Region38 

Automatisiertes Fahren: Conti weitet Tests aus

Continental testet zwischen den Städten der Region38 das automatisierte Fahren. (Symbolbild)
Continental testet zwischen den Städten der Region38 das automatisierte Fahren. (Symbolbild)
Foto: Federico Gambarini/dpa

Hannover. Hände weg vom Steuer: Der Autozulieferer Continental weitet seine Tests zum automatisierten Fahren aus.

Tests in Niedersachsen

Seit wenigen Wochen testen die Ingenieure ihre Versuchsfahrzeuge auf Autobahnen in Niedersachsen - nach Hessen und Bayern das dritte Bundesland, in dem die Systeme im echten Autobahnverkehr erprobt werden, wie Continental am Mittwoch mitteilte. Ziel sei, die Akzeptanz des automatisierten Fahrens zu stärken, betonte Ralph Lauxmann, der bei Conti für das Thema zuständig ist.

Sensorik, Vernetzung, Umfelderfassung, das Verhalten im Fehlerfall und der Dialog zwischen Mensch und Maschine müssten aufeinander abgestimmt werden, erklärte Testingenieur Dennis Scholl, der die Testfahrten auf dem Fahrersitz überwacht.

Bis 2020 serienreif

Bis 2020 will Conti das hochautomatisierte Fahren zur Serienreife bringen, bei dem die Autofahrer sich zeitweise anderweitig beschäftigen können. 2025 sollen Autos vollautomatisch, also auf Teilstrecken ganz ohne Fahrer, unterwegs sein.

Testfeld für automatisiertes Fahren

Continental bringt den "Cruising Chauffeur", ein in Serienfahrzeuge eingebautes System, auf Niedersachsens Autobahnen - und mittelfristig auf die Landstraßen. Derzeit entsteht zwischen den Städten Hannover, Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter ein Testfeld für das automatisierte Fahren. Schrittweise würden dafür Autobahnteilstrecken mit Bundes- und Landstraßen zu einem Netz von etwa 280 Kilometern Länge ausgebaut..

Auf der Autobahn angelangt meldet das System, dass es bereit sei - dann übernimmt es das Steuer. Ausgerüstet mit fünf Kameras und mehreren Radarsensoren habe das Auto bis zu 250 Meter Strecke nach vorn und nach hinten im Blick.