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Hakenkreuze auf Muslim-Gräbern: Polizei Northeim ermittelt unter Hochdruck

Grabsteine stehen auf einem muslimischen Gräberfeld (Symbolbild).
Grabsteine stehen auf einem muslimischen Gräberfeld (Symbolbild).
Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Northeim. Einen Tag nach der Schändung mehrerer muslimischer Gräber auf dem Friedhof in Northeim hat die Polizei noch keine Spur zu den Tätern. Die Ermittlungen liefen aber auf Hochtouren, sagte ein Sprecher der Polizei am Montag.

Unbekannte hatten in der Nacht zum Sonntag zwölf Grabsteine muslimischer Grabstätten mit roter Farbe beschmiert. Dabei seien auch mehrere Hakenkreuze gesprüht und die Namen der Bestatteten unkenntlich gemacht worden, sagte der Sprecher.

Polizei in Northeim ermittelt

Die Polizei ermittelt wegen Störung der Totenruhe, Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und gemeinschädlicher Sachbeschädigung.

Wieder Fall in Braunschweig

Und auch in Braunschweig hat es erneut rechte Schmierereien gegeben. Erneut wurde die Stolperschwelle, mit der die Technische Universität an die Opfer des Nationalsozialismus gedenkt, mit Farbe beschmiert.

TU Braunschweig ist entsetzt

Man sei entsetzt, so die TU bei Twitter: "Wir werden diese immer wieder reinigen. Und auch immer wieder Anzeige erstatten." (dpa/ck)