Niedersachsen 

Salzgitter: Impfgegner ziehen widerlichen Vergleich – doch Konsequenzen gibt es keine

Salzgitter: Impfgegner sorgten mit einer Fotomontage für Empörung. (Symbolbild)
Salzgitter: Impfgegner sorgten mit einer Fotomontage für Empörung. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Michael Gstettenbauer

Salzgitter. In Salzgitter lehnte sich eine Gruppe von Impfgegnern mit einer Fotomontage ganz schön weit aus dem Fenster. Weil sie die Corona-Impfung mit einer nationalsozialistischen Floskel beschrieben, waren so einige Menschen aus Salzgitter fassungslos.

Konsequenzen müssen die Impfgegner dennoch nicht erwarten.

Salzgitter: Impfgegner fangen sich 16 Anzeigen ein

Die Fotomontage der Impfgegner zeigte das Eingangstor eines Konzentrationslagers mit dem Schriftzug „Impfung macht frei“. Damit spielten die Personen auf die Phrase „Arbeit macht frei“ an, die zu Zeiten des Nationalsozialismus als Toraufschrift an den Konzentrationslagern diente.

Im November 2020 war die Montage kurzzeitig auf dem Telegram-Kanal des AfD-Kreisverbandes Salzgitter zu sehen.

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Das ist Salzgitter:

  • Salzgitter ist eine Großstadt im nördlichen Harzvorland
  • Salzgitter ist eine kreisfreie Stadt und besteht in der jetzigen Form seit 1942
  • Die Stadt hat über 100.000 Einwohner (103.866 am 31. Dezember 2020)
  • Salzgitter ist etwa 223 Quadratkilometer groß
  • Es gibt sieben Ortschaften mit 31 Stadtteilen
  • Der deutsche Stahlkonzern Salzgitter AG hat hier seinen Sitz

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Obwohl das Bild bereits nach einem Tag wieder entfernt wurde, gingen insgesamt 16 Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig ein. Diese startete eine Ermittlung wegen des Verdachts der Volksverhetzung, stellte diese aber wieder ein, weil der Urheber des Posts nicht festgestellt werden konnte.

Salzgitter: Keine Konsequenzen für Fotomontage

Wie die deutsche Presseagentur berichtet, soll es nun keine weiteren Ermittlungen zu dem Fall geben.

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Aus Sicht der Staatsanwaltschaft Braunschweig handele es sich bei der bedenklichen Abbildung zwar um eine strafbare Volksverhetzung, weil sie den Holocaust und die unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangenen Verbrechen in erheblicher Weise verharmlose. Für eine Anklage benötige man allerdings Beweise für einen konkreten Täter.

Für die Fotomontage wird es daher keine Konsequenzen geben. (mkx)