Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Land will Impfquote steigern – und nimmt dafür Millionen in die Hand

Corona-Varianten: Wie entstehen Mutationen und was macht sie gefährlich?

Ministerpräsident Weil will die Konferenz mit Bund und Ländern vorziehen. (Archivbild)

Was sind eigentlich Corona-Varianten und warum werden sie mit griechischen Buchstaben bezeichnet.

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Hannover. In Niedersachsen macht die Delta-Variante Sorgen, die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an.

Die aktuelle Corona-Entwicklung in Niedersachen und speziell in der Region38 kannst du hier nachlesen.

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Corona in Niedersachsen: Alle News im Überblick

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Dienstag, 27. Juli

15.57 Uhr: Niedersachsen will Unentschlosse zum Impfen bewegen

Mit einer breit angelegten Werbe- und Informationskampagne zur Corona-Impfung will Niedersachsen Unentschlossene zum Impfen bewegen. Dafür nimmt das Land nach Angaben des Gesundheitsministeriums etwa 3,6 Millionen Euro in die Hand. Über Social Media, Plakate, Flyer, einer Website und mithilfe eines Kampagnen-Teams soll ab August in neun Sprachen für die Impfung gegen das Coronavirus geworben werden.

„Die Impfquote ist zum jetzigen Moment in Ordnung, aber nicht, um gut durch den Winter zu kommen“, sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) am Dienstag in Hannover. Während mittlerweile die große Mehrheit der besonders gefährdeten über 60-Jährigen geimpft sei (77,9 Prozent), müsse die Impfbeteiligung vor allem bei den Menschen mittleren Alters (48 Prozent) zunehmen. Besonders diese Gruppe und Jüngere wolle man mit der Kampagne erreichen.

„Wir brauchen noch zehn Prozentpunkte (...), um insgesamt in eine Situation zu kommen, dass wir mit gutem Gewissen in den Herbst gehen können“, sagte Behrens. In Niedersachsen haben nach Angaben des Gesundheitsministeriums bisher knapp 64 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten; 49,1 Prozent sind demnach vollständig gegen das Virus geimpft. Rund 11 Prozent der Bevölkerung sind unter 12 Jahre alt, für sie steht noch kein Impfstoff zur Verfügung.

14.19 Uhr: Niedersachsen schließt Diskotheken und Clubs

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen müssen die Diskotheken, Clubs und Shisha-Lokale in Niedersachsen künftig bereits ab einer örtlichen Sieben-Tage-Inzidenz über 10 schließen. Wie die Landesregierung in Hannover mitteilt, tritt eine entsprechende Anpassung der Corona-Verordnung bereits am Mittwoch in Kraft.

Für Inzidenzen unter 10 gilt in Diskotheken, Clubs und Shisha-Lokalen die Maskenpflicht künftig auch beim Tanzen, zudem müssen Betreiber ein Hygienekonzept vorlegen und die Besucherzahl auf 50 Prozent der Kapazität begrenzen.

Die Anpassung sieht auch vor, dass die Landkreise und kreisfreien Städte mehr Handlungsspielraum bei der Ausgestaltung der Corona-Regeln bekommen. Sie können in Zukunft per Allgemeinverfügung einzelne Bereiche - etwa Beherbergung, Gastronomie (außer Discos, Clubs und Shisha-Lokale), Einzelhandel, körpernahe Dienstleistung und Sport - von Verschärfungen ausnehmen, wenn die nachweislich nicht zu einem Anstieg des Infektionsgeschehens beigetragen haben.

8.52 Uhr: Grüne kritisieren Corona-Kurs der Landesregierung

Dass Landkreise und kreisfreie Städte mehr Handlungsspielraum bei den Corona-Regeln bekommen sollen, stößt bei den Grünen in Niedersachsen auf Kritik. „Ein einheitliches Vorgehen mit einheitlichen Kriterien für Niedersachsen ist wichtig“, sagte die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Julia Willie Hamburg, in einem Interview „Neuen Presse“. „Die Verantwortung schon wieder auf die Kommunen abzuwälzen, ist dagegen falsch“, so Hamburg.

Die Landesregierung will die Corona-Verordnung in dieser Woche anpassen. Der Änderungsentwurf sieht unter anderem vor, dass die Landkreise und kreisfreien Städte mehr Handlungsspielraum erhalten. Sie sollen per Allgemeinverfügung einzelne Bereiche von Verschärfungen ausnehmen können, wenn diese nachweislich nicht zum Anstieg des Infektionsgeschehens beigetragen haben.

