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Corona in Niedersachsen: Neue Quarantäne-Regeln – DAS musst du jetzt wissen

Corona in Niedersachsen: Neue Quarantäne-Regeln – DAS musst du jetzt wissen

Einwohner Pekings müssen sich Corona-Tests unterziehen

In Peking sind die Corona-Massentests auf fast alle der 21 Millionen Einwohner der Stadt ausgeweitet worden. Die Anordnung der Tests in dem Innenstadtbezirk Chaoyang löste Panikkäufe aus.

Hannover. 

Die jüngste Corona-Welle scheint in vielen Regionen von Niedersachsen gebrochen, doch es gibt bei den Gesamtinfektionen immer wieder noch leichte Ausschläge nach oben.

Die aktuelle Corona-Entwicklung in Niedersachsen – speziell in der Region38 – kannst du hier nachlesen.

Corona in Niedersachsen: Hier alle News im Überblick

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Freitag, 6. Mai

19.55 Uhr. Neue Quarantäne-Regeln ab Samstag

Wer sich mit dem Coronavirus angesteckt hat, muss von morgen an in Niedersachsen nur noch fünf Tage lang in Isolation. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen in den 48 Stunden vor Ende der Frist symptomfrei sind. Das hat das Gesundheitsministerium in Hannover am Freitag mitgeteilt. Damit setzt die Landesregierung wie erwartet eine Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums und des Robert Koch-Instituts (RKI) um.

Niedersachsens zuständige Ministerin Daniela Behrens (SPD) betonte allerdings, sie empfehle allen Betroffenen, ihre Isolation erst nach einem negativen Schnelltest zu beenden, um andere vor einer Ansteckung zu schützen. Für Beschäftigte im Gesundheitswesen sowie in Alten- und Pflegeeinrichtungen bleibt ein negativer Test für die Wiederaufnahme der Arbeit verpflichtend.

Die Quarantänepflicht für Kontaktpersonen wird aufgehoben. Stattdessen wird dringend dazu aufgerufen, sich fünf Tage selbst zu testen und die eigenen Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren. Auch mit diesem Schritt folgt Niedersachsen der Empfehlung von RKI und Bund.

„Angesichts unserer guten Impfquote, den vergleichsweise milden Krankheitsverläufen durch die Omikron-Varianten und der damit verbundenen Entlastung des Gesundheitssystems können wir diese Anpassungen im Umgang mit Covid in der derzeitigen Lage gut vertreten“, sagte Gesundheitsministerin Behrens.

Donnerstag, 5. Mai

6.14 Uhr: „Munteres Infektionsgeschehen“ – Behrens mit mahnenden Worten

Angesichts des Wegfalls der Maskenpflicht in den meisten Bereichen ruft Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens die Menschen dazu auf, freiwillig zum Mundschutz zu greifen. „Ich finde, dass die Mund-Nasen-Bedeckung ein hervorragendes und einfaches Instrument ist, um Infektionsketten zu unterbrechen und sich selbst zu schützen. Daher kann ich nur an alle appellieren, beim Einkaufen und bei Veranstaltungen in Innenräumen mit vielen Menschen auch weiterhin Maske zu tragen“, sagte die SPD-Politikerin im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Schließlich haben wir nach wie vor ein munteres Infektionsgeschehen in Niedersachsen“, fügte die Ressortchefin hinzu.

Gleichzeitig verteidigte Behrens das Ende der Testpflicht an Schulen und Kitas. „Ich halte das für vertretbar“, sagte die Ministerin, die nicht mit einer baldigen Wiedereinführung rechnet. „Es zeichnet sich aus meiner Sicht mit Blick auf die Sommermonate keine Rückkehr zur Testpflicht an Schulen und Kitas ab.“

Selbstkritisch räumte die Ministerin ein, dass das Land mit dem Start der mobilen Impfteams zu zögerlich gewesen sei. „Mit dem Wissen von heute hätten wir früher damit beginnen können, mit unseren Impfangeboten näher an die Menschen zu gehen. Wir wussten damals aber auch noch nicht, wie stabil der Impfstoff beim Transport ist und wie sich das mit der Kühlung verhält. Da sind wir heute schlauer.“

Das Land werde in den nächsten Wochen zwar weiter für Corona-Schutzimpfungen werben, mit großen Erfolgen rechnet Behrens aber nicht: „Wir müssen leider feststellen, dass wir einige Menschen einfach nicht erreichen oder überzeugen können. Aber jede Impfung zählt, und ich freue mich über jeden der 700.000 ungeimpften Menschen in Niedersachsen, den wir doch noch von einer Impfung überzeugen können.“

Montag, 2. Mai

21.05 Uhr: Kürzere Corona-Isolation soll kommen

Die vorgeschriebene Isolation für Corona-Infizierte wird in Niedersachsen voraussichtlich Ende der Woche verkürzt. Die Isolation für Corona-Infizierte kann bundesweit künftig in der Regel schon nach fünf Tagen enden – mit einem „dringend empfohlenen“ negativen Test zum Abschluss. Das sehen neue Leitlinien vor, die das Robert Koch-Institut (RKI) nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach am Montag veröffentlichen sollte.

