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Corona in Niedersachsen: Behrens deutlich – „Brauchen über den Herbst, Winter noch ein paar Regeln“

Corona-Varianten: Wie entstehen Mutationen und was macht sie gefährlich?

Corona-Varianten: Wie entstehen Mutationen und was macht sie gefährlich?

Was sind eigentlich Corona-Varianten und warum werden sie mit griechischen Buchstaben bezeichnet.

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Hannover. Die Corona-Pandemie ist auch in Niedersachsen weiter aktiv.

Die aktuelle Corona-Entwicklung in Niedersachen – speziell in der Region38 – kannst du hier nachlesen.

Corona in Niedersachsen: Hier alle News im Überblick

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Dienstag, 19. Oktober

15.37 Uhr: Behrens will Corona-Regeln auch im Herbst noch beibehalten

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hält die Beibehaltung der Corona-Regeln mit Blick auf den Herbst und Winter für notwendig. „Wir brauchen über den Herbst, Winter noch ein paar Regeln, bis wir uns ganz davon verabschieden können“, sagte Behrens bei einer Pressekonferenz des Corona-Krisenstabs am Dienstag in Hannover. Als Beispiele nannte die Ministerin die Fortführung der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und Einzelhandel, des Abstandsgebots und der 2G- und 3G-Regeln für bestimmte Bereiche.

Sie sei sich sicher, dass dafür eine rechtliche Grundlage geschaffen werde, sagte Behrens - auch wenn sich der Bundestag für ein Ende der sogenannten „epidemischen Lage nationaler Tragweite“ im November entscheiden sollte. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe dies bei der Gesundheitsministerkonferenz der Länder am Montag deutlich gemacht.

Samstag, 16. Oktober

9.15 Uhr: Ende der kostenlosen Schnelltests – SIE spüren es schon jetzt

Das Gastgewerbe in Niedersachsen bekommt das Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests bereits vereinzelt zu spüren. „Es haben schon Gastronomen signalisiert, dass sie weniger Gäste haben“, sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Niedersachsen, Renate Mitulla, der Deutschen Presse-Agentur. Die Gastronomen hätten berichtet, dass Gäste, die bislang mit negativem Corona-Test in die Betriebe kamen, nun fernblieben. Noch seien dies aber nur einzelne Meldungen. Ein genauer Trend lasse sich noch nicht ausmachen, sagte Mitulla. Dies sei erst in einigen Wochen möglich.

Die sogenannten Bürgertests sind seit vergangenem Montag für die meisten Menschen in Deutschland nicht mehr kostenlos. Wer einen Schnelltest, durchgeführt von geschultem Personal, für einen Restaurantbesuch oder den Eintritt ins Kino braucht, muss die Bescheinigung nun in der Regel selbst zahlen. Gratis bleiben die Tests noch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können.

In Niedersachsen wenden Gaststätten und Hotels laut Dehoga etwa zu gleichen Teilen die 2G- und die 3G-Regel an. Bei 2G ist der Zutritt nur für Geimpfte und Genesene möglich. Bei 3G sind auch Gäste mit negativen Testergebnis willkommen. In Kreisen und kreisfreien Städten, in denen die Inzidenz unter 50 liegt und keine Warnstufe gilt, können gastronomische Betriebe selbst entscheiden, ob sie 2G, 3G oder gar keine Beschränkungen vorgeben. Ab einer Inzidenz von 50 oder der Warnstufe 1 ist die 3G-Regel verpflichtend.

Freitag, 15. Oktober

15.01 Uhr: 2G auch in Niedersachsens Supermärkten möglich

Supermärkte in Niedersachsen können – wenn sie möchten – nur geimpften und genesenen Menschen Zutritt zu ihren Läden gewähren. „Auch in Niedersachsen würde für den Einzelhandel und auch für die Supermärkte die Option bestehen, sich für 2G zu entscheiden“, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums der „Neuen Deister-Zeitung“ am Freitag.

