Region38 

Die Region brennt: Wieder Großalarm für Feuerwehren

Die Wehrleute waren in dichte Rauchwolken eingehüllt.
Die Wehrleute waren in dichte Rauchwolken eingehüllt.
Foto: Andreas Meißner/Kreisfeuerwehr Helmstedt
  • Feuer bei Rennau, Ochsendorf und Warmse.
  • Wehr aus Schöningen hilft in Sachsen-Anhalt.
  • Landwirte unterstützen Wehrleute mit schwerer Technik.

Region38. Kein Tag ohne Feldbrände - und kilometerweit übers Land ziehende Rauchsäulen. Auch am Mittwoch gab es keine Entspannung für Landwirte und Feuerwehren.

Am frühen Mittwochabend mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Schöningen gar im sachsen-anhaltinischen Wackersleben aushelfen: Dort hatte ein brennendes Feld noch zwei weitere Felder entzündet, so dass die örtliche Wehr Unterstützung anfordern musste. 50 Hektar stehen damit in Flammen - und durch den unsteten Wind waren die Einsatzkräfte zeitweise in Gefahr, vom Feuer eingeschlossen zu werden.

Zuvor hatte es am Mittwoch bereits auf einem Feld zwischen Rennau und Rottorf gebrannt; gemeinsam gingen Landwirte und Wehrleute gegen die Flammen vor: Während die einen grubberten, löschten die Wehren aus Grasleben, Rottorf, Rennau, Mariental, Ahmstorf und Querenhorst das 2.500 Quadratmeter große Stoppelfeld., berichtete der Helmstedter Kreisfeuerwehr-Sprecher Andreas Meißner.

Die Fotos

Roggen wird Rauch

Am frühen Nachmittag dann Feueralarm bei Ochsendorf: Ein acht Hektar großes Roggenfeld zwischen Ochsendorf und Uhry stand in Flammen; der Wind trieb das Feuer zudem geradewegs in Richtung eines angrenzenden Waldes.

Durch "massiven Einsatz der Löschfahrzeuge", so Sprecher Meißner, sei es den Einsatzkräften aus Königslutter, Ochsendorf, Klein Steimke, Rhode und Beienrode gelungen, ein noch größeres Ausbreiten der Flammen zu verhindern.

Feuer an B188

Gefordert waren auch die Wehrleute aus der Samtgemeinde Meinersen: Bei Warmse hatte eine Rundballenpresse Feuer gefangen, worauf die Flammen sich auf eine insgesamt 5.000 Quadratmeter große Fläche an der B188 ausdehnten.

60 Angehörige der Wehren aus Meinersen, Ahnsen, Päse, Seershausen, Ohof und Müden-Dieckhorst brauchten nach Angaben des stellvertretenden Samtgemeinde-Wehrsprechers Timm Bußmann rund zwei Stunden, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen und ein weiteres Ausbreiten zu verhindern.

Landwirte eilen zur Hilfe

Dankbar zeigte sich Ahnsens Ortsbrandmeister Heino Kleiß für die Unterstützung durch den benachbarten Landwirt Henning Gottschalk: Dieser habe den Einsatzkräften mit seinem Radlader beim Löschen der 15 brennenden Strohballen geholfen; auch weitere Bauern eilten mit ihren Traktoren und Maschinen herbei, zogen Brandschneisen und verhinderten damit ein Überspringen der Flammen.

Fotos vom Brand in der Nacht

Bereits in der Nacht zum Mittwoch hatte bereits ein kilometerweit zu sehender Feldbrand zwischen Vorsfelde und Velstove für einen Großalarm der Feuerwehren in Wolfsburg gesorgt.