Niedersachsen 

Niedersachsen: Tollwut-Angst in Tierklinik – Familie begeht schweren Fehler

Foto: imago images / Panthermedia

Das Coronavirus beschäftigt uns alle. In Niedersachsen machen sich die Menschen jetzt allerdings wegen einer ganz anderen Krankheit sorgen.

Dort mussten kurzfristig 41 Menschen mit Verdacht auf Tollwut behandelt werden. Die Situation in Niedersachsen konnte entschärft werden. Trotzdem äußerte das medizinische Personal einen dringenden Appell.

Niedersachsen: Ein Hund aus dem Ausland setzt alles in Lauf

Die Situation wirkte zunächst harmlos. Eine Familie aus Bremen verbrachte den Sommerurlaub in der Türkei. Dort berührte sie das Schicksal eines Straßenhundes so sehr, dass sie den Kangal-Welpen mit nach Deutschland brachten. Das hatte allerdings gravierende Konsequenzen.

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Kurz nach dem Auslandsaufenthalt musste die Familie den Vierbeiner zum Tierarzt bringen. Nach der Behandlung stellte sich heraus, dass das Tier an Tollwut leidet. Lange blieb ihm nicht, denn der Welpe starb wenig später in einer Tierklinik im Kreis Verden. Für die Klinik hat der Fall noch weitere Auswirkungen.

Tollwut ist eine gefährliche Infektionskrankheit. Tiere können den Virus über den Speichel auf den Menschen übertragen – etwa nach einem Biss. „Im Prinzip ist es ein Todesurteil, wenn man nicht innerhalb der ersten Tage impft“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg, Egbert Tannich.

Damit sich das Virus nicht verbreitet, mussten 41 Personen Kontaktpersonen umgehend geimpft werden. Für einen Impfschutz sind fünf Spritzen nötig.

Um das zu bewältigen, hat das Gesundheitsressort einen Krisenstab aus medizinischem Personal eingerichtet. „Wir nehmen das absolut ernst“, sagte der Sprecher. Bisher habe keine der Kontaktpersonen entsprechende Symptome gezeigt und Gefahr sei früh genug gebannt worden. Dennoch richtet sich die Tierklinik Posthausen mit einem eindringlichen Appell an alle Hundeliebhaber.

Niedersachsen: Tierklinik mit dringendem Appell

„Wir schätzen uns außerordentlich glücklich, dass nicht mehr passiert ist und möchten Sie mit diesem Beitrag für das Thema sensibilisieren" so das Personal auf Facebook.

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„Bitte halten Sie sich trotz aller Tierliebe immer an die jeweiligen Vorschriften. Sie sind sinnvoll! Und bitte achten Sie auch darauf, dass Ihr Tier immer einen aktuellen Impfstatus aufweist. Er wird im Zweifelsfall sowohl das Leben Ihres Tieres als auch das Ihre retten", so die Tierklinik weiter. Man müsse davon ausgehen, dass es sich hierbei nicht um den letzten eingeschleppten Tollwutfall handele. (neb)

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