In dieser Woche hatte Hessen erklärt, dass das 2G-Optionsmodell auf den gesamten Einzelhandel ausgeweitet werde, also auch auf den Lebensmittel-Einzelhandel. „Wir gehen davon aus, dass diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden“, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) laut Mitteilung.

Wer die 2G-Regel einführt, kann laut Corona-Landesverordnung auf die Maskenpflicht und das Abstandhalten verzichten. Dies ist bereits in der bestehenden Verordnung geregelt. Der Handelsverband Niedersachsen-Bremen (HNB) sieht eine solche Option mit großen Hürden im Alltag verbunden, etwa der Kontrolle beim Eingang. Der Anteil an interessierten Händlern am 2G-Modell sei verschwindend gering, sagte der HNB-Hauptgeschäftsführer, Mark Alexander Krack, der dpa am Freitag.

14.00 Uhr: Corona-Ausbruch in Pflegeheim im Kreis Gifhorn

Der Landkreis Gifhorn meldete am Freitag 49 Neuinfektionen und lässt die Inzidenz in dem Kreis sprunghaft von 54 auf 76,2 ansteigen.

Grund dafür ist hauptsächlich der Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Sassenburg. In dem „Haus Triangel der Diakonie Himmelsthür“ haben sich 20 Personen mit dem Virus angesteckt, berichtet die „Braunschweiger Zeitung“. Ob es sich dabei um Bewohner oder Mitarbeiter handelt, ist noch unklar. Auch offen ist, ob es sich bei den Infizierten um Geimpfte oder ungeimpfte Personen handelt.

Donnerstag, 14. Oktober

13.56 Uhr: FDP kritisiert Regeln für Weihnachtsmärkte

Die Regelungen für Weihnachtsmärkte in der Corona-Zeit sind nach Ansicht der FDP-Fraktion im niedersächsischen Landtag nicht praktikabel. Der Abgeordnete Jörg Bode kritisierte am Donnerstag im Landtag besonders die Regelung, dass an den Essens- und Getränkeständen die sogenannte 3G-Regel greift. Wer also auf den Weihnachtsmärkten etwas essen oder trinken möchte, muss geimpft, genesen oder negativ getestet sein. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind hiervon ausgenommen. Der niedersächsische Städtetag hatte die Regelungen in dieser Woche ebenfalls als nicht praktikabel bezeichnet.

Für die Betreiber von Weihnachtsmärkten gibt es mehrere Möglichkeiten, den Status der Geimpften, Genesenen oder Getesteten zu kontrollieren: Das Gelände kann laut Corona-Landesverordnung mit zentralen Ein- und Ausgängen versehen werden. Ebenfalls können Bändchen oder Stempel als Nachweis ausreichen, die sich Besucher an einem Stand abholen müssen. Als dritte Option kann direkt an den Ständen vom Verkaufspersonal kontrolliert werden.

Mittwoch, 13. Oktober

12.44 Uhr: Kirchen wollen keine 3G-Regel im Gottesdienst

Die evangelischen Kirchen in Niedersachsen wollen weiterhin auch ungeimpfte Menschen in ihre Gottesdienste lassen. Die Konföderation der evangelischen Kirchen in Niedersachsen empfehle ihren Gemeinden, auf die 3-G-Regel zu verzichten, sagte deren Bevollmächtigte, Kerstin Gäfgen-Track, am Dienstag in Hannover dem Evangelischen Pressedienst (epd): „Wenn Christus uns die Aufgabe gibt, allen Menschen seine gute Botschaft zu vermitteln, und Menschen nach diesem Zuspruch und dieser Hoffnung suchen, sollten wir keine vermeidbaren Hürden aufbauen.“

Gäfgen-Track zufolge gibt es Menschen, die keine Möglichkeit haben, kurzfristig einen Antigentest zu machen oder die Kosten dafür nicht aufbringen können oder möchten. Die Erfahrungen zeigten, dass in den Gottesdiensten die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten würden. Außerdem seien religiöse Veranstaltungen durch die Corona-Verordnung in Niedersachsen ausdrücklich von der verpflichtenden Anwendung der 3-G- oder 2-G-Regelung ausgenommen, auch wenn eine freiwillige Anwendung dieser Regelungen in begründeten Fällen möglich sei. Gleichzeitig werbe die Kirche intensiv für die Impfungen.

