Region38 

Ver.di macht Ernst: Wieder Streiks im Öffentlichen Dienst

Die Streikenden waren zuletzt in Braunschweig auf die Straße gegangen - und hatten den ÖPNV komplett lahm gelegt (Archivbild)
Die Streikenden waren zuletzt in Braunschweig auf die Straße gegangen - und hatten den ÖPNV komplett lahm gelegt (Archivbild)
Foto: Vanessa Kauhs

Region38. Die nächste Streikwelle im Öffentlichen Dienst rollt auf die Region zu. Das hat die Gewerkschaft Ver.di Süd-Ost-Niedersachsen am Donnerstagabend mitgeteilt. Demnach ist geplant, am 12. April, also in genau einer Woche, den ganzen Tag lang zu streiken.

Bestreikt werden sollen dann "Kommunalverwaltungen, Kitas, der ÖPNV, Jugendzentren, Energieversorger, die kommunale Abfallwirtschaft, Jobcenter und die Agentur für Arbeit, Bundeseinrichtungen und städtische Bäder in Braunschweig, in Göttingen, Peine, Salzgitter, Wolfsburg, in Einbeck, im Harz und in allen Landkreisen und kreisangehörigen Gemeinden", heißt es in der Meldung der Gewerkschaft. Wie Stadtsprecher Thorsten Raedlein mitteilt, soll es auch in Wolfenbüttel zu ganztägigen Warnstreiks kommen, welche Bereiche bestreikt werden sollen, stehe aber noch nicht fest.

Werben um Verständnis

Der Grund: Die Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst gehen am 15. und 16. April in Potsdam in die dritte Runde. Da aktuell noch kein Angebot vorliege, sollen die Verhandlungen durch den eintägigen Streik beschleunigt werden.

Ver.di-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller setzt auf das Verständnis der Bürger, wenn es zu Beeinträchtigungen kommen sollte: "Wer sich die ständig wachsenden Steuereinnahmen ansieht, wird verstehen, dass auch die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes, des ÖPNV und der Ver- und Entsorgung an der positiven Entwicklung teilhaben wollen."

Busse voll mit Streikenden

50 Busse sollen am kommenden Donnerstag dann zu einer Kundgebung nach Hannover fahren. Dort wollen die Beschäftigten dann gemeinsam auf dem Opernplatz Flagge zeigen.

Schon am 15. März hatten die Beschäftigten die Arbeit niedergelegt.