Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Unruhen an Schulen – „Es geht um Einzelfälle, aber jeder ist einer zu viel“

Corona-Varianten: Wie entstehen Mutationen und was macht sie gefährlich?

Ministerpräsident Weil will die Konferenz mit Bund und Ländern vorziehen. (Archivbild)

Was sind eigentlich Corona-Varianten und warum werden sie mit griechischen Buchstaben bezeichnet.

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Hannover. Das Corona-Virus ist auch in Niedersachsen weiter aktiv. Doch zuletzt hatten wir die Pandemie im Griff. Einige Corona-Regeln konnten in Niedersachsen sogar gelockert werden.

Die aktuelle Corona-Entwicklung in Niedersachen und speziell in der Region38 kannst du hier nachlesen.

Corona in Niedersachsen: Hier alle News im Überblick

Alle aktuellen Entwicklungen findest du HIER in unserem neuen Corona-Newsblog!

Dienstag, 5. Oktober

7.54 Uhr: Die aktuelle Corona-Lage in Niedersachsen

Niedersachsen meldet 341 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 45,6. Die Impfquote liegt bei 70,9 Prozent, die mindestens ihre Erstimpfung erhalten haben.

Die Inzidenzen in der Region:

  • Braunschweig: 21,7
  • Gifhorn: 45,1
  • Goslar: 26,7
  • Helmstedt: 48,1
  • Region Hannover: 65,8
  • Peine: 22,8
  • Salzgitter: 68,4
  • Wolfenbüttel: 25,1
  • Wolfsburg: 27,5

Montag, 4. Oktober

16.35 Uhr: Studie zu Long-Covid bei Kindern

In Niedersachsen soll in einer interdisziplinären Studie das neue Krankheitsbild Long Covid bei Kindern und Jugendlichen untersucht werden. In der Regel hätten coronainfizierte Kinder zwar relativ harmlose Verläufe, sagte der Kinderarzt Thomas Buck am Montag in Hannover. Studien zufolge müssten allerdings zwei bis vier Prozent der jungen Covid-19-Patienten mit Langzeitfolgen rechnen. Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) sagte, dass die Studie mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und ihr verbundenen Einrichtungen geplant sei. Mit im Boot sei auch das niedersächsische Sozialministerium.

Von Long Covid spricht man, wenn nach einer überstandenen Coronainfektion Symptome länger als vier Wochen bestehen bleiben oder neue hinzukommen. Das postvirale Fatigue-Syndrom - eine lähmende Müdigkeit und fehlende Belastbarkeit - gehört zu den häufigsten Folgen. Es gibt Dutzende Langzeit-Beschwerden, die etwa Atmung, Psyche, Konzentrationsfähigkeit oder Gedächtnis betreffen.

Nach den Plänen sollen die Kinderarztpraxen im Land die ersten Anlaufstellen sein. Eingebunden werden müssten aber auch Fachärzte und vor allem Kinder- und Jugendpsychiater, sagte Buck. Gemeinsam mit Sportmedizinern sollen spezielle Trainingsprogramme für Kinder mit Long Covid entwickelt werden. In Niedersachsen leben knapp 1,4 Millionen unter 18-Jährige.

6.16 Uhr: Die aktuelle Corona-Lage in Niedersachsen

Niedersachsen meldet 166 neue Corona-Fälle im Vergleich zum Vortag. Die Inzidenz liegt bei 46,1.

Die Inzidenzen in der Region:

  • Braunschweig: 20,9
  • Gifhorn: 48
  • Goslar: 29,7
  • Helmstedt: 41,5
  • Region Hannover: 67,4
  • Peine: 23,6
  • Salzgitter: 63,5
  • Wolfenbüttel: 22,6
  • Wolfsburg: 29,1

Sonntag, 3. Oktober

11.35 Uhr: Zahl der Covid19-Patienten in KLiniken sinkt leicht

Die Zahl der Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in niedersächsischen Krankenhäusern ist weiter leicht gesunken. Der sogenannte Hospitalisierungswert lag am Sonntag bei 2,0 - nach 2,1 am Samstag, wie das Land auf seiner Corona-Internetseite mitteilte. So viele Menschen pro 100.000 Einwohner kamen in den jeweils zurückliegenden sieben Tagen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung in eine Klinik. Die Zahl gilt als neuer Leitindikator, also als wichtigster Faktor zur Bewertung der Corona-Situation in Niedersachsen.

