Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Inzidenz steigt erneut – SIE dürfen jetzt doch offen bleiben

Corona-Varianten: Wie entstehen Mutationen und was macht sie gefährlich?

Ministerpräsident Weil will die Konferenz mit Bund und Ländern vorziehen. (Archivbild)

Was sind eigentlich Corona-Varianten und warum werden sie mit griechischen Buchstaben bezeichnet.

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Hannover. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen ist minimal gesunken. Salzgitter ist weiterhin Hotspot.

Die aktuelle Corona-Entwicklung in Niedersachen und speziell in der Region38 kannst du hier nachlesen.

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Corona in Niedersachsen: Alle News im Überblick

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Montag, 2. August

14.34 Uhr: Saunen bleiben offen

Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat die coronabedingte Schließung von Saunen bei einer Inzidenz über 35 gekippt. Es handele sich um keine notwendige Infektionsschutzmaßnahme, begründete der 13. Senat in einem Eilbeschluss am Freitag seine Entscheidung. Ein Antragsteller, der in der Region Hannover eine Saunalandschaft betreibt, hatte sich gegen die in dieser Woche geänderte niedersächsische Corona-Verordnung gewandt.

Darin ist auch die Schließung von Thermen und Schwimmbädern bei einer anhaltenden Sieben-Tage-Inzidenz von über 35 vorgesehen. Diese Regelung wurde jetzt außer Vollzug gesetzt und ist nicht mehr zu beachten. Also müssen auch Bäder nicht mehr bei Inzidenzen zwischen 35 und 50 schließen. Der Beschluss ist unanfechtbar.

10.23 Uhr: Corona-Inzidenz steigt auf 17,2 – Salzgitter ist Spitzenreiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen hat sich im Vergleich zum Vortag von 16,8 auf 17,2 erhöht. Landesweit wurden 79 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Montag hervorgeht. Der Inzidenzwert gibt die Zahl der Menschen pro 100.000 Einwohner an, die sich innerhalb einer Woche neu mit dem Coronavirus angesteckt haben. Weitere Todesfälle wurden nicht registriert.

Die bundesweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte am Montag Salzgitter mit 68,1. Wenn die Marke von 50 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten ist, gelten unter anderem strengere Kontaktbeschränkungen.

Nach Daten des Divi-Intensivregisters vom Sonntag wurden in Niedersachsen 20 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt und 7 von ihnen invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag bei 339, davon haben 144 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten. Divi steht für Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

Die Inzidenzen in der Region:

  • Braunschweig: 17,6
  • Gifhorn: 18,7
  • Goslar: 7,3
  • Helmstedt: 9,9
  • Region Hannover: 26,5
  • Peine: 13,4
  • Salzgitter: 68,1
  • Wolfsburg: 46,6
  • Wolfenbüttel: 11,7

Sonntag, 1. August

8.41 Uhr: Die aktuelle Corona-Lage in Niedersachsen

Niedersachsen meldet 203 neue Corona-Fälle im Vergleich zum Vortag. Damit liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 16,8. Die Impfquote in Niedersachsen liegt bei 64,5 Prozent, die mindestens ihre erste Impfung erhalten haben.

Die Inzidenzen in der Region:

  • Braunschweig: 17,2
  • Gifhorn: 17,6
  • Goslar: 7,3
  • Helmstedt: 9,9
  • Region Hannover: 25,5
  • Peine: 13,4
  • Salzgitter: 68,1
  • Wolfsburg: 50,7
  • Wolfenbüttel: 9,2

Samstag, 31. Juli

15.49 Uhr: Neue Regeln in Wolfsburg

Hotspot Wolfsburg zieht die Handbremse an. Weil die Inzidenz dermaßen angestiegen ist, gilt ab Montag die Stufe 2 der niedersächsischen Corona-verordnung. Das teilte die Stadt soeben mit.

„Jedoch nutzen wir den Spielraum, den die Verordnung ermöglicht, und verschärfen nicht alle Regelungen: In Bereichen, die nachweislich nicht für das Infektionsgeschehen verantwortlich sind, bleiben größtenteils die vorhandenen Regelungen der Stufe 1 bestehen“, hieß es aus dem Rathaus.

