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Edeka und Netto ändern ganze Produkt-Sparte – und es hagelt gleich Kritik

Edeka und Netto starten das neue Jahr mit einer wichtigen Änderung der Haltungsform. Was erstmal positiv klingt, bekommt direkt Gegenwind.

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Sechs Fakten über Edeka

Edeka gehört zu den größten Lebensmittelkonzernen in Deutschland. Die Ursprünge des Unternehmens liegen mehr als 100 Jahre zurück.

Wer regelmäßig bei Edeka und Netto einkaufen geht, der weiß ziemlich genau um das Sortiment der Supermarkt-Ketten. Beispielsweise wo welche Produkte in den Regalen stehen und zu welchem Preis diese angeboten werden. Doch eine Produkte-Sparte wird nun einigen Änderungen unterzogen.

Gemeinsam für mehr Tierwohl. Der Edeka-Verbund hat einige Artikel auf Haltungsform 3 umgestellte. Klingt erstmal nach einer positiven Nachricht, oder? Doch von einigen Seiten hagelt es wegen dieser Entscheidung ordentlich Kritik.

Edeka und Netto: Hitzige Diskussion entfacht

Bereits ab Januar 2024 „stellt Edeka relevante Käseartikel der Preiseinstiegsmarke GUT&GÜNSTIG auf die Haltungsform 3 um“, schreibt die Einzelhandels-Kette auf ihrer Website. Der Netto-Marken Discount zieht bei dieser Entscheidung ebenfalls mit. Tierwohl und faire Preise sollen sich jedoch keinesfalls gegenseitig ausschließen. Daher soll der Edeka-Verbund nicht nur der erste deutsche Lebensmitteleinzelhändler sein, der Scheiben-, Reibe- und Stückkäseartikeln der Eigenmarke auf eine höhere Haltungsform achtet, sondern zudem den Kunden auch gleichbleibend niedrige Preise verspricht. Doch auf wen fallen die Kosten zurück, wenn nicht auf die Kunden?

+++ Zieht Edeka jetzt endgültig einen Schlussstrich? Kunden werden hellhörig +++

Ein hochwertigeres Produkt zum gleichen Preis anbieten? Das scheint für Frank Kohlenberg, Milchbauer aus Bremke, das falsche Signal an die Verbraucher zu sein, wie das Portal „agrarheute“ zuletzt berichtete. Doch das ist längst nicht der einzige Punkt, der für Diskussionen und hitzige Gemüter sorgt.


Weitere Themen:


Das neue Label „Respekt pro Tierwohl“ steht bei dem Milchbauer ebenfalls in der Kritik. Dieses entspreche nämlich nur den Vorgaben eines holländischen Unternehmens. Kohlenberg kritisiert, dass die Ware künftig nicht mehr aus Niedersachsen oder Deutschland allgemein bezogen würde, wie „agrarheute“ weiter berichtet. Wie es mit den Streitigkeiten um Edeka und Netto weiter geht, bleibt abzuwarten.