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Kreis Peine: Autofahrerin will nur das Richtige tun – dann bringt sie ihre Kinder in Gefahr

Fünf Tipps für den Stau

Peine. 

Eine Autofahrerin aus dem Kreis Peine wollte eigentlich nur das Richtige tun – und einem verletzten Wildtier ausweichen.

Doch die Reaktion der Frau sorgte für einen heftigen Unfall im Kreis Peine. Dabei war das Auto voll besetzt, darunter drei Kinder.

Peine: Fahrerin will Wildtier ausweichen und kracht gegen Baum

Wie die Polizei mitteilt, war die 40-jährige Autofahrerin am Donnerstagabend mit ihrem VW auf der L475 in Wendeburg unterwegs. Als die Fahrerin gegen 19 Uhr auf der Straße ein verletztes Wildtier sah, hat sie versucht auszuweichen – mit schlimmen Folgen.

Denn bei dem Ausweichmanöver verlor die 40-jährige Frau die Kontrolle über das Auto und fuhr auf den Seitenstreifen. Dort raste sich über ein Verkehrsschild und krachte schließlich gegen einen Baum. Neben einer 27-jährigen Beifahrerin saßen noch drei Kinder auf der Rückbank des Autos – alle im Alter von drei bis acht Jahren.

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Erste Hilfe leisten – das kannst du tun!

  1. Bei einem Unfall die Unglücksstelle absichern.
  2. Den Notruf unter 112 oder 110 wählen.
  3. Ständig die lebenswichtigen Funktionen des Verletzten kontrollieren.
  4. Im Fall der Fälle: Wiederbelebung starten / Blutungen stillen.
  5. Stabile Seitenlage.
  6. Die Person mit einer Rettungsdecke wärmen. Dabei auch auf Wärme von unten achten.
  7. Psychische Betreuung: Mit der betroffenen Person sprechen, ihr über den Kopf streichen. Auch Bewusstlose spüren diese Fürsorge.

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Alle fünf Autoinsassen hatten riesiges Glück: Trotzdessen, dass von dem VW nur noch ein Totalschaden übrig ist, haben sich alle bei dem Unfall nur leicht verletzt. Trotzdem sind die fünf in Krankenhäuser nach Braunschweig gebracht worden. Rund 11.000 Euro hoch, wird der Schaden geschätzt.

Polizei Peine appelliert an Autofahrer

Die Polizei appelliert jetzt nochmal an alle Autofahrer. Falls du auf einer Landstraße unterwegs bist und dir ein Wildtier begegnet, solltest du dich so verhalten:

  • Wenn du am Straßenrand ein Wildtier siehst, solltest du langsamer fahren und dich auf eine mögliche Bremsung vorbereiten. Verzichte auf Möglichst auf Fernlicht oder Lichthupe, denn das verscheucht die Tiere nicht, sondern blendet sie und führt zu Orientierungslosigkeit. Viel effektiver: hupen.
  • Lässt sich ein Wildunfall nicht mehr verhindern, halte das Lenkrad fest und weiche nicht aus. Denn ein Ausweichmanöver führt meistens zu noch größeren Schäden. Beispielsweise könntest du dann mit Bäumen oder anderen Autos aus dem Gegenverkehr zusammenstoßen.

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Beachte auch: Wildtiere sind selten alleine unterwegs. Oft folgen weitere Artgenossen. Falls du vor einem Zusammenstoß rechtzeitig anhalten konntest, solltest du mit sehr langsam weiterfahren. (jko)

Die L475 war nach dem Unfall in Peine gut eineinhalb Stunden lang gesperrt. Ein Abschleppdienst nahm das demolierte Auto mit. Die Feuerwehr Bortfeld war mit rund 20 Kräften im Einsatz. (ck/jko)

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