Demnach sind die Infektionen nicht auf ein größeres Infektionsgeschehen zurückzuführen, sondern stammen zum Großteil aus dem privaten Bereich, zum Beispiel durch Reiserückkehrer und private Treffen. Was ab Montag in Wolfsburg gilt, findest du unter wolfsburg.de/regelungen

Es gibt aber auch direkt Kritik: „Wir sind seit drei Tagen über 50! Wieso gilt nicht bereits Stufe 3 mit all ihren Beschränkungen? Wird hier gelaschet? Abwarten was passiert und dann handeln, wenn es zu spät ist?“, fragt ein Facebook-User.

10.09 Uhr: Inzidenz sinkt erneut - Wolfsburg bleibt Hotspot

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen ist im Vergleich zu gestern leicht von 16,2 auf 15,8 gesunken. 219 neue Corona-Infektionen wurden gemeldet, wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Zwei weitere Todesfälle wurden registriert.

Die höchsten Inzidenzen haben weiterhin Wolfsburg mit 52,3 und der Kreis Lüneburg mit 52,1. Wenn die Marke von 50 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten ist, gelten unter anderem strengere Kontaktbeschränkungen.

Die Inzidenzen in der Region:

  • Braunschweig: 16,4
  • Gifhorn: 17,6
  • Goslar: 12,5
  • Region Hannover: 24,0
  • Helmstedt: 6,6
  • Peine: 11,9
  • Salzgitter: 47,0
  • Wolfenbüttel: 9,2
  • Wolfsburg: 52,3

Nach Daten des Divi-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 19 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, sieben von ihnen werden invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag bei 313, davon haben 146 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten. Divi steht für Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

8.30 Uhr: Impf-Aktion beim Eintracht-Spiel

Auch Eintracht Braunschweig wird im Kampf gegen die Corona-Pandemie aktiv. So können sich alle Eintracht Braunschweig-Fans rund ums erste Heimspiel der Saison gegen Covid-19 impfen lassen, wenn sie möchten. Aber nicht nur die – sondern generell alle, die Interesse daran haben! >> HIER alle Infos!

Freitag, 30. Juli

11.36 Uhr: Inzidenz sinkt in Wolfenbüttel – Regeln ab Sonntag gelockert!

In Deutschland steigt die Inzidenz langsam, aber kontinuierlich. Im Landkreis Wolfenbüttel hingegen sinkt sie: Fünf Tage in Folge lag der Landkreis erneut unter der Zehnergrenze. Das heißt: Ab Sonntag werden die Regeln gelockert!

Und das sieht dann so aus:

