Peine 

Toter Greifvogel in Peine: Landkreis warnt vor Giftködern

Ein Rotmilan ist in Peine tot entdeckt worden. Er wurde vergiftet. (Symbobild)
Ein Rotmilan ist in Peine tot entdeckt worden. Er wurde vergiftet. (Symbobild)
Foto: imago images / blickwinkel

Peine. Schon wieder ist im Landkreis Peine ein toter Greifvogel von einem Jäger gefunden und ins Veterinäramt gebracht worden. Das Ergebnis der Untersuchung: Der Rotmilan ist mit einem Pflanzenschutzmittel vergiftet worden. Das hat der Landkreis Peine am Montag mitgeteilt.

Das Pflanzenschutzmittel Carbofuran ist bereits seit Jahren verboten. Der Landkreis geht nun davon aus, "dass hier mit präparierten Ködern vorsätzlich der Tod des Greifvogels in Kauf genommen wurde oder gewollt war". Deshalb ist nun Anzeie wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet worden.

Nicht nur für Tiere, sondern auch für Menschen ist das Pflanzenschutzmittel Carboruran hoch giftig.

Köder in Peine nicht anfassen

Der Landkreis Peine warnt dringend davor, Köder mit bloßen Händen anzufassen. Typisch für präparierte Köder sind bläuliche oder lila stecknadelkopfgroße körnige Anhaftungen. Tierhalter und Spaziergänger werden aufgerufen, besonders auf ihre freilaufenden Tiere achtzugeben, um sicher ausschließen zu können, dass z.B. ein Hund unbemerkt präparierte Köder verschlingt und so zu Schaden kommt.

---------------------------------

Mehr aus Peine:

---------------------------------

Wer die mutmaßlich präparierten Köder (z.B. Fleischstücke, Geflügelteile, Tauben, Mäuse, mit blauen oder violetten stecknadelkopfgroßen Anhaftungen) findet, wird gebeten, diese ohne direkte Berührung wasserdicht zu verpacken, und bei der nächsten Polizeidienststelle oder beim zuständigen Veterinäramt abzugeben und Strafanzeige gegen unbekannt zu erstatten.

Die Köder können bei der Polizei oder dem für den Fundort zuständigen Veterinäramt für eine spätere Analyse im Rahmen der Strafverfolgung eingefroren werden.

Jede Anzeige zählt

Auch wenn sich in den allermeisten Fällen leider kein Täter ermitteln lässt, steigt die Wahrscheinlichkeit mit jeder Anzeige, die Täter zu schnappen. So könne zum Beispiel eine Karte der ausgelegten Köder erstellt werden, anhand derer dann Zusammenhänge mit evtl. weiteren eingehenden Hinweisen hergestellt werden können.

Wichtig sind daher die genaue Beschreibung des Fundortes und des Fundzeitpunktes, wann immer möglich mit einem Foto der Auffindesituation und evtl. gemachten Beobachtungen, sowie eine gute wasserdichte (z.B. Plastikbeutel mit Zipverschluss, verschließbares Glas oder Dose) Verpackung. (mvg)