Peine 

Hurghada-Opfer: Angehörige nehmen Abschied

Am Strand von Hurghada - eigentlich ein Urlaubsparadies - sind bei einer Messerattacke vermutlich zwei Frauen aus dem Landkreis Peine getötet worden (Archivbild).
Am Strand von Hurghada - eigentlich ein Urlaubsparadies - sind bei einer Messerattacke vermutlich zwei Frauen aus dem Landkreis Peine getötet worden (Archivbild).
Foto: dpa

Ilsede. In einem Trauergottesdienst haben sich Angehörige und Freunde am Freitag von den beiden bei einem Messerangriff in Ägypten getöteten Frauen aus dem Kreis Peine verabschiedet. Die Pastorin der evangelischen Gemeinde Münstedt, Marion Schmager, sprach in ihrer Predigt von "einem barbarischen Gewaltakt".

Wie könne man damit fertig werden, die Mutter oder die Lebensgefährtin auf so eine schreckliche Art und Weise zu verlieren, fragte die Pastorin. Foto- und Filmaufnahmen waren nur vor Beginn der Trauerfeier in der leeren Kirche zugelassen.

Am Strand von Hurghada erstochen

Am 14. Juli hatte ein 28-Jähriger die beiden 56 und 65 Jahre alten deutschen Urlauberinnen an einem Hotelstrand des Badeortes Hurghada mit mehreren Messerstichen getötet, bevor er überwältigt wurde. Ägyptische Sicherheitskreise bringen die Attacke mit der Terrormiliz IS in Verbindung. Bei der Tat wurden vier weitere Ausländer verletzt.

Eine 36-jährige Tschechin starb in der Nacht zu Donnerstag infolge ihrer schweren Stichverletzungen.

Der 28 Jahre alte Angreifer, ein Student, soll aus Nordägypten stammen und nach Berichten dem Terrornetzwerk IS angehören. Hurghada ist mit seinen mehr als 250 Hotelanlagen neben Scharm el Scheich das größte ägyptische Touristenzentrum am Roten Meer. Die Ferienregion ist auch bei deutschen Urlaubern beliebt.