Menschen betreten wollten, mit einem Schnelltest auf Covid-19 untersucht. Falle der Test positiv aus, komme die betreffende Person in ein Quarantänehotel. Mit einem positiven Test komme also niemand in eine Notunterkunft.

+++ Corona in Niedersachsen: Neue Verordnung wird vorgestellt – was sich jetzt ändern könnte +++

15:42 Uhr: Unter diesen Umständen gibt es bald keine Maskenpflicht mehr

Die sogenannte 2G-Regel wird in Niedersachsen künftig in vielen Bereichen angewendet werden können - etwa in der Gastronomie, bei Kultur- oder Sportveranstaltungen. Betreiber und Veranstalter, die sich dazu entscheiden, nur noch Geimpften und Genesenen (2G) Zutritt zu gewähren, sind in ihren Betrieben und Einrichtungen von der Durchsetzung der Maskenpflicht und Abstandsregeln befreit. Eine entsprechende Änderungsverordnung tritt am Mittwoch in Kraft und gilt bis zum 10. November, wie die Landesregierung am Dienstag ankündigte.

Die Freiheiten für Geimpfte und Genesene werden damit ausgeweitet. Für Ungeimpfte wird das Leben hingegen aufwendiger, ein negativer Corona-Test reicht für den Zutritt zu bestimmten Bereichen dann nicht mehr aus. Wie Claudia Schröder vom Corona-Krisenstab der Landesregierung mitteilte, dürfen aber Menschen, denen aus medizinischen Gründen eine Impfung nicht empfohlen wird, nicht ausgeschlossen werden. Auch Menschen bis 18 Jahre sollen ohne Impfung oder Genesung Zutritt bekommen, da sie sich regelmäßig vor dem Schulbesuch testen. Kinder, die jünger als zwölf Jahre sind, können sich noch nicht impfen lassen. In der neuen Verordnung wird auch ausformuliert, was bei den Warnstufen zwei und drei passiert.

15.20 Uhr: Neuer Leitindikator in Niedersachsen! Das ist jetzt wichtig

Für die Bewertung der Corona-Lage in Niedersachsen wird künftig die Hospitalisierung als neuer Leitindikator herangezogen. Sie bestimmt sich nach der landesweiten Zahl der Einweisungen von Covid-19 Erkrankten je 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen, wie Claudia Schröder vom Corona-Krisenstab der Landesregierung bei der Vorstellung der neuen Corona-Verordung am Dienstag erläuterte.

Eine Warnstufe wird künftig erreicht, wenn der neue Leitindikator und mindestens einer der beiden anderen bereits bekannten Indikatoren (Neuinfizierte und Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. Der Indikator Neuinfizierte richtet sich für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt nach der Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Der Indikator Intensivbetten meint den landesweiten prozentualen Anteil der von Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten an der gesamten Intensivbettenkapazität.

Ausgerufen werden die Warnstufen künftig vom Land, wenn die Indikatoren Hospitalisierung und Intensivbetten die kritischen Werte an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschreiten. Wenn hingegen die Indikatoren Hospitalisierung und Neuinfizierte die Schwellenwerte überschreiten, rufen Landkreise oder kreisfreie Städte die Warnstufen aus. Hintergrund ist, dass die Werte Hospitalisierung und Intensivbetten landesweit erhoben werden, während sich die Sieben-Tages-Inzidenz bei den Neuinfizierten auf den Wert in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt bezieht.

Die Änderungsverordnung tritt am Mittwoch in Kraft und gilt bis zum 10. November. Darin ist auch geregelt, welche Regeln mit dem Erreichen der einzelnen Warnstufen einhergehen.

14.05 Uhr: Maskenpflicht im Unterricht entfällt für erste und zweite Klassen

Schüler der ersten und zweiten Klassen in Niedersachsen müssen künftig keine Schutzmaske mehr im Unterricht tragen. Das gilt schon ab morgen, wie die Landesregierung soeben in Hannover mitteilte.

Dann tritt die überarbeitete Corona-Landesverordnung in Kraft. Seit Beginn des neuen Schuljahres Anfang September mussten alle Schüler im Bundesland eine Maske anlegen - auch während des Unterrichts.

Montag, 20. September

20.05 Uhr: Corona-Spürhunde im Einsatz – erste Zwischenbilanz

Nach dem ersten Praxiseinsatz von Corona-Spürhunden bei einem Konzert hat die Tierärztliche Hochschule Hannover ein positives Zwischenfazit gezogen. Die Hunde hätten alle eingebauten Schweißproben erkannt, teilte die Hochschule am Montag mit. Um wie viele Proben es sich dabei handelte, war zunächst nicht bekannt. Bei dem Konzert wurden demnach inaktivierte positive Proben platziert. Damit sollte kontrolliert werden, ob die Tiere in der Lage sind, mit dem Coronavirus infizierte Menschen zu erkennen.

