Peine 

Gewaltorgie im Landkreis Peine: Revision abgelehnt - Urteile rechtskräftig

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Foto: dpa

Lengede/Woltwiesche. Vier Männer sind bereits im vergangenen Jahr wegen versuchten Totschlags verurteilt worden. Drei von ihnen hatten dann gegen das Urteil vom Landgericht Hildesheim Revision eingelegt.

Diese hat der Bundesgerichtshof nun als offensichtlich unbegründet verworfen. Damit ist das Urteil rechtskräftig.

Die damals 21, 18 und 17 Jahre alten Verurteilten waren im Sommer 2018 wegen versuchten Totschlags angeklagt worden. Den Männern wurde vorgeworfen, Anfang Dezember 2017 zwei damals 29- und 39-jährige Männer am Fuhseblick in Woltwiesche im Landkreis Peine in einer Gewaltorgie lebensgefährlich verletzt haben.

Gewaltorgie von Woltwiesche: Prozess startet

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat einer der vier Angeklagten am Rande einer Feier mit drei zufällig vorbeikommenden Männer Streit angefangen haben.

Während einem der Angegriffenen die Flucht gelungen sei, sollen die drei weiteren Angeklagten ihrem Komplizen "geholfen" haben, ihre beiden Opfer zusammenzutreten und zu -schlagen: Dabei haben sie laut Anklage nicht nur gegen die Köpfe getreten, sondern unter anderem auch mit einer Wodkaflasche auf sie eingeschlagen haben.

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Nicht nur das: Einen der Schwerverletzten sollen die Schläger sogar in einen Graben gestoßen und seinem Schicksal überlassen haben. Er hatte laut Anklage mehrere Schädel- und Gesichtsfrakturen erlitten.

Dass beide Männer überhaupt noch am Leben sind, ist offenbar einem glücklichen Umstand zu verdanken: Dem etwas weniger schwer Verletzten war noch die Flucht auf die Straße gelungen, bevor er dort besinnungslos zusammenbrach. Polizeibeamte fand dann wenig später den zweiten Verletzten.

Einer der 18-Jährigen hatte das Urteil bereits ohne Revision akzeptiert. Nun müssen auch die anderen Verurteilten die Freiheits- und Jugendstrafen antreten. (mvg)