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Rock im Park: Nazi-Skandal erschüttert Festival – doch die Polizei hat ein Problem

Bei Rock im Park kam es am Samstagnachmittag zu einem Nazi-Skandal auf dem Festivalgelände. Die Polizei war vor Ort, hatte aber ein Problem.

Rock im Park: Festival von Nazi-Skandal erschüttert.
© IMAGO/ZUMA Press Wire

Rassismus: 6 Schritte, um dagegen vorzugehen

Rassistische Diskriminierung ist allgegenwärtig.Was kann man tun, um gegen Rassismus vorzugehen?

Es ist erschütternd, welche fremdenfeindlichen Aussagen derzeit immer wieder für Schlagzeilen sorgen. Erst am 23. Mai kam es zum vermeintlichen negativen Höhepunkt, als mehrere junge Gäste auf Sylt lautstark den Song „L’Amour toujours“ von Gigi D’Agostino für rassistische Gesänge missbrauchten (wir berichteten hier).

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Nicht mal drei Wochen später kommt es bei Rock im Park in Nürnberg zum Eklat. Erneut kommt es zu einem Nazi-Skandal. Der Festival-Veranstalter ist erschüttert. Die Polizei ist vor Ort, aber hat aber ein Problem.

Rock im Park: Wieder kommt es zu rassistischen Parolen

Bei Rock im Park ist es am Samstagnachmittag (8. Juni) wieder zu einem rassistischen Vorfall in Verbindung mit dem Lied „L’Amour toujours“, gekommen, berichtet der „Focus“. Zwei Männer sollen auf dem Riesenrad auf dem Festivalgelände den Song mit den Textzeilen „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ missbraucht haben. Das meldete ein Zeuge, der sich ebenfalls im Riesenrad mit einer anderen Gruppe befand, den Sicherheitskräften.

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Als die Fahrt des Riesenrads endete und alle ausgestiegen waren, stellten die Zeugen die fünfköpfige Gruppe, aus deren Gondel die Nazi-Parolen gekommen sein sollen. Daraufhin kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, die sich so weit hochschaukelte, dass zwei Männer (28 und 30 Jahre) handgreiflich wurden.

Rock im Park: Polizei mit Problemen bei Identifizierung

Als die Polizei am Tatort auf dem Gelände von Rock im Park eintraf, konnte sie von vier der fünf beteiligten Personen die Personalien aufnehmen. Die beiden Männer, die handgreiflich wurden, bekamen vom Festival-Veranstalter ein sofortiges Hausverbot. Die Polizei hatte allerdings das Problem, dass die genauen Täter, welche die ausländerfeindlichen Parolen gesungen haben sollen, nicht eindeutig identifiziert werden konnten. Daher wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen Unbekannt eingeleitet.


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„Solche Vorfälle sind inakzeptabel und trüben die friedliche Festivalstimmung. Wir werden alles daransetzen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen“, erklärte ein Sprecher der Polizei Mittelfranken. Die Festivalleitung von Rock im Park kündigte indes an, dass bei zukünftigen Veranstaltungen noch strengere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Solche Vorfälle will man in der Zukunft besser unterbinden.