Die Spürhunde waren am Sonntag beim Konzert der Band Fury in the Slaughterhouse in Hannover im Einsatz. Zugelassen waren 500 Besucher, alle mussten vorher einen Antigen-Schnelltest und einen PCR-Test machen und eine Schweißprobe für die Hunde abgeben. Fünf bis sechs Hunde sollten im Einsatz sein, dabei sollten die Tiere nicht durch die Menschenmenge laufen, sondern davon abgesondert die Proben beschnüffeln.

15.05 Uhr: Weil mit klarer Ansage zum „Freedom Day“

Der Vorstoß von Kassenärzte-Chef Andreas Gassen, Ende Oktober alle Corona-Beschränkungen aufzuheben, stößt bei Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) auf Ablehnung. „Es gibt nur einen Ausweg: keinen Freedom Day, sondern eine höhere Impfquote“, sagte er der Rheinischen Post (Montag). „Wir wissen, dass die Infektionszahlen in der kalten Jahreszeit wieder steigen werden. Wir wissen, dass die Patienten in den Intensivstationen jünger werden und deswegen länger dort bleiben müssen“, erklärte Weil. „Unter diesen Umständen brauchen wir auch in den nächsten Monaten einen wirksamen Infektionsschutz.“

Gassen hatte für den 30. Oktober die Aufhebung aller Corona-Beschränkungen gefordert. „Nach den Erfahrungen aus Großbritannien sollten wir auch den Mut haben zu machen, was auf der Insel geklappt hat. Also braucht es jetzt eine klare Ansage der Politik: In sechs Wochen ist auch bei uns Freedom Day!“, sagte der Kassenärzte-Chef der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Samstag). Über seine Forderung war am Wochenende eine Diskussion entbrannt.

11.28 Uhr: Inzidenz steigt wieder

Das Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen hat sich wieder leicht verstärkt. Nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) von heute Morgen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 58,6 – so viele Menschen pro 100.000 Einwohner steckten sich binnen einer Woche neu mit dem Virus an. Gestern hatte der Wert bei 58,3 gelegen. Es wurden landesweit 211 neue Fälle im Vergleich zum Vortag gemeldet. Zudem wurden zwei Todesfälle neu registriert, die Gesamtzahl erhöhte sich damit auf 5.911.

Die Inzidenz der in Krankenhäusern behandelten Covid-19-Patienten in Niedersachsen sank leicht auf 4,6 – nach 4,7 am Sonntag. Die Intensivbetten-Belegung mit Covid-19-Kranken ging von 5,7 Prozent auf 5,4 Prozent zurück. Hier bleibt der Schwellenwert von 5 Prozent für die erste Warnstufe weiterhin überschritten. Weitere Schwellenwerte sind zehn Prozent und 20 Prozent.

Im Land gibt es aktuell ein Corona-Warnstufensystem mit drei Kategorien. Wenn in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt mindestens fünf Tage lang die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen den Wert 50 überschreitet, sind zum Beispiel Innengastronomie, Friseure oder Fitnessstudios in der Regel nur noch für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) zugänglich.

Weiter ausschlaggebend sind die Zahlen der Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern im landesweiten Durchschnitt sowie die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten. Werden in mindestens zwei der drei Kategorien Schwellenwerte erreicht, können die Kommunen eine Warnstufe per Allgemeinverfügung feststellen.

10.23 Uhr: Zehntausende verstoßen gegen Corona-Regeln

Mindestens 38.000 Ordnungswidrigkeiten gegen Corona-Maßnahmen sind in Niedersachsen seit Beginn der Pandemie gezählt worden. Die Zahl bezieht sich auf den Zeitraum von Anfang April 2020 bis Mitte September dieses Jahres, wie das Innenministerium in Hannover auf dpa-Anfrage mitteilte. Zudem seien rund 400 Straftaten nach dem Infektionsschutzgesetz im Zusammenhang mit Corona festgestellt worden.

Um was für Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten es sich dabei handelt, konnte das Ministerium zunächst nicht sagen. Verstöße gegen die Corona-Verordnung, wie etwa das Missachten der Maskenpflicht, sind in der Regel Ordnungswidrigkeiten. Diese würden mit bis zu 25.000 Euro geahndet.

Das Ministerium wies darauf hin, dass die Polizeibehörden entsprechende Verstöße und Daten unterschiedlich erfassen und weiterleiten. Somit sei es schwierig, valide Daten zu den Verstößen zu erhalten. Einige Dienststellen leiteten etwa entsprechende Vergehen mit einer Sammelanzeige direkt an das zuständige Gesundheitsamt weiter und nicht in ein polizeiliches Bearbeitungssystem.

Somit dürfte die tatsächliche Zahl der Verstöße noch höher liegen. Laut Ministerium verwarnen zudem viele Polizistinnen und Polizisten zunächst bei Verstößen gegen Corona-Maßnahmen.

7.19 Uhr: Offenbar weitere Lockerungen an Schulen geplant

Die Landesregierung in Hannover plant laut der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ für den Schulbetrieb die nächsten Lockerungsschritte und eine Impfoffensive. Nachdem noch in dieser Woche die Maskenpflicht im Unterricht für die Klassen eins und zwei fallen solle, sei es nach Darstellung von Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) denkbar, nach den Herbstferien die Maskenpflicht für die Klassen drei und vier aufzuheben.