Für den Besuch eines Gottesdienstes gelten weiterhin die gewohnten Hygienekonzepte mit Abstand, Maske, Lüften und Desinfizieren von Händen und Oberflächen. In der Pandemie werden Kirchengemeinden seitens der Bundes- und Länderregierungen nicht als Pandemietreiber angesehen.

6.30 Uhr: Handelsverbände sehen Weihnachtsmärkte als wichtiges Signal

Die Entscheidung der Landesregierung, Weihnachtsmärkte in Niedersachsen stattfinden zu lassen, ist für den Handelsverband Niedersachsen-Bremen ein wichtiges Signal für den stationären Handel in den Innenstädten. „Weite Teile der Einzelhändler haben einen Großteil des Jahres im Lockdown verbracht. Ein gutes Weihnachtsgeschäft ist jetzt die Chance, auf das Gesamtjahr gesehen noch auskömmliche Umsätze zu generieren“, sagte Hauptgeschäftsführer Mark Alexander Krack der Neuen Osnabrücker Zeitung („NOZ“).

Das gelte insbesondere, nachdem im vergangenen Jahr zwei Wochen vor dem Weihnachtsfest die Geschäfte geschlossen werden mussten. Krack fügt hinzu: „Die Weihnachtsmärkte geben dem Handel Hoffnung, dass die Kunden wie in den Jahren vor der Pandemie wieder in die Innenstädte kommen, um dort Geschenke für ihre Lieben zu kaufen.“ Die Gefahr, dass Verbraucher angesichts von Lieferschwierigkeiten vor leeren Regalen stehen, sieht Krack nicht. Nichtsdestotrotz liegen Gutscheine dem Hauptgeschäftsführer zufolge weiterhin im Trend. „Hier gibt es Jahr für Jahr Zuwächse. Da wird auch 2021 keine Ausnahme sein“, so Krack.

6.25 Uhr: Die aktuelle Corona-Lage in Niedersachsen

Niedersachsen meldet 710 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 42,1.

Die Inzidenzen in der Region:

  • Braunschweig: 17,3
  • Gifhorn: 48,5
  • Goslar: 17,8
  • Helmstedt: 35
  • Region Hannover: 43,9
  • Peine: 49,3
  • Salzgitter: 66,4
  • Wolfenbüttel: 26,8
  • Wolfsburg: 70,3

Dienstag, 12. Oktober

8.02 Uhr: Termine für Booster-Impfungen sollen jetzt schon gemacht werden

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hat allen, die schon jetzt für eine Auffrischungsimpfung in Frage kommen, empfohlen, im Laufe der nächsten Wochen einen entsprechenden Arzttermin zu vereinbaren.

Mit Blick auf den Herbst und Winter sei eine Auffrischungsimpfung sinnvoll, um das eigene Ansteckungsrisiko noch weiter zu senken, sagte sie am Montag nach einer Videoschaltkonferenz der Gesundheitsminister der Länder und des Bundes. „Dabei besteht kein Grund zur Panik.“

Eine abgeschlossene Impfserie aus zwei Impfungen schütze nach den Erkenntnissen der Experten sehr zuverlässig vor schweren Krankheitsverläufen, betonte die Ministerin.

Ausdrücklich begrüßte Behrens die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für eine Auffrischungsimpfung von Personen, die älter als 70 Jahre sind und deren zweite Impfung mehr als sechs Monate zurückliegt. „Viele niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Niedersachsen haben auf eine entsprechende Empfehlung gewartet.“

Montag, 11. Oktober

08.35 Uhr: Kommunen sind froh über Ende der kostenlosen Schnelltests

Der Städte- und Gemeindebund sowie viele Kommunen begrüßen die Abschaffung der kostenlosen Corona-Schnelltests mit Blick auf den sparsamen Einsatz von Steuermitteln. Der Schritt sei nachvollziehbar, da inzwischen alle Menschen ein Impfangebot erhalten hätten, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (Montag). Wer sich anders entscheide, müsse akzeptieren, dass die Allgemeinheit nicht bereit sei, dafür weiterhin Steuermittel in Millionenhöhe aufzuwenden.

