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Nach Feuer am ICE in Hannover – Züge fahren wieder

Aus dem brennenden Zugteil stieg dichter Rauch auf. Foto: Clemens Heidrich
Aus dem brennenden Zugteil stieg dichter Rauch auf. Foto: Clemens Heidrich
Foto: Clemens Heidrich/dpa
  • ICE-Triebkopf fängt in Hannover Feuer.
  • Verletzt wird niemand.
  • Zug und Gleise evakuiert.

Hannover. Ein rauchender Triebkopf eines ICE-Zuges hat im Hauptbahnhof Hannover am Dienstagmittag für Aufregung gesorgt und den Verkehr durcheinander gebracht. Der Schwelbrand sei gelöscht, sagte Feuerwehr-Sprecher Martin Trang um 12.50 Uhr. Etwa eine Stunde zuvor war der Feuerwehr eine Rauchentwicklung im Zug gemeldet worden.

Niemand wurde in Hannover verletzt

Durch den Rauch in dem ICE942, der von Berlin über Wolfsburg nach Düsseldorf fahren sollte, ist nach Angaben der Deutschen Bahn niemand verletzt worden. Als es zu der Rauchentwicklung im hinteren Triebkopf kam, seien aber Menschen im Zug gewesen, sagte ein Bahn-Sprecher. Die Abteile waren demnach nicht betroffen.

Die Menschen konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Das Gleis, auf dem der Zug im Hauptbahnhof Hannover stand, sowie umliegende Gleise wurden evakuiert. Ein Teil des betroffenen ICE-Zuges wurde zudem abgekoppelt. Er konnte den Weg in Richtung Nordrhein-Westfalen später fortsetzen, hieß es von der Bahn später. Wie viele Menschen in dem Zug waren, war nicht klar.

Geruch nach verbranntem Gummi

Am Mittag lag zunächst der Geruch nach verbranntem Gummi in der Luft. Schnell nach der Alarmierung sammelten sich am Hauptbahnhof mehrere Löschfahrzeuge der Feuerwehr. Die Polizei sperrte eine Zufahrtsstraße für den regulären Verkehr.

Regionalzüge und S-Bahnen mussten während der Löscharbeiten in andere Gleise ein- oder von dort aus abfahren. Dass sich ein möglicher Brand auf den Bahnhof ausbreiten könnte, schloss die Feuerwehr vor Ort allerdings schnell aus.

Die Einsatzkräfte mussten erst die Oberleitung entfernen, um innerhalb des Zuges den Rauch bekämpfen zu können. Wegen der Hochspannung war das sonst übliche Löschen mit Wasser nicht möglich, deshalb benutzte die Feuerwehr Kohlendioxid als Löschgas.

Dichter Rauch im Maschinenraum

Die Einsatzkräfte setzten es gegen den aus dem Maschinenraum aufsteigenden dichten Rauch ein. Gleich der erste Löschversuch hatte nach Angaben des Feuerwehrsprechers Erfolg.

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Infolge des Vorfalls verspäteten sich mehrere nachfolgende Züge. Auch bei der S-Bahn kam es zwischenzeitlich zu Verzögerungen. Wie die Verkehrsbetriebe Üstra mitteilten, mussten auch Straßenbahnen und Busse mit Halt am Hauptbahnhof in Hannover während des Einsatzes umgeleitet werden.

Erst vor zwei Tagen ging am Hauptbahnhof Hannover nichts mehr: Wegen eines Stromausfalls am Sonntagmittag fiel zwischenzeitlich der gesamte Zugverkehr aus. Die Bundespolizei ging von einem technischen Defekt als Ursache aus. Der Vorfall sorgte am ersten Advent bei vielen Reisenden für Ärger. Am Sonntagabend war die Störung dann behoben.

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