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Weidel schürt Ängste vor Putin-Angriff auf Deutschland: „Zielscheibe“

Der AfD-Chefin Alice Weidel ist der Bau eines NATO-Quartiers in Deutschland ein Dorn im Auge. Sie schürt dazu Ängste vor einem Putin-Angriff.

Bildmontage von Alice Weidel und Wladimir Putin.
© IMAGO / ITAR-TASS; IMAGO / Bernd Elmenthaler

Russland gibt Beginn von Atomwaffenübung nahe der Ukraine bekannt

Russland hat den Beginn einer Atomwaffenübung nahe der Ukraine verkündet. Präsident Wladimir Putin hatte die Übung Anfang Mai angeordnet, nachdem mehrere westliche Erklärungen in Moskau für Unmut gesorgt hatte.

Die NATO möchte für den Einsatz zum Ukraine-Krieg ein Hauptquartier in Deutschland aufbauen. Der AfD-Chefin Alice Weidel ist das aber ein Dorn im Auge. Auf Instagram teilt sie ihren Groll. Dabei kurbelt sie in dem Beitrag die Angst vor einem Angriff durch Russen-Herrscher Wladimir Putin an.

++ Dazu interessant: AfD: Empörung um erfundene Faeser-Erklärung: Weidel fällt auf KI-Fake herein ++

Weidel tobt wegen NATO-Stützpunkt in Deutschland

Die Nato will die internationale Koordinierung von Waffenlieferungen und Ausbildungsaktivitäten für die ukrainischen Streitkräfte übernehmen. Das Hauptquartier für den geplanten Nato-Einsatz zum Ukraine-Krieg wird in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden angesiedelt. Bei AfD-Chefin Alice Weidel läuten bei der Ankündigung offenbar die Alarmglocken. Sie rät von der Idee ab und beschwört durch die NATO-Ankündigung einen Angriff durch den Kreml-Chef Wladimir Putin.

In einem Instagram-Beitrag schreibt Weidel dazu: „Ein Krieg gegen Russland, von unserem Land aus geführt: Das NATO-Hauptquartier in Deutschland macht uns nicht nur endgültig zur Kriegspartei, sondern zur Zielscheibe.“ Die AfD-Politikerin weiter: „Statt tatenlos dabei zuzusehen, wäre es Scholz’ Aufgabe, diesem Vorhaben eine klare und deutliche Absage zu erteilen!“

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AfD-Fraktion fehlt bei Selenskyj-Auftritt

Erst vergangene Woche zeigten Weidel und ihre AfD ihre Verachtung für den Ukraine-Präsidenten Selenskyj. Die Abgeordneten der rechtspopulistischen Partei und des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) haben die Rede des ukrainischen Präsidenten im Bundestag weitgehend geschlossen boykottiert. In Berlin sorgte dies bei den übrigen Parteien für Empörung. Weidel und ihr Co-Vorsitzender Tino Chrupalla beschimpften Selenskyj als „Kriegs- und Bettelpräsidenten“.


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Offiziell gestartet werden soll das NATO-Projekt im Idealfall im Juli, wenn Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die anderen 31 Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten in Washington zu einem Gipfeltreffen zusammenkommen. Fast 700 Personen aus Nato-Staaten und Partnerländern sollen laut Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg an den Bemühungen beteiligt sein.

Die Unterstützungsaufgaben werden bislang von den Vereinigten Staaten wahrgenommen. Diese hatten dafür Ende 2022 im Europa-Hauptquartier der US-Streitkräfte im hessischen Wiesbaden eine rund 300 Soldaten starke Einheit aufgebaut. (mit dpa.)