Das Infektionsgeschehen schwächte sich ebenfalls im Vergleich zum Vortag ab: Für Sonntag gab das Robert Koch-Institut (RKI) eine Sieben-Tage-Inzidenz von 45,4 für Niedersachsen an. Am Samstag waren es noch 47,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gewesen. Auf den Intensivstationen waren 4,0 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt, 0,2 Prozentpunkte weniger als einen Tag zuvor.

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens einer der beiden anderen Indikatoren (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. Die Warnstufen werden teils vom Land und teils von den Landkreisen beziehungsweise kreisfreien Städten ausgerufen. Voraussetzung ist, dass die entsprechenden Schwellenwerte fünf Tage hintereinander überschritten wurden.

Freitag, 1. Oktober

19.58 Uhr: Landesregierung will Weihnachtsmärkte erlauben – es gibt aber Einschränkungen

Ob Alkohol ausgeschenkt werden kann, ist noch nicht klar. Es sieht aber ganz so aus, als ob in Niedersachsen in diesem Jahr Weihnachtsmärkte stattfinden können. Eine entsprechende Änderung der Corona-Verordnung wird von der Landesregierung gerade entworfen. Mitte kommender Woche soll sie kommen. Das sagte eine Regierungssprecherin am Freitag in Hannover.

Man werde mit Schaustellern und Kommunen schauen, wie man diese Märkte umsetzen könne. Viele Fragen sind allerdings noch offen.

Essen und Trinken soll auf Herbst- und Weihnachtsmärkten nicht in vollständig geschlossenen Räumen oder in Buden möglich sein, wie aus einem Verordnungsentwurf hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur in Hannover vorliegt. Zwischen zwei Ständen sollen mindestens fünf Meter Abstand sein. Dem Entwurf zufolge sollen diese Regelungen kommende Woche Mittwoch in Kraft treten.

Zudem sollen Betreiberinnen und Betreiber Maßnahmen ergreifen, wie der Besucherverkehr geregelt werden kann, etwa durch die sogenannte Einbahnstraßenregelung. Ob auch Alkohol, etwa der beliebte Glühwein, ausgeschenkt werden darf, ist dem Entwurf zunächst nicht zu entnehmen.

„Ein Weihnachtsmarkt ohne Glühwein ist kein Weihnachtsmarkt“, sagte Fred Hanstein, Präsident des Landesverbandes der Markt- und Schaustellerbetriebe der dpa. Er sei jedoch erleichtert, dass die Weihnachtsmärkte stattfinden sollen. Es müssten nun schnell Entscheidungen getroffen werden, damit geplant werden könne.

9.05 Uhr: Ärztin fordert 3G-Regel flächendeckend in Deutschland

Deutsche Amtsärzte fordern in der Corona-Krise eine Ausweitung der 3G-Regel für Berufe mit Kundenkontakten. Notwendig sei „3G flächendeckend für alle Bereiche mit Kundenkontakt, auch für die Arbeitswelt - entweder als Auskunftspflicht für Beschäftigte oder als Informationsrecht für Arbeitgeber“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag).

Der Infektionsschutz im Lebensmittelrecht sehe vor, dass Beschäftigte etwa mit Durchfallerkrankungen oder Hepatitis beispielsweise nicht an der Wursttheke arbeiten dürften und eine Infektion dem Arbeitgeber gemeldet werden müsse. Bei Corona gebe es solche Regeln nicht, „das ist höchst widersprüchlich. Hier muss nachgebessert werden“, forderte Teichert.

Es helfe wenig, wenn beispielsweise Restaurantgäste eine Impfung, Genesung oder einen negativen Test nachweisen müssten, „aber der Arbeitgeber sein Gaststättenpersonal nicht danach fragen darf“, führte die Verbandchefin aus. Das könne dazu führen, „dass infizierte Servicekräfte von Gast zu Gast gehen und den Erreger weitertragen“.

Teichert forderte zudem eine Beibehaltung der Corona-Hygieneregeln in den kommenden Monaten. Man dürfe diese Regeln „jetzt nicht vorschnell aufgeben“, sondern müsse weiterhin Maske tragen und Abstand halten, sagte die Ärztin mit Blick auf das wachsende Ansteckungsrisiko in der kälteren Jahreszeit.

Donnerstag, 29. September

15.48 Uhr: Braunschweiger Top-Virologin mit knallharter Prognose

Die Braunschweiger Top-Virologin Melanie Brinkmann berät seit Anbeginn der Pandemie die Bundesregierung – und sie ist dafür bekannt, nicht um den heißen Brei herumzureden. Das hat sie in einem „Spiegel“-Interview deutlich gemacht, als es um die Prognosen für den Herbst ging.