7.42 Uhr: Inzidenz sinkt leicht

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Fällen in Niedersachsen ist im Vergleich zu gestern leicht gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag der Wert bei 15,5 – so viele Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Gestern hatte die Inzidenz bei 15,9 gelegen. Am Wochenende kommt es mitunter zu Meldeverzögerungen. Landesweit wurden heute im Vergleich zu gestern 101 neue Infektionen registriert. Vier Menschen mit Covid-19 starben.

Die mit Abstand höchste Inzidenz im Vergleich der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte hat weiterhin der Kreis Lüneburg mit 59,7. Wolfsburg liegt wieder über der 35er-Marke. Einen Wert von 0 erreicht anders als gestern kein Landkreis und auch keine kreisfreie Stadt.

Die Inzidenzen in der Region:

  • Braunschweig: 13,4
  • Gifhorn: 15,3
  • Goslar: 17,6
  • Helmstedt: 6,6
  • Region Hannover: 32,5
  • Peine: 13,4
  • Salzgitter: 27,8
  • Wolfenbüttel: 7,5
  • Wolfsburg: 36,2

Nach Daten des DIVI-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 26 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, acht von ihnen werden invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag bei 301, davon haben 140 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten.

6.45 Uhr: Neue Form des Impfens im Landkreis Helmstedt

Das Impfzentrum Helmstedt will noch mehr Leute zum Impfen bewegen. 60 Prozent aller Helmstedter haben bereits einen Piks bekommen – aber es sollen noch mehr werden. Gerade die Delta-Variante bereitet dem Landkreis Sorge.

Um auch der restlichen Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, sich impfen zu lassen, kommt das Impfzentrum mit mobilen Teams in die Städte und Gemeinden.

Am Donnerstag, 29. Juli, startet das mobile Team auf den Parkplätzen des Marktkaufs in Schöningen und des Edeka-Marktes in Velpke.

Alle noch nicht geimpften menschen, die mindestens 18 Jahre alt sind, können sich zwischen 11 Uhr bis 16 Uhr impfen lassen. Das Mitbringen des Impfausweises wird empfohlen, dieser kann bei Bedarf aber auch vor Ort neu ausgestellt werden.

Das Impfen erfolgt mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson. Daher reicht eine einzige Impfung, eine Zweitimpfung ist nicht erforderlich! Weitere Einsatzorte folgen und sollen rechtzeitig bekanntgegeben werden.

Montag, 26. Juli

16.06 Uhr: Peine impft ohne Termin

In Peine kannst du dich am Mittwoch, 28. Juli, und Donnerstag, 29. Juli, von 18 bis 21.30 Uhr im Impfzentrum der Woltorfer Straße 77a mit Biontech impfen lassen – ohne vorherige Anmeldung.

Solltest du den Termin wahrnehmen, bekommst du nach Angaben der Stadt drei Wochen später am Mittwoch, 18. August, und Donnerstag, 19. August, deine zweite Impfung. Zum „After Work Impfen“ musst du nur deinen Personalausweis und deinen Impfpass mitbringen.

Generell ist es sonst möglich, dass du dich montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr ohne Termin im Impfzentrum impfen lassen kannst.

Peines Bürgermeister Klaus Saemann appelliert an alle, die noch nicht geimpft sind: „Nur wenn jede Peinerin und jeder Peiner dieser Empfehlung folgt und somit Verantwortung für sich selbst, seine Familie, seine Freunde, seine Nachbarn und die ganze Stadtgesellschaft übernimmt, erreichen wir schnellstmöglich Herdenimmunität und können damit auf ein Ende der Pandemie hoffen“.

11.48 Uhr: Niedersachsen fehlen 43 Tage im Job

Die psychische Belastung vieler berufstätiger Menschen in Niedersachsen in der Corona-Pandemie ist im ersten Halbjahr 2021 hoch geblieben. Im Durchschnitt seien die Arbeitnehmer zwischen Nordsee und Harz in den ersten sechs Monaten 43 Tage wegen Depressionen, Angststörungen oder Burnout krankgeschrieben gewesen, teilte die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) unter Berufung auf Versichertendaten mit. Das seien 0,1 Tage mehr als im Corona-Jahr 2020 und 4,7 Tage mehr als 2019 - also vor der Pandemie.

