Peine 

Peine: Hiobsbotschaft in der Corona-Krise – das Klinikum ist pleite!

Das Klinikum Peine hat Insolvenz angemeldet.
Das Klinikum Peine hat Insolvenz angemeldet.
Foto: Brigitte Vetter

Peine. Nicht nur Gastronomie und der Einzelhandel in Peine stehen durch das Coronavirus vor einer finanziellen Herausforderung – jetzt trifft es genau die Einrichtung, die in der Krise am meisten gebraucht wird.

Das Klinikum Peine ist pleite und meldet Insolvenz an!

Peine: Betrieb im Klinikum geht weiter

„Aufgrund der aktuellen Wirtschaftszahlen gibt es in der jetzigen Situation keine Alternative zu dem Vorgehen", sagt Klaus Wiswe, Aufsichtsratsvorsitzender der AKH-Gruppe, zu der das Peiner Klinikum gehört.

Wie die „Cellesche Zeitung“ berichtet, soll der Betrieb erst einmal ganz normal weiterlaufen. Mögliche Corona-Patienten aus dem Landkreis Peine können also immer noch dort behandelt werden.

„Muss nicht das Ende sein“

Durch das Insolvenzgeld seien die Löhne des Personals für die kommenden Monate gesichert. Und auch danach solle das Klinikum nicht schließen – im Gegenteil.

„Ich möchte ausdrücklich betonen, dass dies nicht das Ende für das Peiner Klinikum sein muss“, sagt Wiswe. Das Insolvenzverfahren und die damit einhergehende finanzielle Hilfe sollen in die Sanierung des Krankenhauses investiert werden.

Krankenhaus hofft auf sinnvolle Lösungen

Wiswe hofft, sinnvolle Lösungen zu finden, die die Schließung der Klinik abwenden können. Dazu zählt im ersten Schritt eine Sanierung des Gebäudes.

SPD wütend: „An Unverantwortlichkeit kaum zu überbieten!“

Die SPD übte scharfe Kritik an der Entscheidung zur jetzigen Zeit. Das Verhalten des Krankenhaus-Betreibers sei an Unverantwortlichkeit kaum zu überbieten, so SPD-Stadtverbandsvorsitzender Jörg Zimmermann.

„Mit völliger Empathielosigkeit und ohne jede Scham wird hier für wirtschaftliche Interessen die Krankenversorgung der Peiner Bürger in Frage gestellt und größte Unsicherheit bei Bevölkerung und insbesondere bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Krankenhauses Peine geschürt“, sagte Zimmermann.

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Nichts brauche man gerade dringlicher als kompetente Ärzte, Pfleger und Service-Kräfte in unserem Peiner Krankenhaus. „Wir alle benötigen dieses Krankenhaus in Peine jetzt und in der Zukunft! Haltet durch! Wir kämpfen für Euch!“, verspricht der SPD-Politiker. (lh)