Peine 

Sorge um Jobcenter: Landrat holt Verstärkung

Sie setzen sich für das Jobcenter Peine in seiner jetzigen Form ein: Landrat Franz Einhaus (SPD, v.l.), die beiden Center-Leiter Dirk Sommer und Ulrike Scharf, Hubertus Heil und Sozial-Kreisrat Detlef Buhmann.
Sie setzen sich für das Jobcenter Peine in seiner jetzigen Form ein: Landrat Franz Einhaus (SPD, v.l.), die beiden Center-Leiter Dirk Sommer und Ulrike Scharf, Hubertus Heil und Sozial-Kreisrat Detlef Buhmann.
Foto: Wahlkreisbüro Hubertus Heil

Peine. Ist bei den von Kommunen und Arbeitsagentur gemeinsam betriebenen Jobcentern der Einfluss der Städte und Landkreise in Gefahr? Diesen Eindruck hat zumindest der Peiner Landrat Franz Einhaus (SPD): "Ich registriere Vorstöße aus dem politischen Raum, verschiedene Zielgruppen und Aufgaben aus der Zuständigkeit der Jobcenter herauslösen zu wollen", berichtete der Verwaltungschef dem Peiner Bundestagsabgeordneten und SPD-Generalsekretär Hubertus Heil.

Der Landtrat hatte mehrere Abgeordnete angeschrieben: Dabei schilderte er seine Sorgen über die möglicherweise bevorstehenden Kompetenz-Verlagerungen weg von den Kommunen und hin zu Arbeitsagentur geschildert - und bat um Hilfe.

Modellprojekt vereinbart

Bei einem Besuch im Peiner Jobcenter überzeugte sich Heil nun von der "sehr guten Arbeit" der Einrichtung, wie sein Büro am Samstagmorgen mitteilte. Allerdings gehe "die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt aber noch an vielen Langzeitarbeitslosen vorbei", schränkte er ein. Heil will deshalb gemeinsam mit dem Landkreis ein Modellprojekt starten, um Spielräume der Kommunen für eine noch effizientere Arbeit der Jobcenter auszuloten.

Oder, wie es auf Politikerdeutsch heißt: "Heil und Einhaus haben nun vereinbart, auf Fachebene einen Eckpunkteentwurf für ein Modellprojekt zu entwerfen, das die Gestaltungsspielräume der Jobcenter in besonderer Weise berücksichtigt."