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VW: Ex-Mitarbeiterin mit scharfer Kritik an Tochter-Unternehmen – „Das zu sehen tat schon weh“

Bei einem VW-Tochterunternehmen wird immer wieder Kritik laut. Bisher zeigt sich noch keine Einsicht. Alle Infos:

© IMAGO / Hanno Bode

VW und seine Töchter - das sind die Marken

Zum Volkswagen Konzern gehören viele weitere bekannte Automarken. Wir stellen die bekanntesten VW-Töchter vor.

VW hat nicht nur als Autohersteller ein riesiges Standbein, sondern auch in vielen anderen Bereichen. Ein Tochterunternehmen des Autoriesen ist die Moia Operations GmbH. Die Sammeltaxis des VW-Unternehmens fahren in Hannover und Hamburg und sind dort bei vielen beliebt. Bei den Mitarbeitern macht sich allerdings immer wieder Kritik breit.

Das VW-Tochterunternehmen Moia musste sich auch in der Vergangenheit schon einigen negativen Schlagzeilen zu ihren Arbeitsbedingungen stellen. Zufrieden sind Mitarbeiter und Gewerkschaften aber immer noch nicht.

VW: Scharfe Kritik an Tochterunternehmen

Erst im letzten Jahr hatte die IG Metall harte Kritik an das VW-Tochterunternehmen Moia geäußert. Sie forderte damals einen neuen Tarifvertrag mit höheren Löhnen und eine Inflationsausgleichsprämie. Außerdem sollte sich der Tarifvertrag an dem vom Kernunternehmen der Volkswagen Group Services orientieren. Das war aber noch nicht alles: Auch bei den Arbeitsbedingungen wurde immer wieder Kritik laut. Vorangekommen sind beide Parteien bei ihren Gesprächen aber nicht.

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Die Verhandlungen zwischen Volkswagen und der Gewerkschaft waren damals wenig vielversprechend. Die VW-Tochter Moia war der Meinung, mit ihren Konditionen bereits ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und betonte die Vorteile für seine Mitarbeiter. „Hierzu zählen neben einem transparenten Vergütungssystem mit angemessenem Stundenlohn und Zuschlägen und flexiblen Arbeitszeiten auch eine Vielzahl von weiteren Benefits wie beispielsweise Zuschüsse zum Deutschlandticket. Das spiegelt sich auch an den stetig steigenden Bewerberzahlen und Einstellungen wider“, sagte damals ein Sprecher der Moia GmbH auf Nachfrage von News38. In einem Beitrag des taz-Verlags zeigen sich jetzt allerdings andere Stimmen.

Schlechte Arbeitsbedingungen bei VW-Tochter

Die ehemalige Mitarbeiterin von Moia, Susanne Markgraf, berichtet dort von einem Arbeitsalltag, bei dem ständig Fahrer gekündigt, eingeschüchtert und abgemahnt werden, wenn sie nicht genügend Leistung bringen. Schaut man sich diese Aussagen an, ist es wenig überraschend, dass immer wieder Veränderungen bei dem VW-Tochterunternehmen gefordert werden. Bis es so weit ist, leben die Mitarbeiter weiter mit der Angst, willkürlich gekündigt zu werden.


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Aus Angst, ihren Job zu verlieren, gehen dabei viele Mitarbeiter auch krank zur Arbeit, berichtet Susanne Markgraf dem taz-Verlag weiter. Sie selbst hat auch solche Fälle erlebt. „Der war blass wie ’ne wandelnde Leiche und wär’ fast umgekippt. Das zu sehen tat schon weh.“, sagt sie in ihrem Interview mit der taz. Bis jetzt bleibt es in den obersten Etagen von VW still. Zu den Vorwürfen zu ihrem Tochterunternehmen will hier niemand etwas sagen. Ob sich die Arbeitsbedingungen bald verbessern, bleibt also offen.

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