Bundesweit fehlten Arbeitnehmer im laufenden Jahr im Schnitt 42,5 Tage wegen psychischer Diagnosen. Die längsten Fehlzeiten stellte die Krankenkasse mit 54 Tagen im Saarland fest, die kürzesten in Sachsen (35 Tage). Besonders oft wurden in Niedersachsen depressive Episoden mit rund 16.000 attestierten Fehltagen diagnostiziert, depressive Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen summierten sich auf rund 13.000 Fehltage.

11.40 Uhr: Städte- und Gemeindebund: „Brauchen flexibleres Verfahren“

Der niedersächsische Städte- und Gemeindebund (NSGB) hat die in dieser Woche geplante Anpassung der Corona-Verordnung im Grundsatz begrüßt. „Wir müssen den Instrumentenkasten möglichst weit und flexibel halten“, sagte NSGB-Sprecher Thorsten Bullerdiek der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Hannover. Der Änderungsentwurf zur Corona-Verordnung befinde sich bei dem kommunalen Spitzenverband aber noch in der Endabstimmung.

Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass die Landkreise und kreisfreien Städte mehr Handlungsspielraum erhalten. Sie sollen per Allgemeinverfügung einzelne Bereiche von Verschärfungen ausnehmen können, wenn diese nachweislich nicht zum Anstieg des Infektionsgeschehens beigetragen haben. Durch die laufende Verbandsbeteiligung kann sich der Entwurf nochmals ändern.

Gleichzeitig ist geplant, die Regelungen in denjenigen Bereichen zu verschärfen, die laut Staatskanzlei „zuletzt nachweislich erheblich zur Zunahme der Infektionen beigetragen haben“. Vorgesehen ist darin beispielsweise, Diskotheken, Clubs, Bars und Shisha-Lokale bei einer Inzidenz über 10 zu schließen.

Das dynamische Infektionsgeschehen zeige das „unverantwortliche Verhalten vieler Menschen“, sagte Bullerdiek mit Blick auf Berichte über Corona-Ausbrüche in Diskotheken. Hier sollten konsequent Bußgelder verhängt werden. „Wir werden sehen, dass wir ein flexibleres Verfahren bekommen. Das brauchen wir“, sagte Bullerdiek.

Die niedersächsische Staatskanzlei sieht in der Anpassung der Verordnung eine „notwendige Übergangsregelung“, bis sich Bund und Länder unter anderem über neue Maßstäbe zur Bewertung der Corona-Lage jenseits der Sieben-Tage-Inzidenz geeinigt haben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte in Aussicht gestellt, die nächste, eigentlich erst für Ende August vorgesehene Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Pandemie vorzuziehen.

8.47 Uhr: Inzidenz leicht gestiegen – Kreis Lüneburg bei 63

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Fällen in Niedersachsen ist auf 15,9 gestiegen. So viele Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Am Wochenende lag der Wert bei 15,8.

Die mit Abstand höchste Inzidenz im Vergleich der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte hat der Kreis Lüneburg mit 63,0. Einen Wert von 0 haben die Kreise Lüchow-Dannenberg und Wesermarsch. Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen stieg im Vergleich zu Sonntag um 57. Am Wochenende gibt es mitunter Meldeverzögerungen.

Die Inzidenzen in der Region:

  • Braunschweig: 13,6
  • Gifhorn: 15,9
  • Goslar: 18,3
  • Helmstedt: 7,7
  • Region Hannover: 35,4
  • Peine: 11,1
  • Salzgitter: 27,8
  • Wolfenbüttel: 7,5
  • Wolfsburg: 33,8

Nach Daten des DIVI-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 24 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, acht von ihnen werden invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag am Morgen bei 348, davon haben 149 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten.

8.38 Uhr: Polizei macht zwei Clubs in Hannover dicht

Die Polizei hat in Hannover zwei Clubs geschlossen. In den bereits zuvor negativ aufgefallenen Discos am Steintor wurden die Corona-Regeln missachtet, berichten mehrere Medien. So hätten die Gäste weder Abstände eingehalten noch Masken getragen. Und: Auch Kontaktdaten seien kaum dokumentiert worden. Nach Angaben der Polizei müssen die Clubs jetzt ein neues Hygienekonzept vorlegen, bevor sie wieder öffnen dürfen.

Sonntag, 25. Juli

13.50 Uhr: Weil: „Normalität, wenn sehr große Mehrheit geimpft“

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sieht in der Corona-Pandemie das Impfen gegen das Virus als zentralen Schlüssel für eine Rückkehr zur Normalität. „Ein Leben in Normalität wird sich dann ergeben, wenn eine sehr große Mehrheit in der Gesellschaft vollständig geimpft ist“, sagte Weil in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur.

