Region38 

Job-Boom in Niedersachsen – aber Region38 unten drin

Symbolbild
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Foto: Andreas Gebert/dpa

Hannover. Im laufenden Jahr setzt sich der Job-Boom in Niedersachsen nach Ansicht der Bundesagentur für Arbeit fort. Sie erwartet im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt einen 8,2-prozentigen Rückgang der Arbeitslosigkeit auf 224.200 Männer und Frauen ohne Job - er läge damit über dem Bundesdurchschnitt von 7,9 Prozent.

Noch mehr Zahlen

Zum Vergleich: 2017 hatte die Zahl der Arbeitslosen noch bei 244.300 Menschen ohne Job gelegen. Nach der neuen Regionalprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) dürfte das bundesweite Wirtschaftswachstum bei 2,1 Prozent liegen.

Die Region38 schneidet in der neuen Niedersachsen-Studie allerdings weniger gut ab. So sagt die Agentur für Arbeit dem Bezirk Helmstedt (1,4 Prozent) den geringsten Anstieg voraus, dahinter folgt direkt Braunschweig-Goslar (1,7). Spitzenreiter ist Lüneburg-Uelzen mit 4,0 Prozent.

"Die Konjunktur ist auf dem Höhepunkt; dieses Niveau zu halten, wird für die Unternehmen in Niedersachsen eine große Herausforderung", sagte die Niedersachsen-Chefin der Arbeitsagentur, Bärbel Höltzen-Schoh.

Risiken für Export-Firmen

Risiken gäbe es für exportorientierte Unternehmen durch den Brexit und die von den USA angekündigten Strafzölle, aber auch den Fachkräftemangel. Im Schnitt rechnet sie 2018 mit 2,98 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Das Plus liegt mit 2,5 Prozent ebenfalls über dem Bundestrend (2,3 Prozent).

Arbeitslose nicht qualifiziert

Der Trend offenbare zunehmend strukturelle Defizite, da viele Arbeitslose nicht über geeignete Qualifikationen für offene Stellen verfügten. Auch regional gibt es große Unterschiede zwischen Angebot und Nachfrage.