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Niedersachsen-Wahl: Parteien-Hass pur! Tätern droht sogar der Knast

Es ist ein gewohntes Bild: Vandalen haben es vor der Wahl in Niedersachsen auf die Wahlplakate verschiedener Parteien abgesehen.Beschmiert, abgerissen und angezündet – die Parteien müssen kurz vor der Landtagswahl in Niedersachsen mühevoll die Plakate ersetzen, oft kommt es auch zur Anzeige.Wahl in Niedersachsen: Alle Parteien von Vandalismus betroffenAllein in Hannover liege die Zahl der […]

Auch im Wahlkampf zur Landtagswahl werden Wut und Frust an den Wahlplakaten ausgelassen.
© picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte

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Es ist ein gewohntes Bild: Vandalen haben es vor der Wahl in Niedersachsen auf die Wahlplakate verschiedener Parteien abgesehen.

Beschmiert, abgerissen und angezündet – die Parteien müssen kurz vor der Landtagswahl in Niedersachsen mühevoll die Plakate ersetzen, oft kommt es auch zur Anzeige.

Wahl in Niedersachsen: Alle Parteien von Vandalismus betroffen

Allein in Hannover liege die Zahl der beschädigten Wahlplakate im mittleren zweistelligen Bereich, hieß es von einer Sprecherin der Polizeidirektion Hannover. Die Beschädigungen betreffen nach ihren Angaben die Plakate der Parteien CDU, SPD, Grüne, FDP und AfD gleichermaßen.

Bei Schmierereien sind die Motive zahlreich. Neben scherzhaften Bildern von aufgemalten Brillen, Bärten und Masken seien viele Plakate auch mit problematischen Symbolen beschmiert, sagte eine Sprecherin der SPD.

„In Aurich werden die Plakate häufig mit dem ‚Z-Symbol“ beschmiert, in Springe in der Region Hannover wurden häufiger Hakenkreuze auf die Plakate geschmiert.“ Auch andere Parteien berichteten von verfassungswidrigen Kennzeichen, die auf Plakate gemalt würden. Das Z-Symbol steht für einen Sieg Russlands.

Auch im Wahlkampf zur Landtagswahl werden Wut und Frust an den Wahlplakaten ausgelassen.
Auch im Wahlkampf zur Landtagswahl werden Wut und Frust an den Wahlplakaten ausgelassen. Viele Parteien müssen ihre zerstörten Plakate ersetzen. Oft kommt es zu einer Anzeige. (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte

Bereits in vergangenen Wahlkämpfen etwa bei der Bundestagswahl 2021 mussten sich die Parteien mit Vandalismus auseinandersetzen. „Die Verluste gerade in urbanen Gebieten sind unverändert sehr hoch“, sagte ein Sprecher der AfD. Neben Zerstörungswut vermute er „politische Beweggründe und ein mangelndes Demokratieverständnis“.


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Auch bei der FDP ist es nach Angaben eines Parteisprechers in vielen Regionen zu massiven Problemen mit Vandalismus gekommen. „Viele Menschen sind besorgt und gefrustet. Einige drücken ihren Unmut über die Politik dann durch Vandalismus aus“, sagte ein Sprecher der Partei. Oft tauschten die Parteimitglieder selbst die beschädigten Plakate aus.

Plakat-Hass vor Wahl in Niedersachsen: Sogar Haft droht

In vielen Fällen kommt es zur Anzeige. Täter von Sachbeschädigung könnten mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren, bei Diebstahl mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe rechnen, hieß es von der Polizei Hannover. (dpa/ck)