Corona-Tests sind ab diesem Montag nicht mehr kostenfrei. Ausnahmen gelten unter anderem für alle Gruppen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen und dies nachweisen können oder für die noch kein Impfstoff zur Verfügung steht. Das gelte insbesondere für die Kinder und Jugendlichen in den Schulen, sagte Landsberg. „Wir gehen nicht davon aus, dass die wegfallenden kostenlosen Tests zu ernsthaften sozialen Konflikten führen“, betonte der Hauptgeschäftsführer.

Landsberg fügte hinzu: „Schon jetzt können wir feststellen, dass die Nachfrage in den kostenlosen Testzentren deutlich zurückgegangen ist.“

Nachdem sich das Infektionsgeschehen nach wie vor auf vergleichsweise niedrigem Niveau bewege, gebe es inzwischen auch Veranstalter, die einen Eigentest unter Aufsicht ermöglichten, der vergleichsweise preiswert sei. Der Städte- und Gemeindebund setzt überdies darauf, dass sich durch die Abschaffung der kostenlosen Tests noch mehr Menschen zu einer Impfung entschließen.

Sonntag, 10. Oktober

9.36 Uhr: Sorge vor Anstieg der Neuinfektionen

Der Marburger Bund befürchtet nach dem Ende der kostenlosen Corona-Tests einen Anstieg der Infektionszahlen. „Kostenpflichtige Corona-Tests führen dazu, dass sich künftig weniger Menschen mit Symptomen testen lassen werden“, sagte die Vorsitzende Susanne Johna dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“. „Das ist ein Einfallstor für eine weitere Übertragung des Virus.“

Corona-Tests sind ab Montag nicht mehr kostenfrei. Ausnahmen gelten unter anderem für alle Gruppen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen und dies nachweisen können oder für die noch kein Impfstoff zur Verfügung steht.

Samstag, 9. Oktober

11.29 Uhr: Die aktuelle Corona-Lage in Niedersachsen

Niedersachsen registriert 528 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 41,4. Die Impfquote bei 71,2 Prozent, die mindestens ihre erste Impfung bekommen haben.

Während die Inzidenz weiter sinkt, steigt die Zahl der Corona-Infizierten in Krankenhäusern leicht. Das Land gab den sogenannten Hospitalisierungswert mit 2,5 an. Am Freitag hatte er bei 2,4 gelegen, gestern bei 2,3. Die Maßzahl gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner während der zurückliegenden sieben Tage jeweils im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stationär eingeliefert wurden. Für die niedersächsischen Gesundheitsbehörden und Kommunen ist sie der wichtigste Faktor zur Gesamtbewertung der Corona-Situation.

Die Inzidenzen in der Region:

  • Braunschweig: 20,5
  • Gifhorn: 45,1
  • Goslar: 19,3
  • Helmstedt: 39,3
  • Region Hannover: 47,5
  • Peine: 24,3
  • Salzgitter: 66,4
  • Wolfenbüttel: 17,6
  • Wolfsburg: 72,7

Freitag, 8. Oktober

22.08 Uhr: Prozess um Schmerzensgeld gestartet

Vor dem Landgericht Hildesheim streitet eine Familie mit dem Landkreis Peine über die Frage, ob das Gesundheitsamt eine Mutter und ihr acht Monate altes Kind zu Recht in Corona-Quarantäne geschickt hat – oder eben nicht.

Gestern hat ein Prozess begonnen, in dem eine dreiköpfige Familie den Landkreis Peine aufgrund einer aus ihrer Sicht unrechtmäßigen Quarantäne-Anordnung auf Schmerzensgeld verklagt. Bereits im April sei der Vater der Familie nach Angaben eines Gerichtssprechers unter häusliche Quarantäne gestellt worden, weil er als Kontaktperson eines Corona-Infizierten ermittelt wurde.

