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Ikea: Möbelriese plant radikale Neuerung – sie ändert für Kunden alles

Möbelgigant Ikea orientiert sich an seinen Kunden und nimmt deshalb in Zukunft eine radikale Änderung vor.

© IMAGO/Photo News

Ikea: Die Erfolgsgeschichte des Möbelhauses

Die schwedische Möbelhauskette Ikea erfreut sich in Deutschland bei Kunden großer Beliebtheit. Immer mehr Möbelhäuser entstehen und die Umsätze wachsen. Ikea erzielte im abgeschlossene Geschäftsjahr 2020 in Deutschland einen Einzelhandelsumsatz von 5,325 Milliarden Euro.

Ikea ist vor allen Dingen bekannt für seine große Auswahl an kostengünstigen Möbeln zu einer recht guten Qualität. Einmal im riesigen Möbelhaus angelangt, wechselt das ein oder andere Möbelstück etwas schneller den Besitzer als in anderen Möbelhäusern.

Wieder Zuhause steht man dann vor der Herausforderung das Ikea-Möbelstück nach Bauanleitung aufzubauen. Nicht wenige bekommen dabei einen absoluten Rappel und verzweifeln an der kleinteiligen Anleitung. Genau aus diesem Grund plant Ikea jetzt eine radikale Änderung. Für Kunden wird sich damit vieles ändern.

Aufbau von Ikea-Möbeln sorgt bei Menschen für Stress

Laut einer Studie des Konsumenten-Online-Netzwerks „hotukdeals.com“ sorgt der Zusammenbau von Ikea-Möbeln bei vielen Menschen für puren Stress. Testkandidaten mussten dabei die 20 beliebtesten Ikea-Möbel zusammenbauen und dabei wurde ihr Puls, Blutdruck sowie die Erfolgsrate gemessen. Das Fazit war deutlich: Do-it-yourself bei Regalen, Kommode und Bett macht einfach keinen Spaß.

+++ Ikea geht an die Preise – Kunden fallen vom Glauben ab +++

Die Pax Garderobe hat den Spitzenplatz für Stress mit glatten 100 Punkten (aus 100 möglichen) erobert. Jeder zweite Bauversuch scheiterte sogar komplett. Nur das Kallax-System war für alle Teilnehmer entspannt und erhielt lediglich eine Stresspunktzahl von neun Punkten. Warum? Weil sich die Kallax-Teile ohne Werkzeug und einfach mit Holzdübeln verbinden lassen.

Ikea plant diese Änderung

Die Ergebnisse der Studie scheint sich Ikea zu Herzen genommen zu haben. „Wir entwickeln ein neues System für den Zusammenbau unserer Möbel. Unsere Kunden sollen weniger selbst schrauben müssen“, erklärt Ikea-Chef Jesper Brodin (55) jetzt im Interview gegenüber der „Bild“-Zeitung.

Das heißt konkret, dass es in Zukunft mehr Klick-Verbindungen geben soll, ähnlich wie bei Lego-Steinen. Laut Brodin soll der Zusammenbau damit „viel schneller gehen, etwa in der Hälfte der Zeit“. Die ersten Prototypen habe er persönlich getestet. „Ich bin ziemlich geübt beim Aufbau unserer Möbel. Für Pax brauche ich 40 Minuten, die neue Version habe ich in zehn Minuten aufgebaut“, sagt der Ikea-Boss.


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Das erste Modell, das erwähnte Pax-Regal, wird voraussichtlich im Sommer in den Ikea-Einrichtungshäusern in Deutschland erhältlich sein. Mit der Einführung des neuen Systems gibt Ikea seinen Kunden die Möglichkeit, die Möbel in ihren Wohnräumen noch einfacher und stressfreier aufzubauen.