Die verfügbaren Impfstoffe schlügen auf die bisher bekannten Mutationen gut an. „Ich verstehe nicht, dass gerade jetzt, in dem Moment, wo wir genug Impfstoff haben, die Bereitschaft in der Bevölkerung deutlich an Schwung verliert“, sagte Weil. „Wenn man bedenkt, dass zum Beispiel für die Kinder derzeit noch kein Impfstoff zugelassen ist, dann müssen sich vom Rest der Gesellschaft weitaus mehr Menschen als die 80 Prozent impfen lassen.“

Auf dieser Grundlage könnte dem Regierungschef zufolge die Gesellschaft mit Corona zu einem ähnlichen Umgang wie mit dem Influenza-Virus gelangen. Auch dieses habe man nicht ausrotten können und man werde im Zweifel auch Corona nicht ausrotten können. „Aber mit einem wirksamen Impfschutz in unserer Gesellschaft können wir damit leben“, sagte Weil.

Samstag, 24. Juli

13.36 Uhr: Corona-Inzidenz steigt weiter - Kreis Lüneburg bei 51

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Coronafällen in Niedersachsen ist weiter gestiegen. Am Samstag meldete das Robert Koch-Institut einen Wert von 15,8 - so viele Corona-Infektionen pro 100 000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Am Freitag hatte die Inzidenz bei 14,9 gelegen. Spitzenreiter im Vergleich der Landkreise und kreisfreien Städte war der Kreis Lüneburg mit einem Inzidenzwert von 51,0. Die niedrigsten Werte wurden im Landkreis Lüchow-Dannenberg (0) und im Kreis Friesland (1,0) gemeldet. Landesweit wurden im Vergleich zu Freitag 231 neue Corona-Fälle registriert.

Nach Daten des DIVI-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 26 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, sieben von ihnen werden invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag am Samstagmorgen bei 288, davon haben 139 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten.

09.35 Uhr: Langeoog startet in Tourismus-Hochsaison - Kaum Sorge vor Infektionen

Trotz langsam steigender Corona-Infektionszahlen in Niedersachsen läuft das Tourismusgeschäft auf den Ostfriesischen Inseln mit dem Start der Sommerferien an diesem Wochenende zur Hochsaison an. Die Freude bei den Insulanern, die mehrheitlich vom Tourismus leben, sei unheimlich groß, Gäste begrüßen zu können, sagte Langeoogs Inselbürgermeisterin Heike Horn (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. „Das überwiegt eindeutig. Die Sorge vor Infektionen ist momentan gering.“

Auf Langeoog gibt es zurzeit keine Corona-Infektionsfälle. Im zugehörigen Landkreis Wittmund lag die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, am Freitag bei 19,3.

Mit Beginn der Sommerferien in Niedersachsen ist Langeoog von diesem Wochenende an ausgebucht. Auch der Herbst stimmt die Touristiker optimistisch. Für die Insel seien bislang mehr Buchungen, teils sogar bis in den November, eingegangen als üblich, sagte Horn.

06.01 Uhr: Weil: „Normalität, wenn sehr große Mehrheit geimpft“

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sieht in der Corona-Pandemie das Impfen gegen das Virus als zentralen Schlüssel für eine Rückkehr zur Normalität. „Ein Leben in Normalität wird sich dann ergeben, wenn eine sehr große Mehrheit in der Gesellschaft vollständig geimpft ist“, sagte Weil der Deutschen Presse-Agentur. Die verfügbaren Impfstoffe schlügen auf die bisher bekannten Mutationen gut an. „Ich verstehe nicht, dass gerade jetzt, in dem Moment, wo wir genug Impfstoff haben, die Bereitschaft in der Bevölkerung deutlich an Schwung verliert“, sagte Weil. „Wenn man bedenkt, dass zum Beispiel für die Kinder derzeit noch kein Impfstoff zugelassen ist, dann müssen sich vom Rest der Gesellschaft weitaus mehr Menschen als die 80 Prozent impfen lassen.“

Auf dieser Grundlage könnte dem Regierungschef zufolge die Gesellschaft mit Corona zu einem ähnlichen Umgang wie mit dem Influenza-Virus gelangen. Auch dieses habe man nicht ausrotten können und man werde im Zweifel auch Corona nicht ausrotten können. „Aber mit einem wirksamen Impfschutz in unserer Gesellschaft können wir damit leben“, sagte Weil.

(red/dpa)