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Aldi-Kunden rasten an den Kassen aus – Discounter will jetzt DAS einführen

An der Aldi-Kasse geht es immer ziemlich schnell zu. Da kommen manche Kunden nicht mit. Für sie gibt es nun positive Aussichten.

© IMAGO / Uwe Meinhold

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Viele Kunden geraten immer wieder wegen der irren Geschwindigkeit der Aldi-Kassierer ins Schwitzen. Da das Laufband hinter der Kasse nicht weitergeht, müssen sie in Windeseile ihre Einkäufe eintüten. Sonst fällt ihnen noch alles runter.

Doch damit könnte bald Schluss sein. Denn Aldi plant eine ganz neue Art des Einkaufserlebnisses – vollkommen ohne Kassen.

Aldi testet erste kassenlose Filiale

Aldi Nord möchte das Einkaufen für die Kunden mithilfe neuester Technik noch einfacher gestalten. Dafür testet der Discounter aktuell in Utrecht in den Niederlanden ein neues System. Das kommt komplett ohne Kassen aus. Die Kunden können wie gewohnt einkaufen und müssen nicht mal Schlange stehen.

Auf Anfrage der Redaktion erklärt ein Sprecher des Unternehmens, wie das „Aldi Shop & Go“-Konzept per App funktioniert. Diese müssen die Kunden zunächst auf ihrem Handy installieren und dort eine Kreditkarte hinterlegen. In der Filiale können sie sich einloggen und dort angebrachte Sensoren registrieren, welche Produkte sie in ihren Einkaufskorb, -wagen oder in ihre Tasche packen. Beim Verlassen des Geschäfts wird die Bezahlung dann automatisch über die App abgewickelt.

Neues Filialkonzept auch in Deutschland?

Wann es auch in Deutschland die ersten kassenlosen Standorte geben wird, ist noch gänzlich offen. Laut dem Unternehmenssprecher sei es noch „zu früh“ dafür. „Wir haben die Testphase des Aldi Shop & Go noch nicht abschließend ausgewertet, aber die ersten Ergebnisse sind vielversprechend.“ Darauf aufbauend werde der Discounter das Konzept noch ausbauen.

Die Technik dazu liefert das Unternehmen Trigo Vision ltd., mit dem der Discounter am Dienstag, den 22. November, einen Vertrag geschlossen hat. Zum Thema Datenschutz versichert der Lebensmittelhändler auf Nachfrage, das System verfolge „nur die Bewegungen des anonymisierten und pseudonymisierten Kunden“. Und diese würden gleich, nachdem der Einkauf abgewickelt sei, gelöscht.


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„Die Kunden werden beim Einkaufen nicht persönlich identifizierbar sein, da das System weder Gesichtserkennung, Augenscans oder Fingerabdrücke noch andere biometrische Merkmale erfasst“, betont der Unternehmenssprecher. Allerdings müssten „produktbezogene Daten“ auf dem in der App hinterlegten Bon gespeichert werden. Sonst sei eine Rückgabe oder Garantie nicht möglich.

Weniger Mitarbeiter bei Aldi?

Keine Kassen bedeutet, dass es auch keine Kassierer mehr bräuchte. Doch der Discounter versichert, dass er auch weiterhin auf die Mitarbeiter setze. „Auch wenn im Teststore in Utrecht ein hoher Automatisierungsgrad getestet wird, geht es ohne Mitarbeiter nicht.“ Sogar ganz im Gegenteil. Auch weiterhin brauche es Personal, das die Regale auffülle. Neben der Kassenbedienung gäbe es schließlich noch genügend zu tun. „Darüber hinaus möchten wir unsere Kunden auch im Testshop über unser Sortiment informieren und für Fragen zur Verfügung stehen“, ergänzt der Pressesprecher.