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Wetter in Niedersachsen: Landesforsten ziehen erste Bilanz – und warnen ausdrücklich!

Wetter: Wie entsteht ein Sturmtief?

Dem Wetter in Niedersachsen beruhigt sich erst sehr langsam.

Sturmtief „Antonia“ hatte das Wetter in Niedersachsen zuletzt im Griff. Es war das dritte Sturmtief binnen kürzester Zeit.

Wetter in Niedersachsen: Erste Bilanz nach Sturmtief „Antonia“

Wir halten dich über alle Entwicklungen in diesem Newsblog auf dem Laufenden.

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Montag, 21. Februar

13.39 Uhr: Sturmtief „Antonia“ zieht ab – aber eine Sache bleibt

Sturmtief „Antonia“ ist aus Niedersachsen abgezogen – dennoch bleibt es laut Meteorologen auch in den kommenden Tagen noch wechselhaft und regnerisch. „Es kommen noch ein paar Liter dazu“, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Montag mit Blick auf die Niederschlagsvorhersage.

Am Dienstag und auch in der Nacht zum Mittwoch sollen demnach weitere Regenschauer über Niedersachsen hinwegziehen. Erst am Mittwoch sollte es bei einem Wechsel von Sonne und dichteren Wolken meist trocken bleiben. Die Höchsttemperaturen liegen tagsüber zwischen 8 und 10 Grad, im Oberharz bei bis zu 5 Grad. „Von Winter keine Spur“, sagte der Meteorologe.

12.41 Uhr: Landesforsten ziehen erste Bilanz

Die Niedersächsischen Landesforsten ziehen eine erste Bilanz der Schäden im Wald. „Die Stürme seit Donnerstag haben im Wald in ganz Niedersachsen Spuren hinterlassen. Zahlreiche Bäume sind entwurzelt oder gebrochen und Baumkronen auseinandergebrochen“, erklärt Klaus Jänich, Vizepräsident der Niedersächsischen Landesforsten.

Förster arbeiten jetzt unter Hochdruck daran, Straßen und Wege freischneiden zu lassen, um einen Überblick zu bekommen. „Eine genauere Aussage über das Schadens-Ausmaß ist daher frühestens am Donnerstag möglich“, so Jänich weiter.

Zwar sei mit dem Abziehen des Tiefs „Antonia“ vorerst das Schlimmste überstanden, dennoch mahnt Jänich zur Vorsicht: „Die Sicherheit der Waldbesucherinnen und -besucher sowie unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht bei der Aufarbeitung an erster Stelle.“

Auch nach Abflauen des Sturms besteht noch die Gefahr umstürzender Bäume und herabfallender Äste. Die Landesforsten bitten daher darum, die Wälder vorerst nicht zu betreten.

6.13 Uhr: Sturmtief „Antonia“ in Niedersachsen angekommen

Das Wetter in Niedersachsen bleibt ungemütlich! Sturmtief „Antonia“ ist in der Nacht in unserem Bundesland angekommen und hat für unruhige Stunden gesorgt.

In den frühen Morgenstunden musst du mit Sturmböen zwischen 70 und 90 km/h rechnen. In Schauer- und Gewitternähe kann es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auch zu schwere Sturmböen mit 100 km/h kommen. Den ganzen Tag über soll es stürmisch bleiben, erst gegen Abend beruhige sich die Lage.

Im Südwesten Niedersachsens ist für den ganzen Montag Dauerregen angesagt. Für den Harz gilt das am Montagmorgen. Dort musst du am Montag auch mit Schneeschauern rechnen. Die Tiefstwerte pendeln sich da um die zwei Grad ein, lokal gibt es Glättegefahr.

Für Wernigerode im Harz hat der DWD noch eine Unwetterwarnung rausgegeben. Bis Montagmittag, 12 Uhr, können dort extreme Orkanböen zwischen 120 und 140 km/h auftreten.

Sonntag, 20. Februar

15.48 Uhr: DWD warnt vor Sturm „Antonia“

Auch am Sonntag sind die schweren Stürme und zum Teil orkanartigen Böen noch nicht vorüber. „Die Sturmlage müssen wir bis zum Montag noch durchstehen“, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. Nach Orkan „Zeynep“ schickt Sturmtief „Antonia“ bereits eine Kaltfront voraus: Der Wind frischt auf und kann besonders in der Nacht zum Montag noch mal für zum Teil gefährliche Böen sorgen. Erst ab dem Abend beruhige sich das Wetter.

In der Nacht (22.00 Uhr bis 3.00 Uhr) könne es in Teilen der Bundesländer Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz orkanartige Böen in Verbindung mit Schauern und einzelne Gewittern geben, warnte der DWD später. Es müsse mit entwurzelten Bäume, herabstürzenden Dachziegeln und örtlichen Blitzschäden gerechnet werden.

