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Gewalt gegen Frauen: Mehr Fälle – oder mehr Mut zur Anzeige?

 Als Zuflucht vor gewalttätigen Männern sind Frauenhäuser wichtige Anlaufstationen im Schutzsystem von Kommunen und Land. (Symbolbild)
Als Zuflucht vor gewalttätigen Männern sind Frauenhäuser wichtige Anlaufstationen im Schutzsystem von Kommunen und Land. (Symbolbild)
Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Hannover/Helmstedt. Gewaltdelikte gegen Frauen haben in Niedersachsen in den vergangenen Jahren zugenommen. Das geht aus Zahlen des Landeskriminalamtes in Hannover hervor. Es hatte 2017 insgesamt 11.623 Fälle von häuslicher Gewalt registriert, 2013 waren es 10.283 Fälle. Der Anstieg kann nach Angaben des niedersächsischen Sozialministeriums daran liegen, dass Opfer mehr bereit sind, Taten auch anzuzeigen.

41 Anlaufstellen in Niedersachen

Im Netz der Hilfen für betroffenene Frauen und Mädchen spielen die 41 geförderten Frauenhäuser im Land eine wichtige Rolle. Niedersachsen hat diese Häuser in diesem Jahr mit 4,4 Millionen Euro unterstützt.

Hilfe auch für Frauenhaus Helmstedt

Damit die Häuser auch für Frauen mit körperlichen Einschränkungen zugänglich sind, hatte Niedersachsen in diesem Jahr zusätzlich eine Million Euro für den barrierefreien Aus- und Umbau investiert. Einen Zuschuss hat auch das Frauenhaus in Helmstedt bekommen. Hier findet Ihr eine Liste aller Anlaufstellen in Niedersachsen als PDF.

Reimann: Jede dritte Frau ist betroffen

Jede dritte Frau in Deutschland werde im Laufe ihres Lebens einmal Opfer von Gewalt, hatte Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD) kürzlich beim Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen (25. November) festgestellt. (dpa)