Peine 

Bahn hat Verspätung: Mann aus Peine verpasst Flieger und zieht vor Gericht

Ein Mann aus Peine wollte mit der Bahn zum Flughafen fahren. Doch der Zug hatte Verspätung – und er verpasste den Flieger. Er zog vor Gericht.
Ein Mann aus Peine wollte mit der Bahn zum Flughafen fahren. Doch der Zug hatte Verspätung – und er verpasste den Flieger. Er zog vor Gericht.
Foto: imago

Peine. Ein Vater und sein Sohn aus Peine wollten vom Flughafen Düsseldorf aus in den Urlaub fliegen – doch die Bahn zum Flughafen hatte Verspätung. So verpassten die beiden ihren Flieger und mussten einen Ersatzflug buchen.

Deshalb zog der Mann aus Peine vor Gericht. Jetzt ist das Urteil gefallen.

Bahn: Flug nach Zug-Verspätung verpasst – Peiner zieht vor Gericht

Der Fall: Ein Vater und sein Sohn aus dem Raum Peine in Niedersachsen hatten einen Münchner Reiseveranstalter verklagt, weil sie wegen der verspäteten Bahn ihren Flug verpassten und einen Ersatz buchen mussten. Außerdem verlangten sie eine Entschädigung für einen verlorenen Urlaubstag.

Die beiden hatten eine einwöchige Pauschalreise gebucht, inklusive Rail-and-Fly-Ticket mit Zug zum Flug. Um 18.58 Uhr sollte der Zug am Flughafen ankommen. Er habe allerdings fast zwei Stunden Verspätung gehabt und sei erst um 20.40 Uhr eingetroffen, als die Schalter für den Abflug schon geschlossen waren.

Vater und Sohn verpassten ihren Flug und mussten eine Nacht im Hotel am Flughafen verbringen. Sie buchten über das Reisebüro neue Flüge für insgesamt 1682,88 Euro. Diese Kosten sollte aus Sicht der Kläger das Reisebüro tragen.

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Das Amtsgericht München hat jetzt das Urteil in dem Fall gesprochen. Demnach muss das Reisebüro die Kosten nicht tragen.

Das Gericht begründete dies mit einem Verweis auf die AGB des Reisebüros ab. Darin heißt es: „Soweit die Anreise des Reisenden zum Flughafen per Zug erfolgt (...), ist dieser gehalten möglicherweise auftretende Verzögerungen bei der Zugbeförderung angemessen bei der Auswahl der Zugverbindung zu berücksichtigen.“

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Vater und Sohn hätten aber eine zu knappe Zugverbindung gewählt. Bei den eingeplanten siebzehn Minuten bis zum Beginn der zweistündigen Frist vor Abflug sei ein zu knappes Zeitfenster gewählt worden, das mögliche Zugverspätungen nicht angemessen berücksichtigt habe. (dpa)