Peine 

Geschichte hautnah: Peiner zeigen die Region zur NS-Zeit

Bürgermeister WiardBronleewe spricht auf einem NS-Aufmarsch vor dem Rathaus, 1940 v
Bürgermeister WiardBronleewe spricht auf einem NS-Aufmarsch vor dem Rathaus, 1940 v
Foto: Stadtarchiv Peine

Peine. Die Ausstellung "Das Braunschweigische Land im Nationalsozialismus" der Arbeitsgruppe Heimatpfleger zeichnet ein Bild des ehemaligen Freistaats Braunschweig, zu dem auch der Landkreis Peine zählte, im Nationalsozialismus.

Hitlers Anfänge in Braunschweig

Die Arbeitsgruppe Heimatpfleger der Braunschweigischen Landschaft hat diese Ausstellung mit Beiträgen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Infrastruktur zusammengetragen. Die einzelnen Geschichtenzeigen auf 37 Tafeln die historische Bedeutung der Region, etwa die Einbürgerung Hitlers in Braunschweig, die seine Herrschaft erst möglich machte.

Andererseits wird Lokalgeschichte und der damalige Alltag erklärt. Zum Beispiel das Bürgermeisteramt Peines während dieser Zeit,von der demokratischen Legitimation der Nationalsozialisten durch Koalitionen mit bürgerlichen Parteien zur Machtübernahme und der Einsetzung linientreuer NSDAP-Mitglieder in das Amt. Nachgezeichnet wird damit auch der schleichende Verfall einer Demokratie in eine Diktatur. Gerade vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen ein bedrohliches, mahnendes historisches Beispiel.

Geschichte des Bürgermeisters

Für die Station im Kreismuseum wird die Ausstellung um weitere Tafeln ergänzt, die sich mit Peine beschäftigen, etwa der Zerstörung der Peiner Synagoge, sowie einem Zeitstrahl, der das Kriegsende und die Nachkriegszeit anhand des Lebensweges von unter anderem WiardBronlewe, dem damaligen Bürgermeister nachzeichnet.

Die Ausstellung wird am 25. Oktober um 18:30 eröffnet und ist bis zum 26. November von Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr zu sehen Weitere Informationen auf www.kreismuseum-peine.de und www.braunschweigischelandschaft.de.