  • Kontaktbeschränkungen: Private Treffen in geschlossenen Räumen sind mit bis zu 25 Personen erlaubt – unabhängig von der Zugehörigkeit der Haushalte. Unter freiem Himmel können sich bis zu 50 Personen treffen. Kinder dieser Personen bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren, vollständig Geimpfte und genesene Personen sowie Begleitpersonen und Betreuungskräfte von Menschen mit einer wesentlichen Behinderung oder Pflegebedürftigkeit, werden nicht mit eingerechnet.
  • Wollen sich mehr als 25 Personen in geschlossenen Räumen oder mehr als 50 Personen unter freiem Himmel privat treffen, ist das nur möglich, wenn es für die Zusammenkunft eine verantwortliche Person gibt, die sicherstellt, dass Personen nur mit einem negativen Test teilnehmen. Dies gilt nicht für vollständig geimpfte oder genesene Gäste sowie Kinder unter 14 Jahren.
  • Gastronomie und Tourismus: Bei einer Inzidenz von unter 10 entfällt für geschlossene Feiern in der Gastronomie eine Personenbegrenzung. Bei Feiern ab 25 Personen drinnen und ab 50 Personen draußen müssen aber alle nicht vollständig geimpften oder genesenen Personen einen negativen Testnachweis vorlegen.
  • In der Gastronomie müssen weiterhin Kontaktdaten zur Nachverfolgung erhoben werden. Dies soll elektronisch über eine App, etwa die Luca-App, erfolgen. Eine alternative Dokumentation über Papier ist in Einzelfällen möglich.
  • Stadtführungen und Führungen durch Natur und Landschaften sind uneingeschränkt zulässig und die Abstandsregeln und Maskenpflicht entfallen.
  • Bei Beherbergungen zu touristischen Zwecken muss ein Test mit negativem Ergebnis nur noch einmalig – bei der Anreise – vorgelegt werden. Vollständig geimpfte Personen und vollständig genesene Personen können stattdessen diese Nachweise nutzen.
  • Handel: Im Handel gilt weiterhin die Maskenpflicht; dagegen entfällt diese auf Wochenmärkten sowohl für die Kundschaft als auch das Verkaufspersonal. Einzelhandel, Messen und gewerbliche Ausstellungen sowie körpernahe Dienstleistungen sind geöffnet und zulässig. Hygienekonzepte müssen vorliegen. Es gilt eine Maskenpflicht.
  • Sport: Sportanlagen und Schwimmbäder können mit entsprechendem Hygienekonzept öffnen. Eine Testpflicht ist nicht mehr vorgesehen. Der Landkreis rät dazu, insbesondere bei der Sportausübung mit Kontakt in geschlossenen Räumen, sich auch weiterhin regelmäßig testen zu lassen.
  • Veranstaltungen: Bei Veranstaltungen entfällt das Abstandsgebot und die Maskenpflicht, wenn drinnen nicht mehr als 25 Personen beteiligt sind oder nicht mehr als 50 Personen im Freien teilnehmen. Bei größeren Veranstaltungen gilt die Abstandspflicht. Zusätzlich dazu gilt drinnen die Maskenpflicht, bis der Sitzplatz eingenommen wurde. Zudem müssen Kontaktdaten der Gäste dokumentiert werden.
  • Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen sind dem Gesundheitsamt zu melden. Veranstalter sollen dem Gesundheitsamt im Landkreis Wolfenbüttel drei Wochen vor Beginn mit dem dazugehörigen Hygienekonzept unter gesundheitsamt@lk-wf.de bekannt gemacht werden. Diese Frist benötigt der Landkreis, um eine infektionsrechtliche Beurteilung des Konzepts rechtzeitig vor der Veranstaltung zu ermöglichen.
  • Diskotheken: Clubs, Diskotheken und Shisha-Bars dürfen mit einer Begrenzung der Kapazität auf 50 Prozent wieder öffnen. Gäste müssen einen negativen Testnachweis vorlegen, beziehungsweise einen Nachweis über die vollständige Impfung oder Genesung. Es gilt Masken- und Abstandspflicht - auch beim Tanzen. Betreiber müssen zudem ein Hygienekonzept vorhalten und Kontaktdaten der Gäste verpflichtend elektronisch erheben.

Der Landkreis teilt mit: Wenn an drei aufeinanderfolgenden Tagen die 7-Tages-Inzidenz die 10 überschreitet, treten am übernächsten Tag erneut Verschärfungen in Kraft. Dies gilt allerdings nicht, wenn die Inzidenz aufgrund eines lokal eingrenzbaren Ausbruchs steigt.

Die Verschärfungen traten zuletzt am 23. Juli in Kraft, da die entsprechenden Inzidenzwerte überschritten waren und das Infektionsgeschehen nicht auf ein eingrenzbares, lokales Ereignis zurückzuführen war. Mittlerweile hat sich die Lage allerdings entgegen der Erwartungen wieder beruhigt.

8.38 Uhr: Geplante Weil-Reise nach Portugal sorgt für Verwunderung

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat mit einer geplanten Delegationsreise nach Portugal Verwunderung ausgelöst. Der SPD-Politiker wolle am 17. Oktober von Hannover über Frankfurt nach Lissabon fliegen, eingeladen seien auch Vertreter der im Landtag vertretenen Fraktionen, berichtete der „Weser-Kurier“. Allerdings wurde Portugal in der Pandemie kürzlich als Hochinzidenzgebiet eingestuft.

Irritationen gibt es dem Bericht zufolge auch wegen der kurzen Anschlussflüge von und nach Hannover: Umweltfreundliche Züge seien auf solchen Distanzen eine bessere Alternative, hieß es danach in Abgeordnetenkreisen.

Eine Sprecherin der Staatskanzlei sagte dem Blatt, die Reisepläne seien noch nicht endgültig beschlossen: „Das steht natürlich alles noch unter Vorbehalt der jeweiligen Infektionslage.“

7.55 Uhr: Mehr Gewalt gegen Frauen in Pandemie

Der Corona-Lockdown hat die Gewalt gegen Frauen nach Einschätzung der Caritas im Emsland massiv verschlimmert. Bis zu 30 Prozent mehr Gewaltopfer hätten sich im vergangenen Jahr bei den entsprechenden Beratungsstellen gemeldet, teilte der Verband einem Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ zufolge mit. Homeoffice, Homeschooling, Einkommensverluste und oftmals beengte Wohnverhältnisse hätten die Lage in vielen Familien eskalieren lassen, in Partnerschaften würden Männer gegen Frauen aggressiv.

