Peine 

Mord im Lovemobil: Anklage gegen Mann aus Salzgitter

Tatort: Wohnwagen. In diesem "Lovemobil" wurde die Frau tot aufgefunden.
Tatort: Wohnwagen. In diesem "Lovemobil" wurde die Frau tot aufgefunden.
Foto: Polizei
  • Neue Anklage nach Justiz-Irrtum.
  • 30-jähriger Salzgitteraner bestreitet Tat.
  • DNA-Spuren belasten ihn.

Hildesheim/Hohenhameln. Im Fall der bei Hofschwicheldt ermordeten Prostituierten gibt es eine neue Anklage. Die Staatsanwaltschaft Hildesheim wirft einem Mann aus dem Raum Salzgitter Mord aus Habgier in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge vor. Das gab die Behörde am Dienstagmittag, 19. September, bekannt.

Er soll die 40-jährige Frau am 4. November vergangenen Jahres getötet und beraubt haben. Die Ungarin hatte an der B494 in einem Lovemobil ihre Liebes-Dienste angeboten.

Zunächst hatten die Ermittler einen Mann aus dem Raum Wolfenbüttel in Verdacht und angeklagt. Er wurde aber inzwischen wegen erwiesener Unschuld freigesprochen. Im Laufe Hauptverhandlung gegen den Mann ging bei den Ermittlungsbehörden ein anonymes Schreiben ein, in dem der jetzt angeklagte 30-Jährige als Täter dargestellt wurde.

Mann bestreitet Tat

Der Verfasser ist ein Bekannter des jetzigen Beschuldigten. Er konnte ermittelt und befragt werden. Der Mann will während des Geschehens vor Ort gewesen sein und einen Teil der Tathandlung mitbekommen haben. Die Überprüfung der Hinweise führte zur Festnahme des Salzgitteraners am 9. Juni. Bisher bestreitet er die Tat.

DNA am Tatort

Die Staatsanwaltschaft aber sagt, dass weitere Ermittlungen die Zeugen-Angaben untermauert haben. So seien zum Beispiel auch DNA-Spuren, die dem Tatverdächtigen zuzuordnen sind, unter den Fingernägeln der Verstorbenen festgestellt.

Gleichzeitig prüfen die Ermittler in Wolfsburg, ob der Mann auch für den Mord an einer Prostituierten in Vorsfelde verantwortlich sein könnte.