Ab Sonntagabend, 21.00 Uhr, lege der Wind deutlich zu und ziehe in Verbindung mit einer Kaltfront von Nordwest nach Südost durchs Land, sagte der Meteorologe. Zwischenzeitlich bestehe die Gefahr heftiger Stürme und orkanartiger Böen mit bis zu 115 km/h Windgeschwindigkeit. Dazu müsse mit kräftigen Schauern und Gewittern gerechnet werden. Der DWD kündigte für die Nacht besonders im Westen Orkanböen an. Auch an der Ostsee können orkanartige Böen bis in den Montagvormittag hinein anhalten. Über der Mitte sei die Gefahr von schweren Sturmböen allerdings nicht ganz so hoch.

Am Morgen erreicht die Kaltfront dann das Alpenvorland. Besonders in Südbayern seien orkanartige Böen nicht ausgeschlossen. Zum Mittag beruhige sich die Unwetterlage dann etwas. „Aber auch der Montag bleibt ein windiger, stürmischer Tag mit viel Regen“, so der Meteorologe. Oberhalb von 400 bis 600 Metern falle Schnee. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen fünf und elf Grad, im Bergland bleibt es etwas kühler.

Gegen Abend werde der Wind dann spürbar ausgebremst und ab Dienstag entspanne sich die Lage deutlich. „Der Wind wird die Woche aber weiter Thema bleiben“, erklärte der Meteorologe. „Allerdings wird das eine ganz andere Hausnummer als das, was wir in diesen Tagen erleben.“

12.48 Uhr: Bahnverkehr noch immer eingeschränkt

In Niedersachsen ist der Bahnverkehr wegen Sturm „Zeynep“ noch immer stark eingeschränkt, wie der NDR schreibt. Laut „Deutscher Bahn“ (DB) werden bis Sonntagmittag keine Fernverkehrszüge nördlich von Düsseldorf bis Berlin fahren. Generell sei die Einschätzung für die kommenden Tage nicht leicht: „Die Prognose für den Sonntag und auch den Montag bleibt schwierig“, sagte Bahn-Sprecher Achim Stauß gegenüber dem NDR.

Mit starken Einschränkungen solltest du grundsätzlich noch bis Montagnachmittagen rechnen. Teilweise sei der Bahnverkehr aber auch wieder aufgenommen worden: Zwischen Berlin – Hannover – Köln und München – Hannover – Bremen – Hamburg fahren hier vereinzelt wieder Züge.

Nicht besser sieht’s für die Züge von privaten Betreibern, wie Metronom, Enno oder Erixx aus. Auch hier gilt: Vereinzelt ist der Verkehrsbetrieb wieder aufgenommen worden, allerdings solltest du auch hier mit starken Einschränkungen rechnen. Ersatzweise würden sogar Busse eingesetzt werden – hier sind lange Wartezeiten möglich.

Der Regionalverkehr der DB läuft auch wieder teilweise, aber gleiches gilt auch hier: Du solltest mit starken Einschränkungen rechnen.

Samstag, 19. Februar

20.27 Uhr: Nächster Sturm soll noch gefährlicher werden

Am Sonntag gibt es tagsüber laut Deutschem Wetterdienst (DWD) im Flachland zunächst eher starke bis stürmische Böen. Teilweise soll es länger regnen. „Richtig turbulent und mitunter auch gefährlich könnte es dann in der Nacht zum Montag werden“, sagte Adrian Leyser von der Wettervorhersagezentrale des DWD über Sturmtief „Antonia“: Schwere Sturmböen oder sogar orkanartige Böen sind nicht ausgeschlossen.

Die Gefahr dabei: „Die ohnehin durch die vorangegangenen Stürme in Mitleidenschaft gezogenen und in teilweise stark aufgeweichten Böden stehenden Bäume können dabei leicht umstürzen“, sagte Leyser. Erst ab Dienstag beruhige sich das Wetter.

18.59 Uhr: Baum landet auf Dach von Kita in Wolfenbüttel

In Wolfenbüttel ist ein Baum auf dem Dach einer Kita gelandet. Trotzdem kann die Feuerwehr Entwarnung geben, der Betrieb kann am Montag ganz normal stattfinden. Der Schaden sei kleiner als zunächst befürchtet, der Baum mittlerweile entfernt.

Anders sieht es hingegen an der Wallstraße aus. Hier sind mehrere Bäume stark beschädigt worden und müssen nun unter anderem von der Oker aus entfernt werden. Der Einsatz soll noch mehrere Stunden andauern.

14.25 Uhr: HIER gibt’s erstmal keinen Strom

In Gifhorn sind in der gestrigen Nacht Bäume auf die Stromleitungen grkracht. Unter anderem war das der Fall in Osloß, Hillerse, Voitze und Tülau, wie die Feuerwehr mitteilte. Dadurch kam es in diesen Teilen zu Stromausfällen. In einigen Orten gibt es noch immer keinen Strom, wie der NDR berichtet. Eine Sprecherin des örtlichen Stromversorgers hatte das mitgeteilt.