Monika Olthaus-Göbel von der Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt in Lingen, erklärte, Männer griffen in Wohngemeinschaften auch andere Männer an. Zudem gebe es Übergriffe erwachsener Kinder gegen Eltern oder andere Familienmitglieder. „Manchmal arten schon Kleinigkeiten in Handgreiflichkeiten aus.“

Auch die Diakonie in Niedersachsen warnt vor mehr Gewalt in der Pandemie. Auch beim Schwangeren- und Frauennotruf Mirjam habe man eine Zunahme von Gewalt festgestellt, sagte ein Diakoniesprecher der Zeitung. Besonders Frauen und Familien in beengten Verhältnissen hätten sich in Corona-Zeiten an das Krisentelefon gewandt. Der Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes Niedersachsen, Johannes Schmidt, sagte: „Es ist genau das eingetreten, vor dem wir schon seit einem Jahr warnen - eine strukturell angelegte Kindeswohlgefährdung.“ Während der Pandemie hätten viele freie Träger den Kontakt zu Kindern verloren.

Häusliche Gewalt – das solltest du tun:

  • bei akuter Bedrohung, wähle die 110!
  • zeige die Straftat bei der Polizei an
  • wenn du dich nicht traust, dich bei der Polizei zu melden. vertrau dich jemandem an
  • suche dir Hilfe bei einer Beratungs- oder Interventionsstelle (Hilfetelefon: 08000 116 016)
  • schreibe dir auf, was wann passiert ist
  • gehe zum Arzt, lasse dir mögliche Verletzungen attestieren
  • Frauenhäuser bieten dir ebenfalls Schutz

7.14 Uhr: Niedersachsen prüft Rückgabe ungenutzter Impfdosen

Das niedersächsische Gesundheitsministerium hält die Rückgabe von ungenutztem Impfstoff an den Bund für möglich. Es werde derzeit geprüft, ob und wie viele Dosen zurückgegeben werden könnten, sagte ein Sprecher des Ministeriums der dpa auf Anfrage. Dass es sich dabei vor allem um Dosen des Vakzins von Astrazeneca handle, liege nahe.

In einem der dpa vorliegenden Schreiben hat der Bund den Ländern die Möglichkeit eröffnet, „Impfstoffdosen, die in der nationalen Impfkampagne nicht mehr zum Einsatz kommen und deren Lagerhaltung eine Weitergabe an Drittstaaten im Rahmen von Spenden zulassen“, an das zentrale Lager des Bundes zurückzugeben.

Die Möglichkeit zur Rückgabe gelte zunächst nur für die Mittel von Astrazeneca und Johnson & Johnson und auch nur für solche Impfstoffe, die die zentralen Lager der Länder nicht verlassen haben - also nicht zwischenzeitlich an Impfzentren oder Arztpraxen geliefert wurden, heißt es in dem Schreiben. „Nur so kann die pharmazeutische Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der COVID-19-Impfstoffe unter Einhaltung der erforderlichen Lagerungs- und Transportbedingungen sichergestellt werden.“

Donnerstag, 29. Juli

17.40 Uhr: Betreiber will sich vor Gericht gegen Disco-Schließungen wehren

Ein Club-Betreiber aus Schüttorf (Grafschaft Bentheim) will sich mit einem Eilantrag gegen die erneute coronabedingte Schließung von Diskotheken in Niedersachsen wehren. Beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg strebt der Disco-Chef ein sogenanntes Normenkontrollverfahren an. Es gebe keine Belege dafür, dass Diskotheken generell Pandemietreiber seien, sagte der Schüttorfer Clubbesitzer Holger Bösch dem NDR in Niedersachsen. Auch die Zeitung „Grafschafter Nachrichten“ berichtete über den geplanten Eilantrag.

Wie die niedersächsische Landesregierung am Dienstag mitgeteilt hatte, müssen Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars bereits ab einer örtlichen Sieben-Tage-Inzidenz über 10 schließen. Die geänderte Corona-Verordnung trat bereits am Mittwoch (28. Juli) in Kraft. Sie ist als Übergangsregelung gedacht – bis sich Bund und Länder auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt haben.

Wie Bösch den „Grafschafter Nachrichten“ sagte, hatte seine Diskothek „Index“ an den 15 Öffnungstagen rund 30.000 Besucher. Diese seien sehr verantwortungsvoll gewesen. Der Club-Betreiber lud die niedersächsische Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) ein, sich selbst ein Bild vom Hygienekonzept der Diskothek zu machen.