Vor Gericht gab der Mann an, dass er für einen Teil der Zeit, in der er unter Quarantäne stand, eine Entschädigung von 250 Euro pro Tag verlange, da diese trotz negativem PCR-Test nicht aufgehoben wurde und er in der Zeit immaterielle Schäden erlitten hatte. Nach Auffassung der Kammer sei diese Quarantäne trotz negativem Test jedoch im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben und gab dem Kläger keine Aussicht auf das Schmerzensgeld.

Beide Parteien stritten auch darüber, ob die Anordnung einer Quarantäne auch für die Mutter und den zehn Monate alten Sohn der Familie galt. Dies habe der Vater nach einem Gespräch mit einer Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes so aufgefasst, sagte der Gerichtssprecher. Rechtlich hätte die Mitarbeiterin dafür aber persönlich mit der Klägerin sprechen müssen.

Nach Aussage der Mitarbeiterin gab es aber nie ein Gespräch mit der Frau und sie stand aus Sicht des Gesundheitsamtes auch nie unter Quarantäne. Auch für die Mutter und ihren Sohn verlangten die Kläger ein Schmerzensgeld von jeweils 250 Euro pro Tag. Da dies jedoch mehr sei, als einem zu Unrecht verurteilten Menschen pro Hafttag zusteht, sei es laut der Kammer eine überzogene Forderung.

Beide Parteien können in den kommenden Tagen Stellung beziehen. Am 27. November soll ein Urteil in dem Prozess verkündet werden.

17.40 Uhr: FDP-Fraktion fordert „Freedom Day“

Die FDP-Fraktion fordert die niedersächsische Regierung dazu auf, einen Corona-„Freedom Day“ (Freiheitstag) zeitnah auszurufen. Damit meinen die Freien Demokraten laut einer Mitteilung den Tag, an dem die Corona-Schutzmaßnahmen aufgehoben werden und die Rechtssetzung mittels Verordnungen enden müsse. Als Begründung führte die FDP die Impfquote an. „Wir haben nun schon seit Wochen eine unkritische und äußerst stabile Corona-Lage“, sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Birkner heute in Hannover.

Derzeit läge in Niedersachsen die Erstimpfquote der Erwachsenen bei 87 Prozent. Die Fraktion bezieht sich dabei auf Zahlen, die das niedersächsische Gesundheitsministerium am Freitag der „Hannoverschen Allgemeinen“ genannt hatte.

Grundlage der Zahlen ist eine neue Umfrage des Robert-Koch-Instituts (RKI), laut der die Impfquote höher liegt als derzeit angegeben. Demnach könne in knapp sechs Wochen die Quote der vollständig geimpften Erwachsenen bei mindestens 85 Prozent liegen, teilte die FDP-Fraktion mit.

Diese Zahl habe Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) Anfang September im Sozialausschuss als Zielwert genannt auf die Frage, ab wann Corona-Verordnungen nicht mehr nötig sein würden. Behrens habe in den Ausführungen Dänemark als Vorbild genannt.

Nach den offiziellen Berechnungen des RKI liegt die Impfquote der Erstgeimpften bei 71,7 Prozent und bei den Erwachsenen bei 81,9 Prozent.

17.22 Uhr: Fan-Hammer bei Eintracht

Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig kann sein Stadion fast wieder komplett auslasten. Der BTSV plant für das kommende Heimspiel einen Mix aus einer 2G- und 3G-Regelung – HIER geht's zu den Details!

9.54 Uhr: Ab Montag kosten Schnelltests Geld und werden immer weniger angeboten

Nach dem Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests in wenigen Tagen wird es in Niedersachsen keine Vorgaben geben, wie viele Teststationen es künftig in einer Stadt oder Kommune geben muss. Das teilte das Gesundheitsministerium in Hannover auf dpa-Anfrage mit. Die Preise für die Tests reguliere künftig der Markt. Nur für Personen, die nicht geimpft werden könnten oder für die keine allgemeine Impfempfehlungen vorlägen, werde es weiterhin kostenlose Schnelltests geben, sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD).

