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Feuer statt Erde – Niedersachsen ruhen am liebsten in der Urne

Ein Sarg wird in den rund 850 Grad heißen Krematoriumsofen gefahren.  (Symbolbild)
Ein Sarg wird in den rund 850 Grad heißen Krematoriumsofen gefahren. (Symbolbild)
Foto: Roland Weihrauch/dpa
  • Niedersachsen bevorzugen, nach ihrem Tod eingeäschert zu werden.
  • Der Bestatterverband erkennt darin einen klaren Trend.
  • Die Gründe für die gestiegene Zahl sind oft sehr praktisch.

Hannover . Ihre letzte Ruhe finden immer mehr Niedersachsen in der Urne. Geschätzte 80 Prozent der Toten werden inzwischen eingeäschert, sagte der Sprecher des Bestatterverbands Niedersachsen, Markus Gebauer, der Deutschen Presse-Agentur.

Nur noch 20 Prozent werden im Sarg beerdigt. Der Verband habe in den vergangenen Jahren eine klare Entwicklung hin zur Feuerbestattung beobachtet.

Vor allem Städter entschieden sich für Feuerbestattungen. Auf dem Land werden dagegen noch viele Menschen im Sarg beerdigt. Allerdings: Je weiter man in Niedersachsen gen See fahre, desto höher steige die Zahl der Einäscherungen. An der Küste, etwa um Wilhelmshaven, werden Lautenbach zufolge "fast 98 Prozent" der Toten verbrannt.

Beim Tod geht's ums Geld

Ein Grund für die insgesamt gestiegene Zahl an Feuerbestattungen ist für Gebauer der Preis: Urnengräber seien meist billiger, weil sie weniger Platz brauchen als Särge. Die Grabstelle sei fast immer der größte Kostenfaktor an einer Beerdigung.

Für ein Urnengrab - vorausgesetzt, man möchte sich den Platz dafür aussuchen - bezahlen Niedersachsen im Schnitt 1.230 Euro. Ein Grab für einen Sarg koste dagegen knapp 2.100 Euro, so das Ergebnis einer Studie des Steuerzahlerbundes und der Verbraucherinitiative Aeternitas. (dpa)