Zuletzt waren in Hannover mehrere Clubs geschlossen worden, weil sie sich nicht an die Hygiene-Auflagen gehalten hatten. In den vergangenen Wochen waren auch Corona-Ausbrüche in Zusammenhang mit Abi-Partys bekanntgeworden, zum Beispiel in Celle und im Landkreis Lüneburg.

13.47 Uhr: Mehr als Hälfte der Niedersachsen vollständig geimpft

Mehr als die Hälfte der Menschen in Niedersachsen ist nun vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Wie aus den Daten des Robert-Koch-Instituts vom Donnerstag hervorgeht, genießen inzwischen 50,6 Prozent den vollen Impfschutz. 64,2 Prozent haben mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Rund elf Prozent der Bevölkerung sind unter zwölf Jahre alt, für sie steht noch kein Impfstoff zur Verfügung.

Die Impfbereitschaft war zuletzt abgeflacht. Während mittlerweile die große Mehrheit der über 60-Jährigen geimpft sei, müsse die Impfbeteiligung vor allem bei den Menschen mittleren Alters steigen, hieß es in dieser Woche aus dem niedersächsischen Gesundheitsministerium. Mit niedrigschwelligen Impfangeboten und einer Werbekampagne wolle man Unentschlossene von einer Impfung überzeugen.

Im bundesweiten Vergleich liegt Niedersachsen mit seiner Impfquote im Mittelfeld. Spitzenreiter ist Bremen: Hier sind 59,2 Prozent der Menschen vollständig geimpft. 70,3 Prozent haben mindestens eine Erstimpfung erhalten.

10.30 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen steigt weiter

In der Corona-Pandemie ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen am Donnerstag weiter gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag der Wert bei 16,4 – so viele neue Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Am Mittwoch hatte die Inzidenz bei 15,8 gelegen, am Donnerstag vor einer Woche bei 13,9. Landesweit wurden 372 Neuinfektionen registriert, 3 Menschen mit Covid-19 starben. In Bremen lag die Inzidenz bei 20,1. Es wurden 16 Neuinfektionen gemeldet.

Die höchste Inzidenz der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte hat weiterhin der Kreis Lüneburg mit 62,5. Den niedrigsten Wert mit 0,0 meldete die Stadt Emden.

Nach Daten des Divi-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 19 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, 5 von ihnen werden invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag bei 296, davon haben 146 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten. Divi steht für Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

Die Inzidenzen in der Region:

  • Braunschweig: 12,0
  • Gifhorn: 16,4
  • Goslar: 13,9
  • Helmstedt: 6,6
  • Region Hannover: 29,8
  • Peine: 11,9
  • Salzgitter: 39,3
  • Wolfenbüttel: 7,5
  • Wolfsburg: 57,1

8.43 Uhr: Inzidenz in Wolfsburg steigt weiter

Der Inzidenzwert in Wolfsburg liegt am Donnerstag bei 57,1. Die Stadt bereitet sich laut „WAZ“ auf eine Rückkehr zu strengeren Regeln vor. Am Samstag wird Wolfsburg wahrscheinlich zu Stufe 2 zurückkkehren. Einige Lockerungen sollen aber beibehalten werden.

„Aufgrund des schnellen Anstiegs bei den Neuinfektionen in den letzten beiden Tagen muss die Stadt entsprechend des Stufenplans des Landes handeln“, so Stadtsprecherin Elke Wichmann. Der Wert liegt den dritten Tag in Folge über 35.

Die Verwaltung geht davon aus, dass es so kommt: „Eine neue Allgemeinverfügung wird entsprechend vorbereitet und in Kürze veröffentlicht“, so Wichmann. Man könne auf die Rückkehr in Stufe 2 verzichten, wenn es einzelne Hotspots gäbe, wo nur dort das Infektionsgeschehen hoch ist. Doch das ist aktuell nicht der Fall.

Auch Salzgitter liegt mit 39,3 über der Marke und könnte bald wieder hochgestuft werden.

Mittwoch, 28. Juli

16.21 Uhr: Althusmann will weiteren Lockdown verhindern

Niedersachsens CDU-Landeschef und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann hat sich trotz steigender Infektionszahlen gegen einen weiteren Lockdown im Herbst ausgesprochen.

