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Harz: Gemeinde nach Brocken-Großbrand alarmiert – „Lebensgefährlich, was man mit uns hier macht“

Eine Gemeinde im Harz schlägt nach dem Brocken-Brand Alarm
Eine Gemeinde im Harz schlägt nach dem Brocken-Brand Alarm. (Archivbild) Foto: IMAGO / Eibner

Die Großbrand am Brocken im Harz liegt schon einige Tage zurück. Doch viele Fragen sind noch offen. Wie konnte es zu dem Feuer kommen? Unter anderem im Fokus: Die Brockenbahn und das viele Totholz. Diskussionen laufen.

Und mitten in diesen Diskussionen meldet sich nun auch die Bürgermeisterin einer Gemeinde im Harz zu Wort, die jetzt erst recht besorgt ist.

Harz: DAS bereitet der Bürgermeisterin am meisten Sorge

Ihre größte Sorge: Das Totholz. Denn die Gemeinde Schierke liegt am Fuße des Brockens, „umgeben von Totholz“. „Jetzt hat man gesehen, wie gefährlich, nein lebensgefährlich das ist, was man mit uns hier in Schierke macht“, sagte Christiane Hopstock, ehrenamtliche CDU-Bürgermeisterin der kleinen Gemeinde am Fuße des Brockens, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Das Feuer sei in einem schwer zugänglichen Bereich des Nationalparks ausgebrochen, wo es überall Totholz gebe – als „Ergebnis der Nationalpark-Philosophie: Natur Natur sein lassen“.

Harz
Unglaubliche Bilder aus dem Harz. Der Brocken-Großbrand sorgte für einen tagelangen Feuerwehreinsatz. Foto: Tony Hätscher

Schierke im Harz entkommt einem Drama – aber nur „ziemlich knapp“

Beinahe habe Schierke evakuiert werden müssen, sagte Hopstock. „Man blickte auf Flammen und Qualm am Horizont. Hätte sich der Wind nicht gedreht, dann hätten wir sagen müssen: „Koffer packen und raus.““ Es sei „ziemlich knapp“ gewesen. Die Bürgermeisterin erklärte, seit 30 Jahren zu den Kritikern des Nationalparks zu gehören. „Kurz vor der Wende wurde von der DDR-Volkskammer beschlossen, hier einen Nationalpark zu errichten. Die Menschen vor Ort konnten dabei nicht mitreden, leben jetzt aber im Nationalpark.“

Im Jahr habe Schierke 1,2 Millionen touristische Besucher und 220 000 Übernachtungen – bei 500 Einwohnern, sagte sie. Zwar habe sich viel getan in Sachen Tourismus. „Aber an einem schönen Tag sind hier bis zu 4000 Besucher gleichzeitig zwischen Schierke und Brocken unterwegs, plus die Gäste der Brockenbahn. Wie soll man die in Sicherheit bringen? Die Einwohner nicht zu vergessen.“


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Sie kritisierte, es gebe keine Kommunikation zwischen Nationalpark und Einwohnern: „Das zermürbt. Wenn ich vor die Tür gehe, dann stehe ich im Nationalpark. Da darf ich mein Haus nicht erweitern, aber ich kann den Bäumen beim Sterben zuschauen.“ Sie forderte eine Schutzzone von einem Kilometer um Schierke, aus der alles Totholz herausgeholt werde. (dpa)