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Vodafone will die Wogen glätten – aber die Kunden schlagen hart zurück

Ein lustig gemeinter Insta-Post soll den Frust vieler Vodafone-Kunden lindern. Doch der Schuss geht nach hinten los.

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© IMAGO/Panthermedia

Vodafone: Der Telekommunikationsriese

Die wichtigsten Fakten über Vodafone.

Ob es um Internet, Kabel-TV, smarte Geräte oder Mobilfunk geht – viele Kunden von Vodafone sind aktuell frustriert oder gar verärgert. In dieser Situation möchte der Konzern die Wogen glätten und ein bisschen für gute Laune sorgen. Doch der Schuss geht nach hinten los.

+++ Vodafone bleibt keine andere Wahl – Kunden laufen scharenweise davon +++

Für ein Instagram-Video hat Vodafone die Influencerinnen „alinakhani“ und „sophiatokk_tv“ engagiert. Sie sollen den Nutzern auf spielerische und unterhaltsame Weise den neuen, rasend schnellen Mobilfunkstandard 5G näher bringen. Doch in der Kommentarspalte kippt sofort die Stimmung. Aber der Reihe nach.

Vodafone postet Roboter-Spiel mit Influencerinnen

Aktuell sorgen vor allem die Veränderungen beim Kabel-TV für Unruhe. Millionen Mieter müssen sich umstellen – und das läuft an diversen Stellen nicht rund. Aber auch Preiserhöhungen sorgten unter den Kunden zuletzt für Unruhe. Da hat man sich wohl bei Vodafone gedacht, dass ein fröhlich-frischer Insta-Post helfen könnte, neue Kunden neugierig zu machen und bestehende Nutzer aufmuntern.

+++ Vodafone mit nächstem Kosten-Klopper – Kunden müssen handeln +++

Und das sieht in dem Video dann so aus: Influencerin „sophiatokk_tv“ zeichnet ein Bild, das per 5G quasi in Echtzeit zu einem Roboter-Arm übertragen wird. Der wiederum malt die Striche auf ein Blatt Papier. Schließlich muss „alinakhani“ raten, was aus den schwarzen Linien entstehen soll. „Was hattest du in der Schule in Kunst?“ fragt sie etwas ratlos. Spoiler: Letztlich wird es ein Roboter-Kopf.

Kunden kontern mit Kritik: „Müsste euch verklagen“

Apropos Roboter: Vodafone will in nächster Zeit rund 2000 Stellen streichen und stattdessen beim Kundenservice mehr auf Künstliche Intelligenz setzen (>>> hier die Details). Doch zurück zu dem besagten Insta-Post.

Den finden viele Kunden überhaupt nicht witzig. Sie nutzen vielmehr die Gelegenheit, um in der Kommentar-Spalte ordentlich Dampf abzulassen. Ein Nutzer wütet direkt los: „Müllunternehmen. 100er-Leitung versprochen, max. 25Mbts bekommen, mindestens einmal am Tag Störungen, (…) nicht-existente Kundenberatung.“ Und schon kommt der nächste Nutzer-Kommentar: „Jetzt ist es schon fast eine Woche ohne Internet. Echt geil, dafür zahle ich im Monat 50 Euro.“ Und auch dieser Nutzer ist ziemlich unzufrieden: „Hallo Vodafone, ich erlebe den schlechtesten Kundenservice, der mir je untergekommen ist.“

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Instagram, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.

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Ein weiterer Kommentar: „Hoffentlich geht ihr insolvent. Ihr habt keine Daseinsberechtigung. Man müsste euch verklagen für Leistungen, die ihr nicht bringt.“ Und dieser Nutzer bezieht sich noch einmal explizit auf den Insta-Post: „Anstatt Werbung für so einen Scheiß zu machen, kümmert euch lieber um eure Kunden! Seit 10 Tagen kein Internet mehr! Hauptsache Werbung ist nice.“


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So geht das immer weiter, es fällt kaum ein freundliches Wort. Unterm Strich lässt sich festhalten: Der Insta-Post mit „alinakhani“ und „sophiatokk_tv“ ist sicherlich gut gemeint. Aber um die Kunden fröhlich zu stimmen, muss Vodafone sich wohl andere Maßnahmen einfallen lassen.