Vom kommenden Montag an sind die sogenannten Bürgertests in Deutschland für die meisten Menschen nicht weiterhin kostenlos. „Da mittlerweile allen Bürgerinnen und Bürgern ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden konnte und es nach Schließung der Impfzentren weiterhin jederzeit möglich ist, sich impfen zu lassen, ist eine dauerhafte Kostenübernahme durch den Steuerzahler nicht mehr angezeigt“, bekräftigte Behrens.

Wie die Kassenärztliche Vereinigung auf Anfrage mitteilte, wurden von Anfang März bis Ende September rund 15,3 Millionen Corona-Schnelltests in Niedersachsen gemacht. Davon waren knapp 82.700 positiv, was etwas mehr als 0,5 Prozent entspricht. Rund 4300 Einrichtungen wie Testzentren oder Apotheken boten demnach landesweit die Tests an.

Die Zahl aller Corona-Tests dürfte jedoch deutlich höher liegen. Die Kassenärztliche Vereinigung und das Ministerium konnten zunächst keine Zahlen zu den als zuverlässiger geltenden PCR-Tests nennen. Ebenfalls kommen noch die Corona-Selbsttests hinzu, die vielfach in Supermärkten, Apotheken oder Drogerien zu kaufen sind.

Donnerstag, 7. Oktober

19.14 Uhr: Neue Corona-Verordnung!

Mehr Fans im Fußballstadion, Glühwein und Schmalzkuchen auf dem Weihnachtsmarkt – in Niedersachsen ist das künftig möglich. Neue Lockerungen in der Corona-Pandemie gelten schon vor dem Wochenende. HIER bekommst du alle frischen Infos!

10.26 Uhr: Zahl der Privatpleiten im Norden am höchsten

Erstmals seit zehn Jahren ist die Zahl der Privatpleiten in Deutschland wieder gestiegen - und im Norden sind davon die meisten Haushalte betroffen. Bundesweit gab es den Berechnungen zufolge 68 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner, wie die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel am Donnerstag mitteilte. Diese Statistik führt Bremen mit 135 Fällen je 100.000 Einwohner an. Es folgen Hamburg (97 Fälle je 100.000 Einwohner), Niedersachsen (94) und Mecklenburg-Vorpommern (90), das Saarland (87) und Schleswig-Holstein (84). Am geringsten waren die Zahlen in Bayern (47).

Steigende Zahlen bei den Privatinsolvenzen wurden Crifbürgel zufolge im ersten Halbjahr in allen Bundesländern festgestellt. Am stärksten fiel der Zuwachs in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg mit jeweils einem Anstieg von 74,2 Prozent aus.

Die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel rechnet in diesem Jahr bundesweit mit bis zu 120.000 Privatinsolvenzen, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Zuvor waren die Zahlen den Angaben zufolge zehn Jahre lang gesunken.

Den starken Anstieg im ersten Halbjahr führte die Auskunftei größtenteils darauf zurück, dass viele Betroffene eine Gesetzesreform abgewartet hätten. Danach werden sie nach drei statt wie bisher nach sechs Jahren von ihren restlichen Schulden befreit. Die Verkürzung gilt rückwirkend ab 1. Oktober 2020.

Zudem würden sich seit Mai zunehmend auch die Folgen der Corona-Pandemie bemerkbar machen. Die finanziellen Reserven vieler Menschen, die in der Krise Einkommenseinbußen zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit erlitten hätten, seien inzwischen aufgebraucht. Auch der Anteil ehemals Selbstständiger, die Privatinsolvenz anmelden, steigt den Angaben zufolge derzeit.

Mittwoch, 6. Oktober

12.13 Uhr: Maskenpflicht im Unterricht könnte für weitere Schüler fallen

Weitere Schüler in Niedersachsen könnten in wenigen Wochen von dem Wegfall der Maskenpflicht im Unterricht profitieren. Man werde alles daran setzen, dass die Maske bei den Jahrgängen drei und vier als nächster Schritt wegkomme, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) in Celle.

