Peine 

Kreis Peine: Hast du DAS im Garten? Das solltest du schnell wieder entfernen, es kann teuer werden

Der Landkreis Peine und die Gemeinde Iselde schauen nun genauer hin! Wenn du DAS in deinem Garten hast, kann es sein, dass du es schon bald ändern musst. (Symbolbild)
Der Landkreis Peine und die Gemeinde Iselde schauen nun genauer hin! Wenn du DAS in deinem Garten hast, kann es sein, dass du es schon bald ändern musst. (Symbolbild)
Foto: imago images/Westend61

So ein Garten ist schon etwas schönes! Viel Platz, Gestaltungsfreiheit. Es darf gepflanzt und gebaut werden, worauf man als Gartenbesitzer Lust hat. Na gut, nicht ganz. Einige Sachen sind auf Grundstücken tatsächlich verboten. Und da schaut nun auch der Kreis Peine genauer hin.

Anfang der Woche haben sich der Kreis Peine und die Gemeinde Ilsede gemeinsam im Neubaugebiet Nord in Groß Ilsede umgesehen. Im Fokus: Gärten. Oder genauer gesagt Schottergärten.

Kreis Peine und Gemeinde Ilsede kontrollieren Gärten

Schottergärten wurden besonders in der letzten Zeit viel diskutiert. Die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Doch dabei geht es nicht nur um den Geschmack, sondern auch um die Natur, erklärt ein Sprecher des Landkreises Peine.

Denn fernab von der Optik müssten eben jene Bodenversiegelungen „kritisch betrachtet“ werden. Sie sind zwar pflegeleicht, doch für Tiere bieten sie keine optimalen Bedingungen. Im Gegenteil: Tiere können weder Schutz noch Nahrung dort finden.

Folien oder Vlies, die oftmals ausgelegt werden, bevor Schotter eingebaut wird, würden außerdem dafür sorgen, dass keine Insekten oder andere Lebewesen zwischen dem Erdboden und der Vegetationsschicht zirkulieren können. Heißt: Der Boden verliert seine Qualität und wird nahezu funktionslos.

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Negative Aspekte von Schottergärten:

  • Klima: Steinerne Gärten haben einen negativen Effekt auf örtliche Hitzeentwicklungen und das Klima – sie erhitzen tagsüber stark, speichern Wärme, geben sie aber nachts nicht ab
  • Insekten und Kleintiere: Steinerne Gärten entziehen Tieren und Insekten den Lebensraum und Nahrungsquellen
  • Wasser und Starkregen: Regenwasserversickerung auf dem Grundstück wird verhindert, bei Starkregen können so Überschwemmungen begünstigt werden
  • Pflegeaufwand/Pestizide: Aufwand ist oft höher als gedacht, Witterung und Algen könnten Steine verfärben, die Konsequenz: Einsatz von giftigen Pestiziden
  • Ästhetik: Steinerne Gärten würden ganzjährig ein monotones Bild abgeben

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Kreis Peine: Viele Grundstücksversiegelungen sind „grenzwertig“

Doch es gibt noch ein Problem: „Leider wissen viele Eigentümer nicht, dass nur ein bestimmter Teil eines Grundstücks versiegelt werden darf“, betont ein Sprecher des Kreises. „Dies beinhaltet neben dem Haus auch Pflasterflächen und Schottergärten und ist in den Bebauungsplänen festgeschrieben“.

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Auch deshalb haben Gemeinde und Landkreis gemeinsam kontrolliert. Das Ergebnis: Es gebe eine Vielzahl an Grundstücken, bei denen „der Versiegelungsgrad grenzwertig ist“. Gemeinde und Kreis wollen jetzt das Gespräch mit den Grundstückseigentümern suchen. Dafür sollen Schreiben rausgeschickt werden. (abr)