Peine 

"Feiger Mord" – Peiner über Hurghada-Attentat entsetzt

Am Strand dieser Anlage kam es zur tödlichen Attacke.
Am Strand dieser Anlage kam es zur tödlichen Attacke.
Foto: dpa

Peine. Münstedt: Ein kleines Dorf im Kreis Peine mit knapp 1.000 Einwohnern, Schützenfest, viel Natur und Ruhe. Seit dem Wochenende schockiert eine Nachricht den kleinen Ort: Eine ehemalige Nachbarin ist tot. Im Urlaubsparadies am Strand erstochen. Gemeinsam mit ihr eine Freundin aus Edemissen.

Nach Hurghada gezogen

"Sie hat ihr Geschäft verkauft, um noch was vom Leben zu haben, um das Leben noch zu genießen. Sie hat sich da eine kleine Wohnung gekauft", sagte eine Anwohnerin den "Peiner Nachrichten".

Neben der 64-Jährigen aus Münstedt ist auch ihre ehemalige Arbeitskollegin Ingrid M. aus Edemissen am Strand in Hurghada erstochen worden. Der Täter - ein 28-jähriger mutmaßlicher Anhänger der Terrormiliz IS - kam zuvor mit einem Messer an den Strand geschwommen und verwickelte die Frauen laut einem Bericht der Zeitung "Al-Shorouk" in ein Gespräch. Dann stach er zu.

Ein Mitarbeiter des Nachbar-Hotels "El Palacio" berichtet laut dpa, dass der Täter schwimmend geflohen sei. Sicherheitsleute des Hotels hätten ihn aber überwältigt und gefesselt.

Schock für Edemissen

Für die Menschen in Edemissen unfassbar: "Wir sind fassungslos und bestürzt. Was geht in solchen Menschen vor, die wahllos Touristen töten und Leid über die Familien bringen? Ich selbst bin schockiert über diesen feigen Mord. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen", sagt Gemeindebürgermeister von Edemissen, Frank Bertram (CDU) auf Anfrage von news38.de.

Auswärtiges Amt reagiert

Das Auswärtige Amt hat ein "...landesweit erhöhtes Risiko terroristischer Anschläge und die Gefahr von Entführungen" für Ägypten ausgesprochen.

Wann die Leichen der getöteten Frauen aus dem Kreis Peine nach Deutschland überführt werden, kann aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht bekannt gegeben werden, wie das Auswärtige Amt news38.de mitteilte.