„Sobald es verantwortbar ist, gehen wir die nächsten Schritte“, sagte Tonne in einem Interview mit dem Blatt. „Auch ich möchte die Maske im Unterricht nicht dauerhaft installieren, weil ich als Vater von vier schulpflichtigen Kindern genau weiß, was das für eine Belastung ist.“ Das Land werde nach den Herbstferien mit mobilen Impfteams in die Schulen gehen. „Das jedenfalls ist der gemeinsame Wunsch von Sozialministerin Daniela Behrens und mir.“

Er sehe immer wieder, wie wichtig es sei, Schülern niedrigschwellige Impfangebote zu machen und mit dem Impfstoff zu ihnen zu kommen, betonte Tonne. Auch Eltern könnten sich in den Schulen impfen lassen und so einen Beitrag dazu leisten, Präsenzunterricht zu schützen.

Nach Angaben der Zeitung hat das Land bisher für die Schulen 42,5 Millionen Corona-Schnelltests beschafft und bis zu den Herbstferien 205 Millionen Euro in das Testkonzept an den Schulen investiert. Für den Zeitraum nach den Herbstferien bis Ende des Jahres plane Niedersachsen mit rund 30 Millionen weiteren Tests und Kosten in Höhe von mehr als 42 Millionen Euro - inklusive der fünftägigen Testung nach den Herbstferien.

Sonntag, 19. September

15.41 Uhr: Weiter leicht rückläufige Corona-Inzidenzen

In Niedersachsen ist das Corona-Infektionsgeschehen weiterhin leicht rückläufig – eine deutliche Abnahme der Neuansteckungen ist aber nach wie vor nicht in Sicht. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen sank die Sieben-Tage-Inzidenz im niedersächsischen Landesschnitt auf zuletzt 58,3. Am Vortag hatte die Zahl hinzu gekommener Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche mit 59,1 geringfügig höher gelegen, am Freitag hatte sie 61,8 betragen. Neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Covid-19-Erreger wurden nicht gemeldet.

Aktueller Hotspot ist Salzgitter. Von Samstag auf Sonntag stieg der Inzidenzwert von 131,9 auf 153,1.

Die Inzidenz der in Krankenhäusern behandelten Covid-19-Patienten in Niedersachsen stagnierte wie schon am Samstag bei 4,7. Keine Änderung gab es beim Anteil der Intensivbetten-Belegung, sie blieb bei 5,7 Prozent - hier ist der Schwellenwert von 5 Prozent für die erste Warnstufe nun den siebten Tag in Folge überschritten. Weitere Schwellenwerte sind 10 Prozent und 20 Prozent.

Im Land gibt es aktuell ein Corona-Warnstufensystem mit drei Kategorien. Wenn in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt mindestens fünf Tage lang die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen den Wert 50 überschreitet, sind zum Beispiel Innengastronomie, Friseure oder Fitnessstudios in der Regel nur noch für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) zugänglich.

Weiter ausschlaggebend sind die Zahlen der Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern im landesweiten Durchschnitt sowie die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten. Werden in mindestens zwei der drei Kategorien Schwellenwerte erreicht, können die Kommunen eine Warnstufe per Allgemeinverfügung feststellen.

Die Lage in der Region:

  • Braunschweig: 55,9
  • Gifhorn: 84,6
  • Goslar: 49,0
  • Helmstedt: 48,1
  • Region Hannover: 88,4
  • Peine: 84,7
  • Salzgitter: 153,1
  • Wolfenbüttel: 44,4
  • Wolfsburg: 82,4

Samstag, 18. September

11.01 Uhr: Inzidenzen sinken, nur in Wolfsburg steigen sie

Das Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen schwächt sich weiter ab. Die Sieben-Tages-Inzidenz lag am Samstag im Landesdurchschnitt bei 59,1 - so viele Menschen pro 100.000 Einwohner steckten sich binnen einer Woche neu mit dem Virus an. Am Freitag hatte der Wert bei 61,8 gelegen. Es wurden landesweit 719 neue Fälle im Vergleich zum Vortag gemeldet. Sieben Todesfälle kamen hinzu, so dass die Gesamtzahl auf 5909 stieg.

Die Inzidenz der in Krankenhäusern behandelten Covid-19-Patientinnen und -Patienten in Niedersachsen stagnierte auch am Samstag bei 4,7. Die Intensivbetten-Belegung mit Covid-19-Kranken stieg dagegen leicht auf 5,7 Prozent der Gesamtkapazität, nach 5,3 Prozent am Vortag. Damit bleibt in dieser Kategorie der Schwellenwert von 5 Prozent für die erste Warnstufe den sechsten Tag in Folge überschritten, weitere Schwellenwerte sind 10 Prozent und 20 Prozent.

Die Lage in der Region:

  • Braunschweig: 57,5
  • Gifhorn: 88,6
  • Goslar: 63,1
  • Helmstedt: 49,2
  • Region Hannover: 90,3
  • Peine: 86,9
  • Salzgitter: 131,9
  • Wolfenbüttel: 44,4
  • Wolfsburg: 80,7

(red/dpa)