Peine 

Angler stirbt im Kanal in Vechelde: Obduktion beantragt

Hier starb der Angler.
Hier starb der Angler.
Foto: Feuerwehr Vechelde-Wahle

Vechelde/Peine/Braunschweig. Nach dem Tod eines Anglers in Vechelde sind die genauen Umstände auch am Freitagnachmittag noch unklar. Inzwischen liegt der Fall bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig, wie die Polizei Peine berichtet. Staatsanwalt Hans Christian Wolters sagte news38.de, dass man eine Obduktion beantragt habe.

Inzwischen ist klar, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen 58 Jahre alten Mann aus Lengede handelt. Er wollte am späten Donnerstagabend mit seinem 52-jährigen Bekannten aus Braunschweig im Stichkanal Salzgitter angeln.

Angler stürzt ins kalte Wasser

Nach Aussage des Braunschweigers stürzte der 58-Jährige dann ins kalte Wasser. Die Rettungskräfte der Feuerwehr konnten ihn leider nur noch tot aus dem Kanal bergen. "Es steht derzeit nicht fest, aus welchen Gründen der 58-Jährige in den Kanal gefallen und verstorben ist", betont die Polizei.

Obduktion? Noch völlig unklar

Genau das gilt es jetzt herauszufinden. Wolters sagte news38.de, dass die Ermittler derzeit ein Fremdverschulden "nicht vollständig ausschließen" können. Einen konkreten Verdacht gebe es aber nicht. Dennoch habe die Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht eine Obduktion beantragt. Diese werde wohl erst in der kommenden Woche stattfinden.

Außerdem müsse herausgefunden werden, inwiefern der Begleiter des Verstorbenen dem Mann aus seiner Notlage hätte befreien können. Nur wenn es nach dessen Aussage überhaupt einen Anfangsverdacht gebe, würden Ermittlungen gegen den 52-Jährigen eingeleitet. Dann ginge es etwa um unterlassene Hilfeleistung.

Notärztin kann nur den Tod feststellen

Laut der Feuerwehr Vechelde-Wahle passierte das Unglück zwischen der Schleuse Wedtlenstedt und der Zufahrt zum Yachthafen. Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatte die Polizei den leblosen Körper bereits mit einer Angel von der Kanalmitte in den Uferbereich ziehen können – "es waren jedoch keine Lebenszeichen mehr feststellbar", so Feuerwehr-Sprecher Michael Hanne.

Ein Feuerwehrmann barg den Körper dann letztendlich. Ein Boot kam nicht mehr zum Einsatz. Eine Notärztin konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. (ck)

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