Einige Häuser im nördlichen Landkreis Gifhorns sollen vom Stromausfall noch immer betroffen sein – in Hankensbüttel soll es teilweise erstmal dunkel bleiben. Weil die Stromtrassen dort durch Wälder verlaufen, müssten Arbeiter Wege erst frei schneiden, um Reparaturen durchführen zu können.

12.35 Uhr: SO verlief die Sturmnacht in der Region

In Braunschweig wurde die Hilfe der Feuerwehr in der Nacht rund 150 Mal gefordert, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Zwar hatten die Einsatzkräfte gegen Mitternacht erstmal wieder Luft, allerdings mit Sonnenaufgang stieg auch die Anzahl der Schadensmeldungen wieder stark an. Die Gründe waren überwiegend abgeknickte Bäume, Gebäudeschäden oder umgekippte Verkehrsschilder. Am Vormittag sind am Rathaus in Braunschweig beispielsweise Dachziegel runtergekommen.

In Braunschweig Rautheim ist ein Dach abgedeckt worden, wie „aktuell24“ mitteilte. Verletzte gab es in der Nacht glücklicherweise keine.

In Peine verlief die Nacht „harmloser als befürchtet“, wie es in einer Mitteilung der Polizei heißt. Auf der B214 in Höhe Rietze und der B444 zwischen Ilsede und Groß Lafferde lagen teilweise Bäume quer – die Straßen mussten deshalb für einen kurzen Zeitraum gesperrt werden. Auch hier ist keiner verletzt worden.

Auch in Salzgitter verlief die Nacht überwiegend ruhig. In der Swindonstrasse in Salzgitter-Lebenstedt stürzte ein Baum auf ein parkendes Fahrzeug, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde niemand.

In Salzgitter-Bad war ein Mazda auf der B6 in Richtung Goslar unterwegs. Unmittelbar vor dem 40-jährigen Mazdafahrer krachte ein Baum um – unter diesem fuhr der allerdings einfach durch. Verletzt hat sich der Mann nicht, aber sein Auto ist ziemlich beschädigt worden.

Außerdem mussten in der Nacht die Kreisstraße zwischen Osterlinde und Oelber am weißen Wege gesperrt werden. Dort versperrten umgestützte Bäume die Fahrbahn. Die Sperrung dauert aktuell noch an.

In Königslutter hatten Einsatzkräfte an der Steinmetzschule zu tun: Dort ist ein Teil des Daches durch den Wind abgelöst worden, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Schule ist evakuiert und abgesperrt worden.

10.05 Uhr: Spiel Osnabrück – Eintracht abgesagt

Der DFB hat die Partie zwischen Osnabrück und Braunschweig aufgrund von Sturmschäden im Stadion an der Bremer Brücke kurzfristig abgesagt.

Nach Angaben der Osnabrücker haben sich unter anderem Werbebanden von der Dachkonstruktion gelöst und sind auf das Spielfeld und die Zuschauerränge geflogen.

Nach Rücksprache der Beteiligten an einer Platzbegehung vor Ort und nach Einschätzung der örtlichen Feuerwehr wurde die Bremer Brücke daher aus Sicherheitsgründen gesperrt, sodass die Partie zwischen den Lila-Weißen und der Eintracht aus Braunschweig am Nachmittag nicht wie geplant stattfinden kann.

09.32 Uhr: 24-jähriger Autofahrer verletzt sich in Goslar schwer

Schlimme Szenen im Landkreis Goslar!

Durch den heftigen Sturm „Zeynep“ ist ein 24-jähriger Fahrer mit seinem Auto von der Straße gedrängt worden, wie der NDR berichtet. Dadurch soll er gegen einen Baum gekracht und durch den Crash lebensgefährlich verletzt worden sein.

08.47 Uhr: Lkw-Tank auf der A7 aufgerissen

Nach einem Unfall aufgrund des Sturmtiefs „Zeynep“ sind am Freitagabend 400 Liter Diesel-Kraftstoff auf der A7 ausgelaufen. Nach Angaben der Polizei hatte sich bei Hildesheim durch den Sturm das Fundament einer Verkehrstafel gelöst, so dass diese umknickte und auf die Fahrbahn fiel.

Ein Sattelzugfahrer habe nicht mehr ausweichen können und sei über die Hindernisse gefahren. Dabei riss der Tank auf und Hunderte Liter Kraftstoff ergossen sich über die Fahrbahn. Durch den starken Wind habe sich die Flüssigkeit immer weiter verteilt, berichtete die Polizei. Die Feuerwehr rückte an und pumpte noch einmal mehrere Hundert Liter Diesel aus dem Sattelzug ab, um ein weiteres Auslaufen zu verhindern.

Die Autobahn musste in beiden Fahrtrichtungen für mehrere Stunden gesperrt werden. Die Fahrbahn in Richtung Kassel war laut Polizei erst in den frühen Morgenstunden am Samstag wieder störungsfrei befahrbar.

(red)