Sie spricht sich deutlich fürs Impfen aus, betont, dass das der einzige Weg sei, irgendwann wieder entspannter mit dem Coronavirus zu leben. Mit 64 Prozent ist die Impfquote in den Augen der Virologin noch zu gering. „Wenn es schlecht läuft, wird es im Winter noch mal richtig unangenehm“, sagt sie dem „Spiegel“. Sie rechnet mit Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen. „Aber ich habe das Gefühl, dass das vielen Ungeimpften noch nicht klar ist: Es gibt für sie nur zwei Optionen, Infektion oder Impfung. Eine dritte Option gibt es nicht – das Virus kriegt jeden.“

6.35 Uhr: Impfenzentren schließen – Expertin stellt dringende Forderung

Angesichts der bevorstehenden Schließung der meisten Corona-Impfzentren fordert der Sozialverband VdK mehr niedrigschwellige Impfangebote, um sozial Benachteiligte zu erreichen. „Keine Impfzentren mehr bedeutet weniger Impfangebote“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (Donnerstag). Umso wichtiger seien daher Alternativen: Wenn die Menschen nicht zur Impfung kämen, müsse die Impfung zu den Menschen kommen.

„Wir brauchen darum weiterhin und noch verstärkt mobile Impfangebote gerade auch für sozial Benachteiligte und Obdachlose überall dort, wo sie sich im Alltag aufhalten: in der Fußgängerzone, auf dem Supermarktparkplatz, am Sportplatz, vor dem Jobcenter“, sagte Bentele.

Laut einem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz von Ende Juni soll der Betrieb der Impfzentren nach dem 30. September je nach Bedarf zurückgefahren werden. Falls nötig, sollen die Zentren aber schnell wieder aktiviert werden können. Mehrere Bundesländer schließen die Einrichtungen vorerst und setzen künftig auf Hausarztpraxen sowie mobile Impfteams, andere betreiben einzelne Zentren mit verringerter Kapazität weiter.

Dienstag, 28. September

15.32 Uhr: 3G entfällt in Braunschweig: Das bedeutet es für dich

Nachdem am Morgen bekannt wurde, dass die 3G-Regel in Braunschweig am Donnerstag fällt, hat die Stadt jetzt die neuen Regeln konkretisiert:

  • Ab Donnerstag gilt 3G nicht mehr für den Besuch von Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben und die Teilnahme an Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 25 bis zu 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern (betrifft auch Kinos, Theater, Museen etc.)
  • Auch für körpernahe Dienstleistungen und die Nutzung von Sportanlagen in geschlossenen Räumen entfällt die 3G-Regel
  • Masken- und Dokumentationspflicht gelten dort allerdings weiterhin, die Stadt bittet die Betreiber deren Einhaltung zu kontrollieren
  • Masken- und Abstandspflicht in Innenräumen können nur entfallen, wenn sich Betreiberin oder Betreiber bzw. Veranstalterin oder Veranstalter dafür entscheiden, den Zutritt auf Geimpfte und Genesene zu beschränken (2G)
  • Unabhängig von der Inzidenz gilt die 3G-Regel weiterhin in Heimen und Einrichtungen für ältere und pflegebedürftige Menschen sowie für Menschen mit Behinderungen, bei Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen und in Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars.

Eine Warnstufe in Abhängigkeit von den landesweiten Parametern Hospitalisierung und Intensivbettenbelegung von Covid-19-Patienten galt in Braunschweig nur kurzzeitig. Diese wurde mit Veröffentlichung der neuen Niedersächsischen Corona-Verordnung am 22. September aufgehoben.

11.19 Uhr: 3G-Regel in Braunschweig fällt

In Braunschweig liegt der Inzidenzwert den fünften Tag in Folge unter 50. Auch ist der Schwellenwert der Belegung der Intensivbetten nicht überschritten. Dieser liegt bei fünf Prozent. Somit wird die Löwenstadt die Warnstufe 1 am Mittwoch verlassen. Das heißt: Die 3G-Regel entfällt. Die Stadt will dazu morgen eine neue Allgemeinverfügung veröffentlichen.

10.20 Uhr: Die aktuellen Werte aus Niedersachsen

Das Robert-Koch-Institut meldet für Niedersachsen 219 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 45,2. Die Impfquote liegt bei 70,5 Prozent, die mindestens ihre Erstimpfung erhalten haben.