Diesen Schritt stellte der Minister für die kommende Corona-Landesverordnung in Aussicht. Die aktuelle Verordnung ist noch bis zum 10. November gültig.

Derzeit müssen bis auf die Schüler der ersten und zweiten Klasse alle eine Maske im Unterricht tragen.

11.17 Uhr: Etwas mehr Corona-Kranke in niedersächsischen Kliniken

Die Zahl der Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in Krankenhäusern in Niedersachsen ist leicht gestiegen. Der sogenannte Hospitalisierungswert liegt bei 2,2 nach 2,1 gestern. So viele Menschen pro 100.000 Einwohner kamen in den zurückliegenden sieben Tagen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung in eine Klinik. Die Zahl gilt als neuer Leitindikator, also als wichtigster Faktor zur Bewertung der Corona-Situation in Niedersachsen.

Eine andere Maßzahl deutete dagegen auf ein weiter abflauendes Infektionsgeschehen hin. Für heute gab das Robert Koch-Institut (RKI) eine Sieben-Tage-Inzidenz von 42,1 für Niedersachsen an. Gestern waren es noch 45,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gewesen.

Die Inzidenzen in der Region:

  • Braunschweig: 26,6
  • Gifhorn: 45,1
  • Goslar: 20,0
  • Helmstedt: 27,3
  • Region Hannover: 53,0
  • Peine: 17,7
  • Salzgitter: 56,8
  • Wolfenbüttel: 21,8
  • Wolfsburg: 47,6

Auf den Intensivstationen waren am Morgen unverändert 3,8 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patienten belegt.

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. Die Warnstufen werden teils vom Land und teils von den Landkreisen beziehungsweise kreisfreien Städten ausgerufen. Voraussetzung ist, dass die entsprechenden Schwellenwerte fünf Tage hintereinander überschritten wurden.

6.05 Uhr: Unruhe in Schulen – wegen Widerstand gegen Corona-Maßnahmen

Seit Unterrichtsbeginn nach den Sommerferien werden Schulen in Niedersachsen immer wieder mit heftigen Angriffen von Eltern wegen der Corona-Maßnahmen konfrontiert. „Es geht um Einzelfälle, jeder ist allerdings einer zu viel“, sagte der Sprecher des Kultusministeriums in Hannover, Sebastian Schumacher, der Deutschen Presse-Agentur. Eltern versuchten mit zweifelhaften Attesten eine Befreiung von der Präsenz-, Test- oder Maskenpflicht zu erwirken und drohten Schulleitungen mit Klagen. In Einzelfällen erhielten Schulleitungen und Lehrkräfte Drohmails oder würden persönlich beschimpft. Zahlen zu den Vorfällen nannte das Ministerium nicht.

In einem Brief hatte Kultusminister Grant Hendrik Tonne Mitte September Schulleitungen und Lehrkräften Rückendeckung zugesichert. Zulässige Kritik, Proteste und Demonstrationen seien zuletzt unter anderem in Sachbeschädigungen in Form von Schmierereien an den Schulen, Beleidigungen und Verletzungen des Hausrechts gemündet, heißt es in dem Schreiben des SPD-Politikers. Die Vorfälle gefährdeten den Schulfrieden, Schulleitungen sollten sich Rat von der Polizei holen und bei Straftaten auch Anzeige erstatten.

Die Vorsitzende des Schulleitungsverbands, Andrea Kunkel, sagte: „An jeder Schule gibt es das Thema, dass Eltern ihre Kinder nicht testen lassen wollen.“ Die Auseinandersetzung mit ihnen absorbiere viel Kraft im Alltag. Seit den Sommerferien herrscht wieder Präsenzpflicht. Wer dem Unterricht fernbleibt, weil er oder sie keine Corona-Selbsttests machen will, wird laut Kultusministerium wie ein „Schulschwänzer“ behandelt. Allerdings dürfen Testverweigerer zur Teilnahme an schriftlichen Arbeiten sowie an Abschluss- und Abiturprüfungen das Schulgelände betreten.

(red mit dpa)