Der SPD-Politiker bekräftigte, dass die Isolation weiterhin von den Gesundheitsämtern angeordnet werden soll. Bisher dauert sie in der Regel zehn Tage und kann mit einem negativen Test nach sieben Tagen vorab enden. Die konkrete Umsetzung nach der Empfehlung von RKI und Bundesministerium liegt bei den Ländern. Mehrere Bundesländer haben bereits eine verkürzte Isolation umgesetzt – etwa Bayern.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hatte vergangene Woche gesagt, dass eine entsprechende Verordnung, die die Corona-Isolation im Bundesland regelt, geändert werden soll, wenn die Empfehlungen vorliegen. Sie ging davon aus, dass die verkürzte Isolationsregel Ende dieser Woche in Kraft treten könne.

Freitag, 29. April

6.24 Uhr: Corona-Testpflicht an Schulen und Kitas endet

Die coronabedingte Testpflicht in niedersächsischen Kitas und Schulen endet heute. Laut Kultusministerium gibt es ab Montag für den Schul- und Kita-Besuch keine Test-Verpflichtung mehr. Wer sich freiwillig testen möchte, erhält dafür im Mai drei Testkits pro Woche. Das gilt für alle Schüler sowie für Kita-Kinder ab drei Jahren. Diese Änderungen hatte das Ministerium bereits angekündigt. Die Maskenpflicht lief bereits aus.

Als zusätzlichen Schutz nach den Osterferien hatte Niedersachsen eine tägliche Testpflicht für alle Schüler verhängt, für den Kita-Besuch waren Tests für Kinder ab drei Jahren seit Mitte Februar dreimal wöchentlich notwendig.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) betonte auf dpa-Anfrage, dass sich mit der Rücknahme der meisten Corona-Vorgaben wieder ein Gefühl von Normalität einstelle. Gerade Kinder und Jugendliche hätten „mit erheblichen Einschränkungen wie Schulschließungen, Wechselunterricht, Masketragen und Testpflicht mehr dazu beigetragen als andere, die Pandemie zu bremsen und andere zu schützen.“

Die aktuellen Infektionszahlen zeigten aber auch allzu deutlich, dass die Pandemie noch nicht überwunden sei. „Wer also freiwillig in der Schule eine Maske tragen möchte oder sich vor dem Schul- oder Kitabesuch regelmäßig testen möchte, kann dies selbstverständlich machen.“

Mittwoch, 27. April

10.18 Uhr: Etwa 500.000 Menschen in Niedersachsen zum vierten Mal gegen Corona geimpft

Rund 500.000 Menschen in Niedersachsen haben bislang eine vierte Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das teilte das Gesundheitsministerium in Hannover auf dpa-Anfrage mit. Ein Großteil mit rund 390.000 Impfungen wurde demnach bei niedergelassenen Ärzten durchgeführt. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) waren mehr als 80 Prozent der bei niedergelassenen Ärzten geimpften Menschen älter als 60 Jahre. Rund 110.000 Menschen wurden laut Ministerium über mobile Impfteams geimpft.

Nicht enthalten in der vom Ministerium genannten Gesamtzahl an Viertimpfungen sind Impfungen in Apotheken. Bis Anfang April waren es laut Apothekerkammer etwas mehr als 7.000, allerdings sind darin auch Erst-, Zweit- oder Drittimpfungen enthalten.

Seit Mitte Februar rät die Ständige Impfkommission (Stiko) angesichts der Omikron-Welle bestimmten Gruppen zu der vierten Impfung: Menschen ab 70, Bewohnern von Pflegeeinrichtungen sowie Menschen mit Immunschwäche ab fünf Jahren.

In der Impfübersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) werden die vierten Corona-Schutzimpfungen bislang nicht ausgewiesen. Auf die Erst-, Zweit- und Drittimpfung entfallen laut RKI insgesamt rund 17,2 Millionen Impfdosen im Bundesland. Knapp 79 Prozent der rund acht Millionen Einwohner in Niedersachsen sind demnach einmal gegen das Coronavirus geimpft, rund 78 Prozent gelten als grundimmunisiert mit zwei Impfungen und etwa 64 Prozent erhielten eine erste Auffrischungsimpfung. Mit den jeweiligen Werten liegt Niedersachsen jeweils über dem Bundesschnitt.

(dpa/red)