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Protest gegen Kongress: AfD-Nachwuchs muss sich einiges anhören

 Mit Plakaten und Transparenten protestieren Teilnehmer gegen den JA-Bundeskongress.
Mit Plakaten und Transparenten protestieren Teilnehmer gegen den JA-Bundeskongress.
Foto: Peter Steffen/dpa

Barsinghausen. Gegen die AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative (JA) haben am Sonntag in Barsinghausen rund 1.000 Menschen demonstriert. Sie zogen friedlich vom Bahnhof in das Zentrum der nahe Hannover gelegenen Stadt, wie die Polizei mitteilte.

Anlass war der JA-Bundeskongress, bei dem es um die Zukunft der Landesverbände Niedersachsen und Bremen gehen sollte. Am Rande der Veranstaltung kamen am Mittag noch einige Dutzend Gegner zu einer Kundgebung zusammen.

Verfassungsschutz guckt bei JA genau hin

Die beiden JA-Verbände werden seit einiger Zeit vom Verfassungsschutz beobachtet. Anfang September hatten Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (beide SPD) bekanntgegeben, dass die Verfassungsschützer in beiden Bundesländern die JA ins Visier nehmen.

Die JA hatte daraufhin angekündigt, dass auf einem Bundeskongress über eine "Abgliederung" der Landesverbände entschieden werden solle. Dieser Schritt käme einer Auflösung gleich. Die Öffentlichkeit war von der Veranstaltung in Barsinghausen ausgeschlossen.

In Niedersachsen war der JA-Landesvorsitzende Lars Steinke im August abgesetzt worden, nachdem er Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg in einem nicht öffentlich einsehbaren Facebook-Eintrag als Verräter bezeichnet hatte. Steinke war bisher auch Vorsitzender des JA-Bezirksverbandes Braunschweig.