Region38 

Zu trocken: Harzwasserwerke im Alarm-Modus

Der Oderteich Mitte August: Der normalerweise 1,7 Millionen Kubikmeter Wasser fassende Stausee ist praktisch ausgetrocknet.
Der Oderteich Mitte August: Der normalerweise 1,7 Millionen Kubikmeter Wasser fassende Stausee ist praktisch ausgetrocknet.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Region38. Die Harzwasserwerke richten sich auf eine noch länger anhaltende Trockenheit ein. Man müsse sich für den "schlechtmöglichsten Fall" eines sogenannten Doppeltrockenjahres wappnen, teilte der in Hildesheim ansässige größte Wasserversorger Niedersachsens mit.

Anlass seien die aktuellen Vier-Wochen-Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes; demnach ist nach dem Super-Sommer 2018 ein recht trockener Herbst zu erwarten. Einzelne Wettermodelle halten zudem auch für 2019 deutlich geringere Niederschläge als in normalen Jahren für möglich.

"Sofortmaßnahmen"

Es seien bereits "Sofortmaßnahmen" getroffen worden, um die Versorgungssicherheit von rund zwei Millionen Einwohnern der Region zu gewährleisten. Einzelheiten wollen die Harzwasserwerke am Freitag an der Sösetalsperre in Osterode bekanntgeben.

Mitte August war der Oderteich als eine der ältesten Talsperren Deutschlands ausgetrocknet. Auch andere Talsperren im Harz wiesen auffällige Niedrigstände auf - demgegenüber flossen im Juli aus den Hähnen im Versorgungsbereich der Harzwasserwerke mehr als zehn Millionen Kubikmeter Trinkwasser. Das sind knapp drei Millionen Kubikmeter mehr als im Juli vergangenen Jahres