Die Inzidenzen in der Region:

  • Braunschweig: 31,0
  • Gifhorn: 59,8
  • Goslar: 25,2
  • Helmstedt: 35,0
  • Region Hannover: 75,2
  • Peine: 42,0
  • Salzgitter: 65,5
  • Wolfenbüttel: 25,1
  • Wolfsburg: 44,4

Montag, 27. September

11.27 Uhr: 2G-Regel jetzt auch im Wolfsburger Theater

Das Scharoun Theater Wolfsburg hat entschieden: Ungeimpfte müssen künftig draußen bleiben. Die neue Spielzeit findet ab Oktober nur noch unter der 2G-Regel statt. Heißt: Nur gegen Covid-19 Geimpfte oder bereits Genesene kommen noch rein.

Die Niedersächsische Landesregierung schaffe mit ihrer Verordnung die klare rechtliche Grundlage für diese vorbeugende Maßnahme der 2G-Regel, heißt es aus Wolfsburg. Diese Vorgabe ermögliche vor allem auch in den Herbst- und Wintermonaten einen verlässlichen und planbaren kontinuierlichen Theaterbetrieb. „Mit der 2G-Regel können wir die Zahl der Besucherinnen und Besucher behutsam erhöhen und damit die Auslastung des Theaters schrittweise steigern”, sagt der Aufsichtsratvorsitzende Thomas Steg.

Vor allem aber erlaube die 2G-Regel im Theater größere Freiheiten, weil bestimmte Auflagen zum Tragen von Gesichtsmasken und zu Mindestabständen entfallen. „Der künftige Theaterbetrieb nach der 2G-Regel verspricht für die Besucherinnen und Besucher nicht nur mehr Schutz und Sicherheit, sondern wieder ein uneingeschränktes Theatererlebnis“, so Steg weiter.

„Die Sicherheit unseres Publikums steht für mich ganz klar im Vordergrund“, ergänzt Intendant Dirk Lattemann. „Aus diesem Grund haben wir für uns zum Saisonstart eine Obergrenze bei der Zuschauerkapazität von maximal 50 Prozent gesetzt und geben unserem Publikum somit die Chance, sich an die ‚Nähe‘ wieder zu gewöhnen. Nur so können wir uns vorsichtig an eine höhere Auslastung herantasten, um dadurch letztlich auch wieder eine Wirtschaftlichkeit zu erzielen.“

Wenn du bereits ein Theater-Abo hast, aber weder geimpft noch genesen bist, kannst du dein Abo an der theaterkasse wieder zurückgeben.

10.52 Uhr: Die aktuelle Corona-Lage in Niedersachsen

Niedersachsen meldet 153 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 46,8. Die Impfquote liegt bei 70,5 Prozent, die mindestens ihre Erstimpfung erhalten haben.

Die Inzidenzen in der Region:

  • Braunschweig: 31
  • Gifhorn: 59,2
  • Goslar: 19,3
  • Helmstedt: 39,3
  • Region Hannover: 75,3
  • Peine: 50,8
  • Salzgitter: 82,8
  • Wolfenbüttel: 26,8
  • Wolfsburg: 44,4

Sonntag, 26. September

10.08 Uhr: Armutskonferenz – Schärfere 2G-Regeln treffen arme Menschen härter

Die Landesarmutskonferenz Niedersachsen hat vor „gesellschaftlichem Konfliktpotenzial“ angesichts verschärfter 2G-Regeln in der Corona-Pandemie gewarnt. Für Menschen mit wenig Geld oder geringer Bildung sei „zu erwarten, dass sich das negativ auswirken wird“, sagte der Geschäftsführer der Landesarmutskonferenz, Klaus-Dieter Gleitze, der Deutschen Presse-Agentur. Armen Menschen fehle ohnehin das Geld für gesellschaftliche Teilhabe, dies könne sich jetzt noch verschlimmern. Sie ließen sich weniger testen, und auch die Impfquote sei unter armen Menschen Schätzungen zufolge deutlich geringer, warnte er.

Das liege beispielsweise an Ressentiments gegen die Corona-Impfung und dürfte sich auf das Infektionsgeschehen auswirken, meinte Gleitze. Auch seien arme Menschen über die Impfung nicht ausreichend informiert, gleichzeitig hätten sie öfter Vorerkrankungen. Das gesundheitliche Risiko bei einer Corona-Infektion sei daher größer als bei Normal- oder Gutverdienern. Darüber hinaus könnten die Krankheitsverläufe schlimmer ausfallen.

Er gehe davon aus, dass die Impfquote in gut situierten Vierteln fast doppelt so hoch sei wie an sozialen Brennpunkten, sagte Gleitze. Valide Zahlen gebe es nicht, daher sprach er sich für eine „flächendeckende Impfquoten-Kartierung“ aus – an der Stelle seien die Gesundheitsämter gefordert. „Sonst kommen wir ganz schlecht in den Winter“, mahnte er.

(red/dpa)