Im Sommer-Interview des NDR in Niedersachsen sagte Althusmann: „Das Impfgeschehen schreitet voran. Ich halte eine Vision für die nächsten Wochen für falsch, die da sagt: Sofort müssen wir wieder in den bisherigen Zustand des Lockdowns.“ Althusmann weiter: „Wir müssen die Schulen offen halten, wir müssen die Kindertagesstätten offen halten, wir müssen dafür sorgen, dass die Wirtschaft läuft.“ Althusmann hält es für möglich, einen Lockdown zu vermeiden, „weil wir sämtliche Schutzmaßnahmen ergriffen haben.“

Der CDU-Landesvorsitzende verwies darauf, dass „die vierte Welle als eine Bedrohung für die Wirtschaft“ empfunden werde. Althusmann weiter: Deutschland müsse den Weg zurück in die Normalität finden. „Dazu gehört: Impfen, Testen, Abstand halten.“ Eine Impfpflicht lehnte der CDU-Politiker im NDR-Sommerinterview erneut ab.

11.04 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz steigt wieder

In der Corona-Pandemie ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen leicht gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag der Wert bei 15,8. Gestern hatte die Inzidenz bei 15,5 gelegen, vor einer Woche bei 12,7. Landesweit wurden 276 Neuinfektionen registriert, ein Mensch mit Covid-19 starb.

Die mit Abstand höchste Inzidenz im Vergleich der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte hat weiterhin der Kreis Lüneburg mit 73,9. Den niedrigsten Wert mit 0,6 meldete der Landkreis Rotenburg (Wümme).

Die Inzidenzen in der Region:

  • Braunschweig: 13,2
  • Gifhorn: 16,4
  • Goslar: 16,1
  • Helmstedt: 6,6
  • Region Hannover: 29,2
  • Peine: 11,9
  • Salzgitter: 29,7
  • Wolfenbüttel: 7,5
  • Wolfsburg: 37,8

Nach Daten des Divi-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 25 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, 7 von ihnen werden invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag bei 281, davon haben 150 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten.

9.12 Uhr: Vorsichtiger Optimismus in Hannover

Angesichts einer langsam sinkenden Corona-Inzidenz in der Region Hannover hat sich Gesundheitsdezernentin Cora Hermenau vorsichtig optimistisch geäußert. „Ich denke, dass wir die Lage derzeit im Griff haben“, sagte Hermenau der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Mittwoch). „Wir haben jetzt erst einmal einen leichten Rückgang erreicht. Das bestärkt uns in unserer Arbeit.“

Sie betonte, einige Diskotheken hätten am Wochenende geschlossen, daher bestehe an der Stelle kein größeres Ansteckungsrisiko mehr. „Es sieht so aus, als wenn sich die Lage erst einmal stabilisiert hat - ganz genau weiß man das aber natürlich nie“, sagte sie.

Hermenau betonte, es gehe weiterhin um Infektionsschutz und darum, „Infektionen möglichst erst gar nicht zuzulassen“. Positiv sei auch, dass immer mehr Eltern ihre Kinder impfen ließen. „Für die Zeit nach den Sommerferien wage ich eine Prognose: Wir werden dann - mit dem heutigen Wissen - Präsenzunterricht an den Schulen haben.

7.30 Uhr: Niedersachsen plant Auffrischungsimpfungen für Senioren ab Herbst

Niedersachsen bereitet sich auf eine dritte Corona-Impfung für ältere Menschen ab Herbst vor. Senioren in Alten- und Pflegeeinrichtungen die zu Jahresbeginn oder im Frühjahr ihre Impfung erhalten hätten, sollten nach Ende des Sommers eine dritte Impfung bekommen, sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens nach einem Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Die Länder planten für Oktober entsprechende Auffrischungsimpfungen, erklärte die SPD-Politikerin.

In Niedersachsen haben nach Angaben des Gesundheitsministeriums knapp 64 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. 49,1 Prozent sind demnach vollständig gegen das Virus geimpft. Rund 11 Prozent der Bevölkerung sind unter 12 Jahre alt, für sie steht noch kein Impfstoff zur Verfügung.

„Im September machen die Impfzentren dicht, und die mobilen Impfteams werden im Oktober in die Alten- und Pflegeheime gehen“, sagte Behrens. Voraussetzung sei, dass es bis dahin einen zugelassenen Impfstoff für die Auffrischungsdosis gebe. Behrens rechnet damit, dass der Schutz ähnlich einer Grippeimpfung jährlich erneuert werden muss.

(red/dpa)