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Obdachlosen überfahren: Todes-Raser aus Hannover muss in den Knast

Der Obdachlose starb noch am Unfallort - mitten in der City.
Der Obdachlose starb noch am Unfallort - mitten in der City.
Foto: Peter Steffen/dpa
  • Auf der Flucht vor der Polizei überfährt ein 18-Jähriger in Hannover einen Mann.
  • Der Senior stirbt. Jetzt ist der 18-Jährige verurteilt worden.
  • Er hatte den tödlichen Unfall mit einem gestohlenen Sportwagen gebaut.

Hannover. Zu acht Jahren Jugendstrafe hat das Landgericht Hannover einen jungen Mann verurteilt, der im vergangenen Sommer einen 82-Jährigen in der City überfahren und getötet hat.

Wagen mit BS-Kennzeichen

Der 18-Jährige war auf der Flucht vor der Polizei mit einem gestohlenen Sportwagen durch Hannovers Einkaufsmeile gerast. Der junge Mann hatte den Mercedes am Schützenplatz geklaut. Der Wagen mit Braunschweiger Kennzeichen gehörte einem Schausteller.

Am Montag wurde der Raser unter anderem wegen Mordes verurteilt, sagte ein Sprecher des Landgerichts. Zunächst soll der junge Mann anderthalb Jahre in einer Jugendanstalt absitzen, danach soll er einen Alkoholentzug im Maßregelvollzug machen.

Beim Prozessauftakt hatte die Jugendkammer zunächst die Öffentlichkeit für die gesamte Verhandlung ausgeschlossen. Der Angeklagte habe eine Persönlichkeitsstörung mit depressivem und suizidalem Verhalten - es sei zu befürchten, dass sich sein Zustand massiv verschlechtert, sollten Zuhörer den Prozess verfolgen, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Lücke.

Nur sehr vage Erinnerung

Der Raser selbst habe nur eine bruchstückhafte Erinnerung an das Geschehen, sagte der Gerichtssprecher. Der 18-Jährige soll Ende Juni zunächst betrunken das Auto gestohlen und darin mit einer 17 Jahre alten Bekannten geflüchtet sein.

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Als er in eine Polizeikontrolle geriet, raste der Mann los und stieß in durch Hannovers Fußgängerzone in der Nähe des Hauptbahnhofs mit dem alten Mann zusammen. Der Senior starb trotz Erster Hilfe von Polizisten. Nach Medienberichten war das Opfer ein Obdachloser.

Raser stellt sich der Polizei

Ein paar Straßen weiter krachte der Raser dann gegen einen Ampelmast und flüchtete gemeinsam mit der 17-Jährigen zu Fuß. Passanten hielten die junge Frau fest, gegen sie wurde nicht ermittelt. Der 18-Jährige stellte sich am späten Abend des Tattages der Polizei und saß seitdem in der Jugendanstalt Hameln in Untersuchungshaft. (dpa/ck)