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Deutsche Bank muss knallharte Maßnahme ergreifen und schließt viele Filialen – diese Niederlassungen sind betroffen

Die Deutsche Bank greift knallhart durch und setzt bei den Filialen des Konzerns radikal den Rotstift an. Hier erfährst du, was geplant ist.

© IMAGO/Manfred Segerer

Deutsche Post: Päckchen nicht angekommen - was Du jetzt tun musst

Viele kennen das Ärgernis. Ihr habt etwas bestellt, doch das Päckchen ist nicht bei euch angekommen und ihr habt auch keine Benachrichtigung im Briefkasten? Euch sind die Hände dann nicht gebunden.

Die Deutsche Bank greift durch und verpasst dem Konzern einen radikalen Schlankheitskurs. In den kommenden drei Jahren ziehen dunkle Wolken über Hunderten Filialen auf. Auch die Kooperation mit der Deutschen Post wird kräftig beschnitten. Mittelfristig soll die Online-Revolution im Bankensektor das Kommando übernehmen und die Beratung vor Ort wird zur Seltenheit, wie mehrere Medien berichten.

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Über die nächsten drei Jahre hinweg wird die Deutsche Bank gnadenlos 250 von 550 Filialen dichtmachen – nicht bei der Deutschen Bank selbst, sondern bei einer ihrer Tochtergesellschaften, der Postbank. Schon lange schleppten viele Postbank-Filialen rote Zahlen mit sich herum, doch vertragliche Verpflichtungen gegenüber der Deutschen Post, dem einstigen Eigentümer der Postbank, fesselten die Deutsche Bank. Bis jetzt. Die Verträge wurden neu ausgehandelt und der Bankenriese hat nun grünes Licht für den Kahlschlag.

Deutsche Bank schließt 250 Postbank-Filialen

In einem überraschenden Schachzug wird in 100 der überlebenden 300 Standorte künftig der Versand von Paketen und der Kauf von Briefmarken nicht mehr möglich sein, bestätigte die Deutsche Bank. Die Deutsche Post wird separate Standorte in der Nähe anbieten, um diese Dienstleistungen anzubieten. Diese 100 reinen Postbank-Filialen ohne Post-Dienstleistungen sollen sich künftig in technologische Wissenszentren verwandeln, so de Sanctis gegenüber der „Financial Times“ (FT). Sie werden nicht nur Ratschläge erteilen, sondern auch bei technischen Problemen unterstützen. „Wir müssen exzellent darin sein, Lösungen anzubieten“, betonte er.

Der Masterplan: Die Postbank soll Schritt für Schritt in eine „Mobile-First“-Bank umgewandelt werden, so ein Sprecher der Deutschen Bank. Die Vor-Ort-Beratung wird eine weniger prominente Rolle spielen. Was mit den Arbeitsplätzen nach den Filialschließungen geschieht, bleibt noch ein Rätsel. Details werden bald mit den Arbeitnehmervertretern verhandelt. De Sanctis erhofft sich „sehr wesentliche Einsparungen, die mehr ausmachen als die Investitionen, die wir tätigen müssen“, wie er gegenüber der FT enthüllte.

Chaos für zwölf Millionen Postbank-Kunden

Der Hintergrund: Ein Datenmigrations-Chaos von zwölf Millionen Postbank-Kunden auf die IT-Systeme der Deutschen Bank rief vor Kurzem die Finanzaufsicht BAFIN auf den Plan. Sie entsandte einen Sonderbeauftragten, um sicherzustellen, dass der Kundenservice schnell wieder auf die Beine kommt. Kunden waren zeitweise von ihren Konten ausgeschlossen.


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De Sanctis ist sich aber sicher, dass die Probleme bis Jahresende behoben sein werden. Die Bank habe bereits „erhebliche Fortschritte“ gemacht. Die Erfahrungen hätten deutlich gemacht, wie dringend digitale Prozesse und Dienstleistungen benötigt werden, um die Kundenerwartungen zu erfüllen.