Peine 

Peine: Bunter Protest gegen rechte "Patrioten"

Musikalischer Protest gegen die "Patrioten Niedersachsen"
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Peine. Die rechtsgerichteten "Patrioten Niedersachsen" dürfen mitsamt "befreundeter" Gruppen zwar auf dem Schützenplatz in Peine demonstrieren. Doch Gegendemonstranten setzen am frühen Samstagnachmittag unter dem Motto "Bunt statt Braun" ein unübersehbares und -hörbares Zeichen dagegen. Aufgerufen dazu hatte das Peiner Bündnis für Toleranz.

Rund 200 Teilnehmer aus Kreisen der Kirche, der Gewerkschaften und der demokratischen Parteien machen deutlich, dass die "Patrioten" unerwünscht sind. Nach Informationen der Peiner Nachrichten befindet sich unter den Rechten Lutz Urbanczyk von der AfD Berlin und der Ex-NPD-Funktionär Alexander Kurth.

Nach Angaben von Polizeisprecher Frank Oppermann sind die Ordnungskräfte mit einer "der Lage angepassten Zahl" vor Ort, um ein Aufeinandertreffen beider Gruppen zu verhindern. Örtliche Beamte werden dabei von Kräften aus Braunschweig, Hannover und Göttingen verstärkt. Außerdem ist die Pferdestaffel aus Braunschweig im Einsatz.

Während das Bündnis für Toleranz eine Bühne aufgebaut und neben Wort- auch Musikbeiträge vorbereitet hat, gingen knapp 100 Teilnehmer der rechten Veranstaltung einmal im Kreis - vom Schützenplatz zur Kantstraße, dann am Silberkamp vorbei in die Hindenburgstraße und wieder zurück zum Schützenplatz.

Die Polizei berichtete von einem friedlichen Verlauf - es kam lediglich zu "Verbal-Scharmützeln" auf beiden Seiten. Auch mit einer zweiten Gegen-Demonstration auf der Richard-Langeheine-Straße gab es aus Sicht der Polizei keine Probleme: Als die etwa 50 Teilnehmer mit lauter Musik die "Patrioten Niedersachsen" stören wollten, habe die Polizei eingegriffen.

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