Peine 

Masernfall im Landkreis Peine – Erkrankter liegt isoliert im Krankenhaus

Im Landkreis Peine ist eine Person an Masern erkrankt. (Symbolbild)
Im Landkreis Peine ist eine Person an Masern erkrankt. (Symbolbild)
Foto: dpa

Peine. Im Landkreis Peine ist aktuell ein Masernfall offiziell bestätigt. Das teilte der Landkreis am Freitag mit. Der Verdachtsfall wurde am 6. März an das Gesundheitsamt übermittelt.

Die laborchemische Bestätigung des Masernfalles in Peine und die Übermittlung des Befundes erfolgten am 7. März.

Masernfall im Landkreis Peine - Erkrankter liegt isoliert im Krankenhaus

Der an Masern Erkrankte liegt isoliert im Krankenhaus Peine und wird stationär behandelt. Alle notwendigen Maßnahmen wurden rechtzeitig durch das Gesundheitsamt und das Klinikum Peine eingeleitet, heißt es weiter in der Mitteilung.

Wurden noch weitere Personen angesteckt?

Die engen Kontaktpersonen wurden auf Antikörper untersucht und gegebenenfalls auch nachgeimpft. Ob es während der Inkubationszeit noch zur Ansteckung von weiteren Personen im engeren Umkreis gekommen ist, bleibe aber abzuwarten.

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Da derzeit nur ein Masernfall im Landkreis Peine bestätigt ist, sei aber noch nicht von einem Ausbruch zu sprechen. Durch das frühzeitige Eingreifen hoffe man, ein Ausbruchsgeschehen zu verhindern.

Impfung gegen Masern ist eine wirksame Prävention

„Die Impfung gegen Masern ist eine wirksame Prävention gegen die Erkrankung. Grundsätzlich wird nach zweimaliger Impfung von einer lebenslangen Immunität ausgegangen“, erklärt Amtsärztin Dr. Doris Arnold. Wer nur einmal geimpft worden sei oder seinen Impfstatus nicht kenne, könne die Impfung jederzeit nachholen. Ein ausreichender Immunschutz ist nach etwa zwei bis drei Wochen nachweisbar.

26 Masernfälle in ganz Niedersachsen seit Anfang des Jahres

Seit Jahresbeginn sind in Niedersachsen mehr Menschen an Masern erkrankt als im gesamten Vorjahr. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden seit Neujahr 26 Masernfälle registriert, im Jahr 2018 waren es 18. Die Mehrheit der Erkrankten in diesem Jahr gab es mit 17 Fällen im Kreis Hildesheim.

Masern sind für ungeimpfte Menschen sehr ansteckend. Das Virus wird als Tröpfcheninfektion etwa beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen. Eine Infektion verursacht Fieber, Husten, Entzündung der Augenbindehaut und Hautausschlag. Die Krankheit kann schwerwiegend verlaufen. Als lebensbedrohliche Komplikation kann eine Gehirnentzündung auftreten.

Zwar sank die Zahl der bundesweiten Masernfälle nach Angaben des Robert Koch-Instituts von 929 Fällen 2017 auf 543 Fälle im vorigen Jahr. Doch in Europa vervielfachte sich die Zahl der Masernerkrankungen von 5273 im Jahr 2016 auf 23 927 im Folgejahr.(red, dpa)