Region38 

Tierschutz will schockierende Schlachthof-Szenen aus Oldenburg zeigen

Bei einer Pressekonferenz will das Deutsche Tierschutzbüro seine Vorwürfe gegen über den Schlachthof mit Bildmaterial untermautern. (Symbolbild)
Bei einer Pressekonferenz will das Deutsche Tierschutzbüro seine Vorwürfe gegen über den Schlachthof mit Bildmaterial untermautern. (Symbolbild)
Foto: Imago/Steve Bauerschmidt
  • Erneut Ermittlungen gegen Schlachthof in Oldenburg
  • Tierschutzbüro will Straftaten mit Videos belegen
  • Aktivisten erheben schwerwiegende Vorwürfe

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt binnen weniger Wochen zum zweiten Mal gegen einen niedersächsischen Schlachthof wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Der Verein Deutsches Tierschutzbüro habe am Montag Strafanzeige gegen einen Schlachthof in Oldenburg erstattet und dabei Videomaterial übergeben, teilte die Behörde auf Anfrage mit. Dieses werde nun ausgewertet und überprüft.

Tierschutzbüro will Bilder von Schlachthof aus Oldenburg zeigen

Das Tierschutzbüro will das Videomaterial bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Oldenburg vorstellen. Die Aufnahmen wurden nach Angaben des Vereins von Aktivisten mit versteckter Kamera im September und Oktober 2018 aufgenommen und dem Tierschutzbüro dann übergeben. Das Filmmaterial zeige klare und schwerwiegende Verstöße gegen das Tierschutzgesetz sowie Straftaten, sagte der Vorsitzende des Vereins, Jan Peifer.

Schlachthof in Bad Iburg nach Klage aufgelöst

Erst vor wenigen Wochen war ein Schlachthof in Bad Iburg (Kreis Osnabrück) stillgelegt worden, nachdem ihm die Tierrechtsorganisation «Soko Tierschutz» Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vorgeworfen hatte. Auch damals stützen sich die Vorwürfe auf Videoaufnahmen. Mit dem Fall war ebenfalls die Staatsanwaltschaft Oldenburg befasst. Damals hatte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium Strafanzeige gegen den Schlachthof gestellt. Das Unternehmen ist inzwischen aufgelöst worden.