Region38 

Super-Blutmond: Frühaufsteher werden belohnt, müssen sich aber warm anziehen

So sah es 2015 aus - kommende Woche soll der Blutmond noch viel größer zu sehen sein.
So sah es 2015 aus - kommende Woche soll der Blutmond noch viel größer zu sehen sein.
Foto: imago/Steve Bauerschmidt

München/Region38. Das neue Jahr beginnt mit einem Himmelsspektakel: Wenn sich am kommenden Montag die Erde zwischen Sonne und Mond schiebt, kommt es zu einer totalen Mondfinsternis. Und wir haben gute Chancen, sie sehen zu können.

Super-Blutmond in ganz Deutschland sichtbar

Meteorologen sprechen von einem "Super-Blutmond", weil der Trabant dann nicht nur in einem rötlichen Licht, sondern auch besonders groß am Nordwest-Horizont erscheint - wegen der Nähe zur Erde.

Darum erscheint der Mond rötlich

Wir nehmen den Mond übrigens rötlich wahr, weil das Sonnenlicht in der Erdatmosphäre so gebrochen wird, dass ihn nur die roten Lichtanteile erreichen.

Ausschlafen? Unmöglich!

Für Morgenmuffel wird das allerdings eine harte Nummer: Schon gegen 4.30 Uhr geht das Himmelsspektakel los. In der Region38 wird es aller Voraussicht nach nur leicht bewölkt sein. Es soll auch trocken bleiben, aber frostig werden.

"Wer sich den Wecker rechtzeitig stellt, wird aller Voraussicht nach auf seine Kosten kommen. Passionierten Naturfotografen rate ich, sich dick einzupacken und warme Getränke mit nach draußen zu nehmen", so Diplom-Meteorologe Andreas Machalica von wetter.com.

Fakten und Angeber-Wissen zum Super-Blutmond:

  • Die totale Phase der Mondfinsternis geht von 5.41 Uhr bis 6.43 Uhr
  • Höhepunkt der Mondfinsternis: 6.12 Uhr
  • Mit 62 Minuten ist die Finsternislänge deutlich kürzer als die vom Juli 2018 (103 Minuten)
  • Da der Mond erst zwischen 8 Uhr und 8.40 Uhr untergeht, ist die Mondfinsternis in ganz Deutschland komplett zu sehen
  • Blickrichtung bei gutem Wetter ist West/Nordwest.

Ein Blick zum Super-Blutmond am 21. Januar lohnt sich in jedem Fall. Denn die nächste totale Mondfinsternis in voller Länger können wir erst wieder im Dezember 2029 sehen.

Kein Programm in Braunschweig

Die Sternwarte Hondelage wird dann zu bleiben - wegen der frühen Uhrzeit könnten und kämen wohl eh nur wenige Besucher, glaubt Sprecher Ingo von Borstel. "Wir haben uns daher entschieden, kein offizielles Programm zu machen - aber erklären wir gerne im Vorfeld wo und wie man sie gut beobachten kann" - und zwar HIER.

Termine in der Sternwarte Hondelage

Definitiv vormerken sollte man sich den Tag der Astronomie (30. März) sowie den 50. "Geburtstag" der bemannten Mondlandung mit dem Start am 16. Juli. Dann werde es auf jeden Fall Programm in der Sternwarte Hondelage geben, verspricht von Borstel. (ck)