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"Burglind" wütet: Orkantief und Kaltfront unterwegs

Heftige Böen und starker Regen ziehen über Deutschland. (Symbolbild)
Heftige Böen und starker Regen ziehen über Deutschland. (Symbolbild)
Foto: Boris Roessler/dpa

Düsseldorf/Offenbach. Orkanartige Böen sind am Mittwochmorgen mit mehr als 120 Kilometern pro Stunde über den Westen Deutschlands gefegt. In Nordrhein-Westfalen kam es zu vielen Verkehrsbehinderungen durch Tief "Burglind". Laut Polizei standen etwa Straßen im Ruhrgebiet unter Wasser, Gegenstände flogen umher, Bäume stürzten um und blockierten die wichtige Regionalbahnlinie zwischen Aachen und Düsseldorf. Auch auf Autobahnen kam es laut zu Behinderungen. Die Polizei in NRW bat Autofahrer, besonders vorsichtig zu fahren.

Wälder meiden

Meteorologe Robert Hausen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) warnte vor umherfliegenden Gegenständen und umstürzenden Bäumen. Vor allem in Wäldern solle man sich am Mittwoch lieber nicht aufhalten.

Kurz und heftig

Eine Kaltfront mit heftigen Winden, kräftigem Regen und möglichen kurzen Gewittern sollte vom Westen aus über Deutschland ziehen. Das Ganze sollte laut Hausen "rasend schnell" vorbeigehen. "Es gibt kurze, heftige Böen."

Für den Südwesten von Nordrhein-Westfalen, das westliche Rheinland-Pfalz und große Teile des Saarlandes galt am Morgen eine amtliche Unwetterwarnung. Am Vormittag soll die Kaltfront in Richtung südliches Hessen, Baden-Württemberg und Bayern weiterziehen.

Bahn steht parat

Die Deutsche Bahn beobachtet die Wetterlage genau, wie ein Sprecher in Frankfurt am Main am Dienstag sagte. Bundesweit stünden etwa an mehreren Standorten Reparaturtrupps und -fahrzeuge bereit, um Sturmschäden an Oberleitungen zu beseitigen. In Niedersachsen gab es laut Bahn am Morgen noch keine wetterbedingten Probleme.

Und Niedersachsen?

An der Nordseeküste könne es am späten Vormittag orkanartige Böen geben. Ganztägig wird im Harz vor Orkanböen und Dauerregen gewarnt. In 30 Stunden könnten Regen-Mengen um 35 Liter pro Quadratmeter, in Staulagen bis 50 Liter pro Quadratmeter erreicht werden.

Die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen empfiehlt Lkw, den Oberharz weiträumig zu umfahren. In den Bereichen Torfhaus, Bad Harzburg, Braunlage und Clauthal-Zellerfeld sei mit Schneeglätte zu rechnen.

In der restlichen Region38 gilt den ganzen Tag eine amtliche Warnung vor Sturm- und Winböen. Der Wind könne bis zu 65 km/h schnell werden, so der DWD auf seiner Internetseite.

Fazit

Wegen des Tiefs "Burglind" peitschen orkanartige Böen über viele Landesteile. Am Morgen gab es amtliche Unwetterwarnungen im Westen und auch erste Verkehrsbehinderungen. Am Vormittag dürfte der Süden betroffen sein. Niedersachsen kommt wohl noch mal davon.

  • HIER geht's zur Warnkarte des DWD.
  • HIER geht's zur aktuellen Lage auf den Straßen.
  • HIER geht's zur Seite der Deutschen Bahn.
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