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Niedersachsen setzt immer weniger auf Polizeihunde – das ist der Grund dafür

Niedersachsen setzt immer weniger auf Polizeihunde – das ist der Grund dafür

© picture alliance/dpa | Axel Heimken

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Jahrelang setzte die Polizei auf die Hilfe von Hunden – doch in Niedersachsen nimmt die Zahl der Vierbeiner im Dienst immer weiter ab.

Und das nicht ohne Grund: Um die Polizeihunde im Einsatz kontrollieren zu können, war es in der Vergangenheit üblich, Stachelhalsbänder zu nutzen. Doch die sind jetzt in Niedersachsen verboten.

Niedersachsen: Polizei muss im Einsatz mit Hunden umdenken

Nach dem Verbot schmerzhafter Mittel im Umgang mit Hunden werden Polizeihunde in Niedersachsen bei manchen Großlagen nicht mehr eingesetzt. In Niedersachsen verzichtet die Polizei bei Fußballspielen und Demonstrationen auf einen Teil der Diensthunde.

Die neue Bestimmung in der Tierschutz-Hundeverordnung trat im Januar bundesweit in Kraft. Die Ausbildung von Schutzhunden der Polizei musste geändert werden. Bislang wurden diese Hunde mit Halsbändern ausgebildet und geführt, die ihnen kurz die Luft abschnüren können. Schmerzhafte Reize waren demnach in manchen Situationen nötig, um unerwünschtes Verhalten der Hunde zu verhindern.

Polizeihunde in Niedersachsen nur noch HIER im Einsatz

In Niedersachsen gibt es nach Zahlen vom Juni knapp 220 Polizeihunde, wie eine Sprecherin des Innenministeriums mitteilte. Der Großteil davon ist als Schutz- und Spezialhund ausgebildet. Aufgrund der Umsetzung der Tierschutz-Hundeverordnung sei bislang ein Hund verkauft worden. Das Aus- und Fortbildungskonzept ist demnach verändert worden.

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„Außerdem sind bereits die Ankaufskriterien für den Erwerb von Welpen und Junghunden umgestellt worden“, so die Ministeriumssprecherin. „Eingestellt wurde auch der Ankauf von älteren Hunden, die bereits (teilweise mit Stachelhalsband) vorausgebildet worden sind, da eine sogenannte ‚Umgewöhnung‘ wenig erfolgversprechend erscheint.“

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Technische Lösungen als Ersatz für Polizeihunde sind in Niedersachsen nicht in Sicht. Das Innenministerium in Hannover teilte mit Verweis auf die vielen Einsatzmöglichkeiten der Vierbeiner mit: „Hunde sind in der Gesamtheit immer noch das flexiblere Mittel.“ (dpa/jko)