Peine 

Peine: Gefährliche Krankheit breitet sich aus – für Tiere ist sie hochansteckend und tödlich

Wegen der Ausbreitung der Geflügelpest hat der Landkreis Peine einen wichtigen Hinweis an alle Geflügelhalter!
Wegen der Ausbreitung der Geflügelpest hat der Landkreis Peine einen wichtigen Hinweis an alle Geflügelhalter!
Foto: kyodo/dpa

Peine. Die Geflügelpest breitet sich immer weiter im Norden aus. Deshalb hat der Landkreis Peine nun eine wichtige Botschaft an alle Geflügelhalter.

Die Krankheit ist für den Menschen ungefährlich, bei Tieren aber hochansteckend und tödlich.

Peine: Geflügelpest im Anflug – Landkreis appelliert an Tierhalter

Seitdem in Norddeutschland seit Ende Oktober erste Fälle des HPAI H5-Virus bei Wildvögeln nachgewiesen und bereits über 1000 verendete Wildvögel gefunden wurden, sei die Gefahr einer weiteren Verbreitung der Geflügelpest sehr hoch.

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Das ist die Geflügelpest:

  • auch als Vogelgrippe bezeichnet
  • durch Viren hervorgerufene Tierseuche
  • befällt Hühner, Puten, Gänse, Enten, wildlebende Wasservögel und andere Vögel
  • führt sie meist zum Tod der infizierten Vögel
  • Säugetiere sind weniger empfänglich für das Virus

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Der Landkreis Peine appelliert deshalb an alle Geflügelhalter – sowohl kommerzielle Betriebe als auch Hobbyhalter und Halter von Kleinstbeständen – sich rechtzeitig mit der Situation auseinanderzusetzen und umgehend vorbeugende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

„Da der Vogelzug bereits in vollem Gange ist, besteht ein hohes Risiko, dass erkrankte Wildvögel aus betroffenen Gebieten beim Weiterzug die Krankheit in bisher nicht betroffene Gebiete einschleppen“, warnt der Landkreis. Das Tückische dabei sei, dass Wildvögel auch unerkannt erkranken, und so das Virus verbreiten können, so Kreissprecher Fabian Laaß.

In jeder Geflügelhaltung komme es daher jetzt besonders auf die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen an. „Wenn Geflügel weiter im Freien gehalten werden soll, ist unbedingt auf den Schutz des Geflügelbestandes vor dem Kontakt mit Wildvögeln zu achten. Dazu gehören insbesondere Futterstellen, die für Wildvögel nicht erreichbar sind, eine geschützte Lagerung von Futter und Einstreu sowie das Tränken mit Leitungswasser, auf keinen Fall mit Oberflächenwasser“, zählt der Kreissprecher auf.

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Wegen Vogelgrippe: Geflügel muss in einigen Regionen in die Ställe

Auch in anderen Regionen Niedersachsens werden die Sicherheitsmaßnahmen in den Ställen erhöht. Betroffen seien die Küstenlandkreise und Regionen mit hoher Geflügeldichte, teilte am Mittwoch das Landwirtschaftsministerium in Hannover mit. Auch Hobby-Geflügelhalter müssen demzufolge ihre Tiere in Ställen unterbringen.

Diese so genannte Aufstallpflicht gilt unter anderem in Ostfriesland, Cuxhaven, der Wesermarsch, der Grafschaft Bentheim, dem Emsland und den Landkreisen Vechta, Cloppenburg sowie Osnabrück und Oldenburg (jeweils Stadt und Landkreis).

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Bislang wurde in Niedersachsen bei drei Wildvögeln in den Landkreisen Cuxhaven und Wesermarsch vom Friedrich-Loeffler-Institut der Geflügelpesterreger H5N8 nachgewiesen. Für Menschen gilt das Virus als ungefährlich.

Wer im Landkreis Peine tote Wasservögel oder Greifvögel findet, wird gebeten, dies umgehend beim Fachdienst Veterinärwesen (lebensmittel.tiere@landkreis-peine.de oder telefonisch unter 05171/401-6023) zu melden. (fno/dpa)