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Nur eine Übung: Feuerwehren in Hohenhameln auf Probe

Vier Station galt es bei der Übung der Gemeinde Hohenhameln abzuarbeiten.
Vier Station galt es bei der Übung der Gemeinde Hohenhameln abzuarbeiten.
Foto: Freiwillige Feuerwehr Hohenhameln

Hohenhameln. Sirenengeheul ist am Wochenende überall in Hohenhameln zu hören gewesen. Der Grund: Eine Übung, an der 75 Kräfte aus aus neun Ortswehren mit insgesamt 12 Fahrzeugen teilgenommen haben.

Der erste und stellvertretende Gemeindebrandmeister, Andreas Bock und Olliver Sander hatten am Samstag das Kommando während der Übung. Los ging es am Morgen bei der Ortswehr Clauen. An der ersten Station sollte eine sogenannte "Hilfeleistung aus Höhen" stattfinden.

Verletzte Person im Kirchturm

Eine Person sollte aus dem Clauener Kirchturm gerettet werden, die sich nach einem Sturz einen Knochenbruch zuzog. Dieses hörte sich zunächst einfach an, jedoch ist der Weg zu der "Verletzten Person“ nur über sehr steile Treppen,Türen,sehr verwinkelt und durch die dicke Turmmauer mehr als eng gewesen. Dieses brachte viele Kameraden ganz schön ins Schwitzen und forderte ein hohes Maß der zusammen Arbeit und Kommunikation ab. Nach einer kurzen Pause rückte die Ortswehr dann zur nächsten Station ab.

Zwischenzeitlich wurden die Ortswehren Bierbergen und Soßmar zur ersten Station alarmiert. Hintereinander wurde diese Übung dann von jeder Ortswehr der Gemeinde mit Alarm angefahren. Danach folgten dann in Abständen die Ortswehren aus Mehrum, Harber und Ohlum, Hohenhameln, Equord und Stedum-Bekum.

Wassersparen

An Station Zwei am Sportplatz ging es um Brandbekämpfung. Zunächst nahmen die Einsatzkräfte an, dass dort ein Stapel Paletten branne. Dies schien zunächst noch einfach, da immer mindestens ein Fahrzeug mit Wassertank an der Station war.

Die Bilder der Übung

Die Herausforderung bestand jedoch darin, nicht schnell mit viel Wasser abzulöschen, sondern eher möglichst wenig Wasser effektiv einzusetzen. Hier war der Ideen Reichtum von Wehr zu Wehr unterschiedlich und sehr spannend mit anzusehen. Die Hohenhamelner Kräfte setzten hier zum Beispiel einen Hochdrucklöscher ein, mit dem das Feuer schnell abgelöscht werden konnte.

Schwere Fracht

An der dritten Station tappten dann doch viele Wehren in die Falle. Im Neubaugebiet Harzblick 2 stand ein Lkw mit Gefahrstofftafel und eine unbekannte Flüssigkeit lief von der Ladefläche. Gleichzeitig war eine Person in ein Kanalschacht gefallen. Hier galt es nach der GAMS Regel bei der Anfahrt genügend Abstand zu halten und sich vorsichtig an die Einsatzstelle heran zu tasten, die Person aus dem Kanal Schacht zu Bergen und aus dem Gefahrenbereich zu schaffen. Vollen Körpereinsatz mussten auch die beiden Einsatzkräfte bei der Bergung der Übungspuppe (75 Kg) aus dem Kanalschacht zeigen.

An der letzten Station am Getreidehaus in Clauen gab es dannGetränke und Brötchen zur Stärkung. Dann ging es für die Einsatzkräfte ins wohlverdiente Wochenende. Sowohl Andreas Bock und Olliver Sander zeigten sich mit Gemeindebrandmeister Stefan Meißner über den Übungsablauf sehr zufrieden.